Sparda-Bank Nürnberg weiter auf Erfolgskurs

Freuen sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 (v. l.): - Stefan Schindler, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg - Thomas Lang, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg - Markus Lehnemann, Vorstandsmitglied der Sparda-Bank Nürnberg (Foto: Sparda-Bank Nürnberg eG)
Die Sparda-Bank Nürnberg blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück. Gerade bei den Giro-Neukunden konnte die Genossenschaftsbank ihre Marktposition signifikant ausbauen. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Stefan Schindler bei der Vorstellung der Zahlen im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz: „Dank einer vorbildlichen Gemeinschaftsleistung unserer Mitarbeiter und der anhaltenden Zufriedenheit unserer Kunden haben wir eine durchweg positive Jahresbilanz erzielt. In einem anspruchsvollen Marktumfeld erwies sich unser Geschäftsmodell als werte- und kundenorientierte Genossenschaft auch 2016 als tragfähig.“

Hohes Vertrauen in die Genossenschaft


Wie schon im Vorjahr konnte die Sparda-Bank Nürnberg auch 2016 im Bereich des Neukundengeschäfts deutlich zulegen. Die Zahl der Mitglieder wuchs bis zum Jahresultimo um 6.036 (+ 2,9 Prozent) und belief sich am Ende auf 216.129. 12.169 Giro-Neukunden zählte die nordbayerische Genossenschaftsbank zum 31.12.2016, was einem Anstieg um 21,0 Prozent (2015: 10.065) entspricht. Der Gesamtbestand der Girokunden übersprang im September 2016 die 200.000er-Marke und lag zum Jahresende bei 202.541. Stefan Schindler: „Viele Neukunden entscheiden sich bewusst für unser genossenschaftliches Modell und unsere regionale Identität. Sie schätzen zudem unser modernes Omnikanal-Angebot und empfehlen uns aktiv an ihre Familien und Freunde weiter – für diesen Vertrauensbeweis sind wir sehr dankbar.“ Auch im vergangenen Geschäftsjahr kamen drei von vier Neukunden auf direkte Empfehlung eines Bestandskunden zur Sparda-Bank Nürnberg.

Bilanzsumme 2016


Die Bilanzsumme der Sparda-Bank Nürnberg stieg im vergangenen Geschäftsjahr erneut an. Zum 31.12.2016 belief sie sich auf 3,599 Milliarden Euro – ein Wachstum um 3,3 Prozent beziehungsweise 114,1 Millionen Euro (2015: 3,485 Milliarden Euro). Stefan Schindler: „Zu diesem Wachstum hat maßgeblich unsere konsequente Neukundengewinnungsstrategie im Bereich der Girokonten beigetragen.“

Wachstum bei den Einlagen

Die Kundeneinlagen lagen mit 3,238 Milliarden Euro klar über dem Vorjahreswert von 3,105 Milliarden Euro (+ 4,3 Prozent). Stefan Schindler erläutert: „Ein differenzierter Blick auf unsere aktuelle Einlagenstruktur verdeutlicht, dass die Kunden ihr Geld auch 2016 vor allem sehr kurzfristig als Spar- und Sichteinlage hielten. Die Einflüsse des historisch niedrigen Zinsniveaus machen sich hier weiterhin bemerkbar.“

Deutliches Plus im Gesamtkreditbestand

Eine positive Bilanz konnte die Sparda-Bank Nürnberg im Bereich des Konsumentenkreditgeschäfts vorlegen. Mit einem Wachstum von 9,8 Millionen Euro (+ 9,4 Prozent) konnte zum Jahresultimo ein bilanzieller Privatkreditbestand von 114,5 Millionen Euro erreicht werden. Im Baufinanzierungsgeschäft blieb das Ergebnis knapp unter dem Rekordwert von 2016: Das Baufinanzierungsvolumen summierte sich bis zum Jahresende auf 397,5 Millionen Euro (2015: 419,7 Millionen Euro). Stefan Schindler: „Als einer der größten privaten Baufinanzierer in der Region spüren wir die Auswirkungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Dadurch konnten wir eine Reihe von Bau- oder Renovierungsvorhaben spezieller Kundengruppen, wie Senioren und junge Familien, nicht mehr finanzieren. Dennoch freuen wir uns über ein insgesamt wieder erfolgreiches Baufinanzierungsjahr.“ Der gesamte Kundenkreditbestand verzeichnete mit einem Plus von 6,8 Prozent oder 143,6 Millionen Euro erneut ein kräftiges Wachstum und betrug zum Bilanzstichtag 2,254 Milliarden Euro.

Vermittlungsgeschäft: Wachstum im Investmentbereich


Mit ihren Kooperationspartnern Schwäbisch Hall, Union Investment und DEVK erzielte die Sparda-Bank Nürnberg im vergangenen Jahr differenzierte Ergebnisse. Eine verstärkte Nachfrage nach Investmentanlagen führte im Fondsbestand zu einem kräftigen Plus von 3,7 Prozent oder 24,1 Millionen Euro (31.12.2016: 682,7 Millionen Euro). Stefan Schindler: „Unsere Kunden begreifen Fondsanlagen in der aktuellen Nullzinsphase zunehmend als aussichtsreiche Alternative für ihre Altersvorsorge.“ Die beantragte Bausparsumme der Bausparkasse Schwäbisch Hall lag mit einem Volumen von 168,6 Millionen Euro unter dem Absatzrekord des Vorjahres (2015: 177,4 Millionen Euro). Die vermittelte Versicherungssumme mit dem Kooperationspartner DEVK betrug 2016 insgesamt 31,9 Millionen Euro. Im Hinblick auf die Ertragszahlen war das Geschäftsjahr 2016 der Sparda-Bank Nürnberg geprägt von den Auswirkungen der historischen Niedrigzinsphase: Der Zinsüberschuss verringerte sich leicht um 2,6 Millionen Euro oder 3,7 Prozent auf 66,8 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich moderat von 8,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 8,8 Millionen Euro am 31.12.2016. Mit 8,2 Millionen Euro lag der Jahresüberschuss knapp über dem Vorjahreswert.

Interaktive Weiterentwicklung der Genossenschaft

Die Filiale blieb laut Schindler auch 2016 der „Dreh- und Angelpunkt für die gesamte Kunde-Bank-Beziehung“. Parallel hat die Bank Ende des Jahres mit ihrem digitalen Netzwerk eine Online-Kommunikationsplattform geschaffen, um den persönlichen Dialog mit ihren Mitgliedern auszubauen. Unter mitgliedernetzwerk.sparda-n.de können die Kunden ihre Ideen einbringen, an Umfragen teilnehmen und sich untereinander austauschen – im Mittelpunkt steht stets die interaktive Weiterentwicklung der Genossenschaft.

Regionales Engagement für Bildung und Kultur


Im Jahr 2016 bekannte sich die Sparda-Bank Nürnberg erneut zu ihrem sozialen und kulturellen Förderauftrag. Thomas Lang, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg: „Unser gesellschaftliches Engagement ist ein fester Bestandteil unserer genossenschaftlichen Unternehmenskultur, die wir in der Region aktiv für und mit den Menschen leben.“ Neben der Förderung von zahlreichen Bildungs- und Kulturprojekten stand bei der Genossenschaftsbank der Umwelt- und Naturschutz im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten. In Kooperation mit der Stadt Nürnberg und dem Kindermuseum initiierte die Bank zahlreiche Aktionen für Kinder rund um das Thema „Klima“. So wird noch bis Mai 2017 rund 250 Nürnberger Kindern in Schulungen spielerisch der Umweltschutz nähergebracht. Durch die Mal-Aktion „Ein Bild – ein Baum“ konnten 2.100 Tannen und Buchen in der Region gepflanzt werden. Die Sparda-Stiftung Nürnberg verlieh im November 2016 zum elften Mal ihre Preise: Der SpardaZukunftspreis ging an das „Bamberger Bienenprojekt“, die Radiosendung „Borderless Broadcast“ erhielt den SpardaSolidaritätspreis „Bestes Solidaritätsprojekt“ und der Filmbeitrag „Der Schiri“ der Medienwerkstatt Franken wurde mit dem SpardaMedienpreis prämiert.

Mitarbeiter und Personalpolitik

Per 31.12.2016 beschäftigte die Sparda-Bank Nürnberg insgesamt 387 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat ihren Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr damit um zehn Mitarbeiter aufgestockt. Derzeit absolvieren 47 junge Menschen ihre Ausbildung bei der Genossenschaftsbank – zum September werden wieder 16 neue Auszubildende eingestellt. Stefan Schindler: „Gerade im Bereich der Ausbildung nehmen wir unsere Verantwortung, jungen Menschen attraktive Berufsperspektiven zu bieten, sehr ernst.“

Strategie 2030

Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und in der anhaltenden Niedrigzinsphase weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, hat die Sparda-Bank Nürnberg im vergangenen Jahr ihre Strategie 2030 formuliert. Diese beinhaltet 30 Projektgruppen, in denen aktuell 160 Mitarbeiter an der Umsetzung der Strategie arbeiten. Dazu gehört auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Zielgruppen – wie Genossenschaften oder die Arbeitskraft der Zukunft.

Ausblick

Auch 2017 hält die Sparda-Bank an ihrem Markenkern, der kostenlosen Kontoführung eines Girokontos, fest. Darüber hinaus rechnet Vorstandschef Stefan Schindler im laufenden Jahr mit weiteren Herausforderungen, zeigt sich aber zugleich zuversichtlich: „Das anhaltende Niedrigzinsumfeld wird unser Ergebnis mittel- bis langfristig belasten. Bei den Baufinanzierungen, im Fondsbereich und bei den Giro-Neukunden rechnen wir 2017 jedoch wieder mit einer deutlichen Steigerung.“
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