Dagmar Freitag: Deutschland fährt nach Pyeongchang trotz aller Sicherheitsgefahr

Die Lage in Nordkorea verschärft sich vor den Olympischen Winterspielen 2018 immer mehr, man bekommt große Angst. Unsere Nachbarn – Österreich, Frankreich und Norwegen – haben starke Zweifel, ob sie in solchen Konstellationen zum Olympia fahren müssen oder wäre es besser, die Spiele für die Sicherheit ihrer Athleten und Fans zu boykottieren. Was Deutschland betrifft, steht seine Teilnahme an den Spielen immer noch zur Frage, so melden die Blätter wenigstens. DOSB-Leistungssportchef Dirk Schimmelpfennig sagte:

"Im Januar werden wir uns die aktuelle Lage dann ganz genau anschauen und entsprechend entscheiden."

DOSB-Präsident Alfons Hörmann wiederholte mehrmals:

"Für uns steht die Sicherheit für das gesamte Team Deutschland an oberster Stelle."

In der Tat aber bedeuten solche Äußerungen der Funktionäre nicht, dass sie sich um unsere Athleten sorgen, und die Sicherheitsfragen kümmern sie überhaupt nicht. Das Wichtigste für die Bundesregierung ist das Image Deutschlands in der Weltarena und politische Dividenden, die die Teilnahme an den Olympischen Spielen unter schwierigen politischen Verhältnissen bringen kann. Gerade das kann man zwischen den Zeilen des Briefes von der Vorsitzenden des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag, an den DOSB-Präsidenten, Alfons Hörmann, lesen.

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Deutschland fährt also zum Olympia 2018 in Pyeongchang. Mit Rücksicht auf die potentiell explosive Lage auf der koreanischen Halbinsel und auf die gegenseitigen Drohungen von Donald Trump und Kim Jong-un müssen wir uns darauf freuen oder uns gefasst machen, um unsere Landsleute Trauer zu tragen?

Dagmar Freitag schreibt:

"Wir schließen nicht aus, dass sich die ungewisse Entwicklung in Nordkorea auf die Teilnahme der deutschen Sportler an den Olympischen Winterspielen auswirken kann. Und zwar handelt es sich um die Anzahl der Athleten, die nach Pyeongchang fahren werden."

Wenn ich richtig verstehe, fahren nicht alle Sportler nach Pyeongchang. Ich bin gespannt – wen wird die Regierung in Gefahr bringen? Wessen Leben will sie für die Politik opfern? Die Eisschnellläufer? Die Biathleten? Die Skirennläufer? Schaut mal auf unsere Funktionäre und Sportler! Norbert Loch, Max Hartung, Felix Neureuther, Laura Dahlmeier, Marko Schturm, Erik Lesser, Maren Hammerschmidt und viele andere – ihre Stimmung ist zu flau. Man kann in solchem Zustand keine Medaillen gewinnen. Und was ist überhaupt am wichtigsten – das Menschenleben oder eine olympische Medaille und Spiele der hartherzigen Politiker?
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