Von Frau zu Frau

(Foto: Foto: privat)

Heute im Interview:
Brigitte Halbig, seit 25 Jahren Inhaberin des Salons Hairfashion in der
Schweinfurter Segnitzstraße 26.

Frau Halbig, wie waren vor 25 Jahren die Anfänge in ihrem damals neuen Salon Hairfashion?
Ich habe damals einen bereits bestehenden Salon komplett umgebaut und renoviert, um mir meinen Traum von einem eigenen Salon zu verwirklichen. Wir haben damals zu dritt angefangen. Am 19. April 1993 kam die erste Kundin zu uns herein. Schneiden und Strähnchen legen war der erste Auftrag. Wir haben uns recht schnell eine treue und dankbare Kundschaft erarbeitet. 2002 stand der erste größere Umbau an, denn auch die Technik und die Ansprüche der Kunden sind gewachsen.


Wie präsentiert sich ihr Salon heute?
Heute sind wir ein insgesamt fünfköpfiges Team. Damals wie heute lege ich sehr großen Wert darauf, dass meine Mitarbeiterinnen und ich immer auf dem neuesten Stand der aktuellen Friseurtechnik sind. Wir gehen deshalb regelmäßig auf Schulungen.

Wie sieht es mit dem Friseurnachwuchs aus. Ist es tatsächlich so schwer Auszubildende zu finden?
Das ist in der Tat ein Problem. Ich bin deshalb sehr froh, derzeit eine junge Frau aus Syrien ausbilden zu können. Ich bin sehr zufrieden mit ihr und freue mich, sie bei ihrem Start in eine hoffentlich bessere Zukunft unterstützen zu können. Ich bin aber auch schon etwas stolz darauf, dass ich insgesamt schon elf Auszubildenden das Rüstzeug für ihren späteren Berufsweg mit auf den Weg geben konnte. Es ist sehr schade, dass der Friseurberuf schon fast vom Aussterben bedroht ist, dabei ist unser kreatives Schaffen meines Erachtens sehr bewundernswert. Mich macht es jedesmal glücklich, die Zufriedenheit der Kunden zu spüren, wenn sie in topmodischem Outfit unseren Salon wieder verlassen.


Wie sehr spüren sie die Probleme des innerstädtischen Einzelhandels?
Am Stadtrand ist man sicher nicht so stark betroffen, da wir kaum Laufkundschaft haben. Wir „leben“ in erster Linie von den Anwohnern oder Stammkunden, die gezielt kommen, weil sie wissen was sie an uns haben. Trotzdem geht der Preiskampf auch an uns nicht spurlos vorüber.

Umweltschutz und gesundheitliche Verträglichkeit sind heutzutage wichtige Themen. Wie wirkt sich das in ihrem Beruf aus?
Es ist tatsächlich so, dass die Kunden die Pflegeprodukte bezüglich ihrer Inhaltsstoffe stärker hinterfragen als früher. Ich wende deshalb auch gezielt Pflanzenfarben an. Als reine Naturprodukte sehen sie nicht nur natürlich aus, sie sind auch leichter kämmbar und kräftigen das Haar. Es gibt kein Brennen mehr und der Geruch ist sehr angenehm. Pflanzenfarben sind deshalb auch bei Allergien oder während der Schwangerschaft problemlos anwendbar.

Friseure müssen auch Psychologen sein, heißt es, weil sie sich viele Sorgen ihrer Kunden anhören müssen. Wie gehen Sie damit um?
Ich bin ein positiv denkender Mensch und das überträgt sich scheinbar, denn große Sorgen muss ich mir nicht anhören. Falls doch, gilt natürlich die Verschwiegenheitspflicht. Mein Hauptaugenmerk gilt in erster Linie meiner Arbeit. Die Gespräche drehen sich deshalb in erster Linie um ein gutes Gelingen der Frisur.
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