Von Frau zu Frau

(Foto: Foto: Nestlé Deutschland)

Heute im Interview: Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert zum Thema
richtige Pausenernährung zum Schulstart 

Nach einer Studie von Nestlé Deutschland essen 17 Prozent der Kinder besonders gerne Pommes, 14 Prozent besonders gerne Süßigkeiten. Wie führt man Kinder an eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung heran?
Kinder finden es spannend, einkaufen, kochen und backen zu dürfen. „Je mehr sie in die Zubereitung der Mahlzeiten miteinbezogen werden, desto eher sind die Kinder bereit, Neues auszuprobieren und Speisen zu akzeptieren. Dann fühlen sich die kleinen Köche ernstgenommen und sind stolz, bei der Gestaltung des Essensangebotes zu helfen. Spaß macht es auch, den Ess-Alltag abwechslungsreich zu gestalten. Ein gemeinsam gekochtes Wok-Gericht mit Gemüse lässt sich zum Beispiel wunderbar mit Stäbchen essen!

Schmeckt Kindern auch Obst und Gemüse?
Kinder bevorzugen Gemüse häufig roh statt gekocht. Die Zubereitung von Mahlzeiten bietet sich somit als Gelegenheit an, rohes Gemüse zu naschen. Auch als Fingerfood für zwischendurch kommen kleine Käsespieße mit Gemüsestückchen, Obstspieße oder knackige Gemüsesticks mit einem leckeren Dip gut an. Außerdem lässt sich das Gemüse püriert gut in Saucen „verstecken“, die zu Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Fleisch serviert werden. Auch eine cremige Gemüsesuppe essen viele Kinder gerne. Obst findet großen Anklang, wenn es beispielsweise zu einem Milch-Shake verarbeitet oder in Joghurt gerührt wird Besonders gerne essen Kinder Obst und Gemüse auch, wenn es in bestimmten Formen angeboten wird, zum Beispiel Karotten- oder Gurkensterne, Apfelherzen oder vieles mehr. Auch Brote können mit Gesichtern aus Gemüse verziert werden.

Wieviel Süßigkeiten sind vertretbar?
In einer ausgewogenen Kinderernährung haben auch Süßigkeiten in angemessener Menge ihren Platz. Es hat sich bewährt, für den Verzehr von Süßigkeiten und Knabbereien Regeln festzulegen – beispielsweise eine Leckerei am Tag nach einer Mahlzeit. Oder es kann eine Wochenration zusammengestellt werden, die das Kind in einer Dose aufbewahrt. Daraus darf es sich im Beisein der Eltern jeden Tag eine Süßigkeit aussuchen. Obst kann den Heißhunger auf Süßes ebenfalls stillen, weshalb es empfehlenswert ist, dem Kind hin und wieder Obst statt Süßigkeiten anzubieten.

Wie wichtig ist der Energiekick am Morgen?
Damit Kinder morgens in Fahrt kommen, brauchen sie ein gutes Frühstück. Zu einem ausgewogenen Frühstück gehören vier Bausteine: Milch oder ein Milchprodukt, Obst oder Gemüse, Brot oder Getreideflocken, möglichst in der Vollkornvariante, sowie ein Getränk. Apfelschnitze, Trauben, Gurken, Paprika oder Karotten schmecken auch schon morgens – zum Beispiel in Form von bunten Obst- und Gemüsespießen. Eine hervorragende Alternative zur morgendlichen Scheibe Brot mit magerer Wurst, Käse oder süßem Aufstrich ist ein selbst zusammengestelltes Müsli mit Hafer- oder anderen Getreideflocken. Als Getränk sind kalorienfreie Durstlöscher wie Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees ideal.
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