Oh Mann!

(Foto: Foto: Rolf Nachbar)

Heute im Interview: Max Matreux, Inhaber des Restaurants Kugelmühle in Schweinfurt

Herr Matreux, trotz ihres französisch klingenden Namens sind sie gar kein Franzose. Wo kommen Sie her und zu diesem Namen?
Der Name Matreux kommt aus dem Französischen. Um 1780 wurden Facharbeiter aus Frankreich in den Spessart als Glasbläser geholt. Ich selber komme aus Rechtenbach und dort ist der Name recht weit verbreitet. Dort begann am Bischborner Hof auch meine berufliche Karriere. Das ist eben jener Gasthof an dem viele Schweinfurter vorbeikommen, wenn sie auf der Landstraße nach Frankfurt fahren. Dort gab es ausschließlich regionale Küche, vor allem Wild. Danach ging ich, wie es sich für einen Koch gehört auf „Wanderschaft“. Ich habe dabei sehr interessante und bekannte Restaurants kennengelernt, wie z. B. den Alpenhof in Murnau oder die mit zwei Michelin-Sternen bedachten Schweizer Stuben in Wertheim-Bettingen. Viel gelernt habe ich aber auch in Grevenbroich im „Zur Traube“ oder im L`École in Bad Laasphe. Diese Häuser gehörten damals zu den besten Restaurants in Deutschland.


Was waren auf dieser „Wanderschaft“ die wesentlichen Lerneffekte?
Mit diesen Erfahrungen versehen wollte ich dann den Meisterbrief erlangen, den ich Ende der 80er Jahre auf der Meisterschule in Bad Kissingen erwarb. Dabei ging es auch um betriebswirtschaftliche Elemente zum erfolgreichen Führen eines Lokals. Meinen eigenen Stern habe ich mir dann im Landhotel Warthmannsroth „erkocht“. Mit diesen Auszeichnungen hatte ich mich 2001 auf eine deutschlandweite Ausschreibung für die Kugelmühle beworben. Es war ein Betriebsleiter und Küchenmeister gesucht worden. 2001 trat ich dort als Küchenleiter und Betriebsleiter ein. Seit 2004 leite ich das Restaurant Kugelmühle in Eigenregie.

Das Restaurant Kugelmühle befindet sich quasi im Gebäudekomplex von FAG ist aber öffentlich zugänglich. Als Weltunternehmen lässt Schaeffler hier auch seine Gäste aus aller Welt bewirten. Was erwarten diese Gäste?
Der angegliederte Tagungsraum ist häufig besetzt mit Gästen aus aller Welt. Schaeffler hat einen sehr hohen Anspruch an seine Produkte und erwartet dies auch von uns bei der Bewirtung seiner Gäste. Innovativ und kreativ wie die Schaeffler-Produkte ist auch unsere Küche. Wir gehen dabei auf Wunsch jederzeit auch auf die gesellschaftlichen oder religiösen Gepflogenheiten dieser Gäste ein, ausschließlich mit frischen Produkten. Der Tagungsraum wie auch das Restaurant sind natürlich auch für die Öffentlichkeit und andere Unternehmen geöffnet.


Auch der Schweinfurter mit gutem Geschmack kommt gerne zu Ihnen. Wie sehr fränkisch ist ihr Lokal?
Ich kann nur jedem empfehlen sich einmal überraschen zu lassen. Es gibt viele Eigenkreationen von mir wie beispielsweise Ochsenschwanz- Kartoffelravioli mit Kürbis süß-sauer oder einen gesottenen Kalbstafelspitz mit grüner Soße. Ganz aktuell auf der Karten habe ich eine ganze gebratene Bauernente, die in zwei Gängen serviert wird. Wir bieten aber auch ganz traditionell fränkisches Gänseessen in vier Gängen an. Als Spezialität bieten wir gefüllte Wachtel mit Portweinsoße an. Natürlich findet man auch Meeresfische, Süßwasserfische und Krustentiere auf unserer Speisekarte. Unsere Desserts bereiten wir mit Kreativität und Sorgfalt zu. Dennoch ist es keine „Schicki-Micki-Küche“, sondern ganz einfach regionale Küche auf hohem Niveau.
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