Oh Mann!

(Foto: privat)

Heute im Interview: Bruno Liszka, Inhaber der gleichnamigen Physiotherapie-Praxis in Stadtlauringen

Herr Liszka, immer mehr Deutsche haben Rückenprobleme. Kann Bewegung helfen?
Auch wenn es paradox klingt: gezielte Bewegung kann zu weniger Rückenschmerz und mehr Lebensqualität führen. Das ist das Ergebnis einer deutschlandweiten Rückenstudie, die jetzt fortgeführt wird. Bereits am 1. September wird die aktive zweimonatige Studienphase eingeläutet, für die noch Teilnehmer mit Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich gesucht werden. Nicht ohne Nutzen für die Probanden. Wir freuen uns sehr, dass von der Studie nicht nur die Wissenschaft profitiert, sondern auch direkt die Rückengesundheit der Teilnehmer.

Wie weit ist das Problem Rückenschmerz verbreitet?
Rückenschmerzen sind weit verbreitet und gelten als die Volkskrankheit Nr. 1 in der Bundesrepublik. Bis zu 85 Prozent aller Menschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben unter Rückenschmerzen – viele sogar chronisch. Ein Problem, über das man nicht hinwegsehen kann. Häufig entstehen Rückenschmerzen durch zu langes Sitzen, Bewegungsmangel und einseitige Tätigkeiten. Das ist eine typische Nebenwirkung unseres Schreibtischalltages. Besonders der untere Rückenbereich – die Lendenwirbelsäule – trägt viel Gewicht und ist oft von Schmerzen betroffen.

Wie kann man dem abhelfen?
Raus aus der Schonung, rein in die Bewegung! Wenn es dann im Rücken zu zwicken beginnt und der Schmerz einsetzt, ziehen sich die Betroffenen gerne zurück und gönnen ihrem – ohnehin schon unter mangelnder Bewegung leidenden – Rücken eine Pause. Das kann ein entscheidender Fehler sein. Zusätzliche Schonung würde langfristig noch Öl ins Feuer gießen und Rückenschmerzen erst richtig aufflammen lassen – das kann der Beginn eines unangenehmen Schmerzteufelskreises sein. Die Erfahrung aus der Physiotherapie zeige, dass adäquate Bewegung diesen Teufelskreis aus wiederkehrenden Schmerzen nachhaltig durchbrechen kann. Durch gezielten Muskelaufbau steigert man nicht nur die Kraft, sondern stabilisiert und entlastet gleichzeitig die Wirbelsäule und nimmt den Druck von der Schmerzstelle. Zusätzlich lösen sich Verspannungen und die Beweglichkeit nimmt wieder zu – und somit nach und nach auch die Lebensqualität.

Wer kann alles bei der neuen Studie mitmachen?
Eine deutschlandweite Untersuchung in dieser Dimension von über 100 Einrichtungen mit 50 Teilnehmern hat es bis dato noch nicht gegeben. Deshalb freuen wir uns sehr, dass eine Organisation von über 1.000 Schmerztherapeuten und Orthopäden (IGOST - Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische/unfallchirurgische und allgemeine Schmerztherapie e. V.) Kooperationspartner dieser Studie ist. Mitmachen dürfen Teilnehmer über 18 Jahre, die in den letzten sechs Monaten kein Krafttraining betrieben haben und unter Schmerzen im unteren Rückenbereich leiden. Nach einer umfassenden Anamnese trainieren sie während der aktiven Studienphase über zwei Monate lang zweimal wöchentlich mit einem individuell angepassten Trainingskonzept nach neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Mit welchen Geräten unterstützen sie die Studie?
Wir legen dabei Wert auf ein hochmodernes Gerätesystem sowie eine enge Trainingsbetreuung durch ein spezialisiertes Team aus Physiotherapeuten und ausgebildeten Trainern, damit auch Rücken-schmerzpatienten sicher trainieren können. Zusätzlich erhalten die Probanden in einem praktischen Erklärvideo nützliche Tipps und Tricks zum richtigen Bewegungsverhalten bei Rückenschmerzen. Außerdem hilft uns ein onlinebasiertes Befragungssystem, das nicht nur physische, sondern auch psychologische Faktoren berücksichtigt. Dazu müssen die Teilnehmer lediglich zu Beginn, in der Mitte und im Anschluss an die aktive Studienphase die wissenschaftlichen Fragen vor Ort im Studio am Computer beantworten. Die Kosten für das zweimonatige wissenschaftlich und physiotherapeutisch betreute Training inklusive Anamnese und Lernvideos betragen für Studienteilnehmer nur 99 Euro. Ob sie für die Studie geeignet sind erfahren Sie bei mir im Studio oder unter www.physioaktiv.de
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