VR-Bank Schweinfurt hat ihre eigene Stiftung gegründet – Hilfe zur Selbsthilfe leisten

Der Stiftungsvorstand und -beirat mit (v. li.): Roman Weigler, Wolfgang Schech, Jochen Keßler-Rosa, Frank Hefner, Uwe Benkert, Karl-Heinz Körblein und Kilian Kraus. (Foto: VR-Bank)
Sennfeld (red). Bei niedrigen Zinsen sind zunächst nur geringe Erträge zu erwarten. Deshalb setzt der Vorstand auf Senden und Zustiftungen.
„Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“. Dieser uralten genossenschaftlichen Grundidee verbunden sieht sich die im vorigen Jahr aus der Taufe gehobene VRBank Schweinfurt-Stiftung, die jetzt erstmals an die Öffentlichkeit getreten ist. Gegründet wurde sie anlässlich dies 150-jährigen Bestehens der Bank – aus der Tradition des gegenseitigen Helfens und füreinander Einstehens heraus. Sie konzentriert sich auf Förderprojekte, die der Bevölkerung der Region zugutekommen. Wie der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, VR-Bank-Vorstand Frank Hefner, vor der Presse betonte, wolle man damit dokumentieren, „dass wir mehr sind als eine Bank, nämlich ein Partner für die Menschen in der Region“.
Dabei ist der Stiftungszweck sehr weit gefasst. Unterstützt werden kulturelle, gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke, soweit es das Stiftungs- und Steuerrecht zulasse, erklärte Hefner. Ausgekammert ist lediglich der Sport, der auch künftig aus den 100 000 Euro, die die VR–Bank jährlich als Spenden ausschüttet, unterstützt wird.
Die Stiftung wurde mit einem Grundstockvermögen von 50 000 Euro ausgestattet. Da wegen des niedrigen Zinsniveaus zunächst so gut wie keine Einnahmen zu erwarten sind, stellt die Bank jährlich 15 000 Euro zusätzlich als Spende zur Verfügung. „Damit waren wir seit der ersten Stunde handlungsfähig“, sagte Hefner. Die Stiftung habe so einer Familie finanziell helfen können, die zwei Kinder bei dem schrecklichen Unglück in Arnstein verloren hat, als sechs junge Menschen an Kohlenmonoxidvergiftung starben.
Hefner setzt darauf, dass die Stiftung durch Spender und Zustifter gerade aus dem Kreis ihrer Kunden unterstützt wird. Er kenne viele ältere, oft alleinstehende Menschen, die sich fragten, „was aus ihrem Vermögen werden soll, wenn sie nicht mehr leben“.
Zustifter werden ab einer Summe von 100 000 Euro namentlich festgehalten (zum Beispiel über die Homepage oder Flyer), ab 500 000 Euro können sie die Verwendung ihrer Erträge festlegen.
Kleineren Stiftungen bietet die Stiftung der VR-Bank an, sich ihr, unter Wahrung ihrer Selbstständigkeit, anzuschließen. Durch eine gemeinsame Vermögensverwaltung sei es nämlich möglich, höhere Erträge zu erzielen, betonte Hefner.
Dem Vorstand gehören weiter das Vorstandsmitglied der Bank, Wolfgang Schech, und Bereichsleiter Uwe Benkert an. Sie arbeiten wie der Beirat ehrenamtlich, so dass die Erträge und Spenden komplett dem Stiftungszweck zugeführt werden können.
Beirat bildet viele Themen ab Mit dem Beirat wollte man sowohl die Region wie möglichst viele Themen abdecken, erklärte Hefner. Roman Weigler ist Unternehmensberater in Würzburg und selbst Vorsitzender einer Stiftung. Stiftungserfahrung hat auch der Journalist Karl-Heinz Körblein, als früherer Vorsitzender von „Schweinfurt hilft Schweinfurt“, Kompetenz in sozialen Fragen bringt Diakoniechef Jochen Keßler-Rosa ein, Unternehmer ist Kilian Kraus aus Werneck.
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