Frühjahrscheck fürs Haus: So wird das Haus fit für den Frühling

Sobald die kalte Jahreszeit dem Frühling weicht, beginnt für die meisten Menschen allmählich auch wieder die Gartensaison. Doch bevor es an die Arbeit im Garten geht, sollte das eigene Haus zuerst gründlich überprüft werden. So verursacht der Winter mit seinen frostigen Temperaturen nicht selten kleinere Schäden am Gebäude, die so schnell wie möglich beseitigt werden sollten. In diesem Artikel zeigen wir, wie man das Eigenheim wieder fit für den Frühling macht und man achten sollte.

Warum ist ein umfangreicher Frühjahrscheck für das eigene Haus so wichtig?

Egal ob neues Fertighaus, Massivhaus oder Altbau: Selbst verhältnismäßig milde Winter können an Häusern deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem das Dach ist in diesem Zusammenhang eine Schwachstelle, da nicht nur turbulente Stürme die Ziegel und Sparren gefährden, sondern ebenfalls große Belastungen durch Schnee. Weiterhin stellen die häufigen Regenfälle im Frühjahr eine erhebliche Belastung für die Dachkonstruktion dar. Jedoch beansprucht der Winter neben dem Dach ebenfalls das Mauerwerk. Hier ist insbesondere Frost und Streusalz ein Problem. So können die Salzpartikel chemische Reaktionen im Mauerwerk auslösen, die nicht selten einen Wassereintritt zur Folge haben. Da es im Sommer weitestgehend trocken ist, werden Schäden dieser Art in der Regel erst mit dem Einzug des nächsten Winters bemerkt. Damit sich kleinere Schäden in dieser Zeit nicht verschlimmern können, empfiehlt es sich das eigene Haus nach dem Ende jeden Winters gründlich zu begutachten.

Checkliste: Welche Punkte gibt es im Rahmen eines Frühjahrschecks zu beachten?

Punkt 1: Das Dach

Aufgrund der großen Wasser- und Schneemassen während der kalten Jahreszeit, unterliegt das Dach im Winter einer besonders hohen Beanspruchung. Vor allem Frostsprengungen können hier schnell einzelne Ziegel beschädigen und gegebenenfalls zu Undichtigkeiten führen. Aus diesem Grund sollte das Dach zu Beginn des Frühlings gründlich inspiziert werden. Grundsätzlich sollte das Dach dabei niemals ohne Absturzsicherung betreten werden, sodass Hobby-Heimwerker hier besser vom Boden aus agieren sollten. Auch eine Leiter kann im Zuge der Inspektion äußerst hilfreich sein. Eine genaue Kontrolle ohne Betreten des Daches ist inzwischen auch mit der Hilfe von modernen Drohnen und einer installierten Kamera möglich. Bei der Dachüberprüfung sollte vor allem auf verschobene oder gesprungene Ziegel geachtet werden. Auch von Innen sollte der Dachstuhl auf feuchte Stellen überprüft werden. Während des Checks der Dachfläche sollten bei der Gelegenheit auch direkt sämtliche Wasserrinnen und Ablaufkanäle für Regenwasser gereinigt werden.

Punkt 2: Die Fassade

Häuser können aber nicht nur am Dach Schaden nehmen, sondern ebenfalls an der Fassade. Typische Schadensbilder sind in diesem Zusammenhang heruntergefallener Putz und abgelöste Farbe. Besonders häufig ist dies an Hausecken und den Bereichen über Türen und Fenstern zu beobachten. Auch kleinere Risse können in der kalten Jahreszeit aufgrund der temperaturbedingten Volumenveränderung von einzelnen Baustoffe entstehen. Zwar sind kleine Haarrisse grundsätzlich kein Grund zur Panik, allerdings ist darauf zu achten, dass diese sich nicht über den Winter vergrößern. Um hohle Stellen im Putz zu identifizieren, sollte nach Möglichkeit eine ausführliche Klopfprobe im Rahmen des Frühjahrschecks durchgeführt werden. Bei der Überprüfung der Fassade sollten Hausherren ein besonderes Augenmerk auf die Dehnungsfugen am Gebäude legen. So kann der Kitt mit der Zeit an Elastizität verlieren, wodurch die Funktion massiv beeinträchtigt wird.

Punkt 3: Der Keller

Sobald die Temperaturen draußen wieder wärmer werden, neigt sich in der Regel auch die Heizperiode langsam aber sicher ihrem Ende. Grundsätzlich empfiehlt es sich nach dem Winter die eigene Heizung zu überprüfen. In der Regel wird diese Arbeit von einem Fachmann durchgeführt, der im gleichen Zug die Heizung ebenfalls auf den Sommerbetrieb umstellt. Die Umstellung bewirkt, dass der Verbrauch zuverlässig gesenkt wird, was nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die Kosten deutlich reduziert. Weiterhin sollte beim Check des Kellers ein genauer Blick auf die Wände geworfen werden. Neben dem Eintritt von Feuchtigkeit ist hierbei insbesondere auf Schimmelbildungen zu achten. Kommt es zu Phänomenen dieser Art, so stimmt üblicherweise etwas mit den Abdichtung oder Außenisolation nicht. Nach der Überprüfung des Kellers empfiehlt es sich sämtliche Bestandteile der Hausentwässerung zu reinigen. Vor allem die Abflüsse von Drainagen und Kanälen können sich leicht mit Laub und Schmutz zusetzen. In der Folge kann es schnell zu einer Stauung des Wassers sowie entsprechenden Folgeschäden kommen.

Was bleibt abschließend zum Thema zu sagen?

Zwar ist der Frühjahrscheck am Eigenheim nicht selten mit viel Aufwand sowie erhöhten Kosten verbunden, allerdings lohnt sich die Mühe in jedem Fall. So wird mit der Beseitigung von kleineren Winterschäden ein schützendes Fundament gelegt, das die eigenen vier Wände effektiv vor möglichen Folgeschäden schützt. Bleiben die Schäden hingegen unbeachtet, so kann dies auf lange Sicht horrende Sanierungskosten nach sich ziehen. Unter https://www.musterhaus.net/ratgeber findet man zahlreiche weitere und nützliche Informationen sowie Tipps und Tricks rund um das Thema Hausbau.
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