Welche Fahrradschlösser schützen am besten?

Das Fahrrad wird als Fortbewegungsmittel immer beliebter. Gerade in der Stadt liegen Radfahrer in Sachen Schnelligkeit, Flexibilität und Mobilität gegenüber Autos und Öffentlichen Verkehrsmitteln oft klar im Vorteil. Keine Staus, keine Verspätungen, stattdessen meist freie Fahrt und zudem regelmäßige Bewegung: Wer Fahrrad fährt, tut nicht nur sich, sondern auch der Umwelt Gutes.

Mehr Sicherheit durchs Fahrradschloss

Wer viel mit dem Rad unterwegs ist, muss es aber auch gut sichern. Allein in Köln sind mehr als 8000 Räder im Jahr 2016 gestohlen worden, hinzu kommen die nicht erfassten Fälle. Aufgeklärt werden die wenigsten Diebstähle. Besser also, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.
Ein einfaches Schloss reicht aber zum Schutz oftmals nicht aus. Mit einem Bolzenschneider – gängiges Werkzeug für einen Fahrraddieb – sind viele billige Schlösser in wenigen Sekunden geknackt. Gerade wer sich also für ein teures Fahrrad entschieden hat, sollte auch in ein hochwertiges Schloss investieren. Als Faustregel gilt, dass ein Schloss etwa zehn Prozent des Neupreises des Fahrrads kosten sollte.

Zwar gibt es auch dann keine hundertprozentige Sicherheit, da Fahrraddiebe so gut wie jedes Schloss knacken können, wenn sie es darauf anlegen. Entscheidend ist aber oft der Faktor Zeit: Hält das Schloss mindestens drei Minuten stand und verlängert somit den Diebstahlversuch, geben Fahrraddiebe meist auf und suchen sich ein einfacheres Zielobjekt. Selbst die Höhe, in der man sein Fahrrad anschließt, spielt eine Rolle für den Schutz:
Je höher sich das Schloss befindet, desto schwieriger wird es für den Dieb, da er mehr Kraft für seinen Bolzenschneider aufwenden muss. Je tiefer das Schloss angebracht ist, desto leichter wird es dem Dieb gemacht.

Welches Schloss schützt am besten?

Im Hinblick auf den Schutz vor Diebstahl gibt es erhebliche Unterschiede. Je stabiler das Fahrradschloss, desto sicherer ist es. Man unterscheidet zwischen Bügelschlössern, Kabel- und Spiralkabelschlössern sowie Panzerkabel, Ketten und Rahmenschlössern.

Das Bügelschloss schützt ein Fahrrad im Vergleich am zuverlässigsten vor Diebstahl. Gerade Markenprodukte überzeugen durch eine Stabilität, die einen Aufbruchversuch des Schlosses nahezu unmöglich machen – gerade auf offener Straße und unter Zeitdruck. Topmodelle schützen zudem gegen das professionelle Knacken des Schlosses, „Lockpicking“ genannt. Solch hochwertigen Bügelschlösser sind zwar teuer, bieten aber definitiv den besten Diebstahlschutz.

Annähernd so gut wie Bügelschlösser schützen Panzerkabel und Ketten. Die stabilen Kettenglieder sind kaum zu durchtrennen, und auch hier machen die Schließmechanismen das „Lockpicking“ so gut wie unmöglich. Der Vorteil gegenüber Bügelschlössern ist ihre Flexibilität: Aufgrund ihrer Kettenstruktur sind sie leichter an Straßenlaternen, Bäumen oder Anlehnbügeln anzubringen.

Faltschlösser vereinen diese Flexibilität des Ketten- mit der Stabilität des Bügelschlosses. Sie lassen sich zum Transport ähnlich wie ein Zollstock zusammenlegen und für das Abschließen auseinanderfalten. Gleichzeitig sind sie kaum zu durchtrennen.

Rahmenschlösser befinden sich – wie der Name schon sagt – direkt am Rahmen des Fahrrads. Als Diebstahlschutz sind sie kaum geeignet. Lediglich das Hinterrad wird blockiert. Sie eignen sich damit höchstens als kurze Sicherung, sofern das Rad darüber hinaus im Auge behalten wird.

Kabel- und Spiralkabelschlösser bieten ebenfalls kaum Sicherheit vor Fahrraddiebstahl. Sie sind so dünn, dass sie innerhalb von Sekunden mit einem Bolzen- oder Seitenschneider durchtrennt werden können.
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