Schwimmend oder klebend? - So wird Parkett verlegt

Boden richtig verlegen: Der Untergrund sollte eben und staubfrei sein. (Foto: Halfpoint Fotolia)
München, Oktober 2016 – Schwimmend oder klebend? Wer sich diese Frage stellt, ist womöglich gerade dabei, Parkett zu verlegen. Denn „Verkleben“ und „schwimmende Verlegung“ sind die geläufigsten Arten diesen Bodenbelag zu verlegen. Auf was bei den beiden Verlegetechniken zu achten ist, dazu gibt ein Experte der BayWa Tipps.

Eine schwimmende Verlegung gilt als die einfachste Methode, Parkett zu verlegen. Hierzu benötigt man vor allem einen ebenen Untergrund und eine geeignete Trittschallmatte. Letzteres sorgt für einen reduzierten Raum- und Trittschall. Je dicker die Trittschalldämmung, umso effektiver die Geräuschreduktion. Dann kann verlegt werden: Mittels einer klassischen Nut-Feder-Verbindung oder einem Klick-System wird das Parkett auf dem Boden verarbeitet. „Vor allem Klick-Systeme sind einfach zu handhaben und garantieren eine fugenfreie Oberfläche“, erklärt Michael Weininger, bei der BayWa im Bereich Baustoffe Experte für Bodenbeläge. Ein weiterer Vorteil: Der Raum ist sofort nach dem Verlegen nutzbar. Außerdem kann der Boden auch genauso schnell wieder entfernt werden, wie er verlegt wurde. Das ist vor allem bei Mietswohnungen oder Wohnungen, die nicht dauerhaft verändert werden dürfen ein Pluspunkt.

Das Verkleben von Parkett ist für einen geschickten Heimwerker ebenfalls machbar. Diese Verlegeart wird vor allem beim Einsatz einer Fußbodenheizung empfohlen. Denn im Gegensatz zur schwimmenden Verlegung entstehen keine Luftpolster zwischen Bodenbelag und Untergrund – der Bodenbelag ist schließlich mit dem Untergrund vollständig verklebt. Das führt zu einer optimalen Wärmeleitfähigkeit: perfekte Voraussetzungen für eine Fußbodenheizung. „Verklebtes Parkett bietet aber auch ein ganz anderes Laufgefühl als schwimmend verlegtes Parkett“, so Weininger. „Und ein verklebter Boden ist langlebiger und kann durch Abschleifen und Versiegeln der Oberfläche mehrmals renoviert werden.“

Welche Verlegeart die passende für das jeweilige Projekt ist, das entscheidet vor allem der Untergrund. Auf Teppichböden empfiehlt es sich weniger das Parkett schwimmend zu verlegen. Dafür bietet der Untergrund nicht die nötige Stabilität – es können sich Fugen bilden. Vor dem Verlegen sollte deshalb der Teppichboden entfernt werden.
Dann ist natürlich auch die jeweilige Parkettart entscheidend: „Massivholzdielen können zum Beispiel in beiden Verlegetechniken verarbeitet werden, wohingegen Laminat nur schwimmend verlegt werden kann“, so der BayWa Experte. Letztendlich ist es auch eine Frage des eigenen handwerklichen Geschicks: Klick-Parkett ist für jedermann handhabbar, beim Verkleben sollte man schon erweiterte Heimwerkerkenntnisse mitbringen.


Unter www.modernisierung.de bietet die BayWa weitere Informationen für Bauherren und Renovierer.
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