Oh Mann!

(Foto: Fotos: Privat)
[p]Heute im Interview: Achim Kempter, Inhaber/Geschäftsführer des Exotariums in Oberhof[/p]

[b]Was erwartet die Besucher im Exotarium Oberhof und ist der Besuch auch für Kinder empfehlenswert? [/b]
Kinder bekommen sich gar nicht wieder ein und möchten am liebsten schon im Eingangsbereich des Exotarium Oberhof verweilen. Ja, sie sind tatsächlich niedlich, diese Mongolischen Rennmäuse, die das erste Terrarium im größten Reptilien-Zoo Mitteldeutschlands bewohnen. Doch noch bevor die Frage aufkommt, ob man tatsächlich in einem Reptilien-Zoo ist, tut sich bereits eine ganze Welt exotischer, wechselwarmer Tiere auf.

[b]Welche Tiere erwarten den Besucher bei einem Rundgang?[/b]
Schon kurz nach dem Eingang ist der erste Gänsehautmoment perfekt: Man findet sich zwischen handtellergroßen Vogelspinnen und Vertretern der größten Riesenschlangen-Art der Welt wieder. Der Netzpython wird über sechs Meter lang und verschluckt zuweilen Schweine. Für die meisten Kinder ist das ziemlich „cool“. Bei den Riesenvogelspinnen zuckt der ein oder andere Besucher zusammen wenn diese sich bewegen. Spätestens hier wird klar, dass alles hier echt ist. Doch nach dem ersten Schock setzt in der Regel die Faszination über die Schönheit der Tiere ein – mit ihren Farben und Musterungen.

[b]Wie groß ist die Ausstellungsfläche des Reptilien-Zoo‘s und was erwartet den Besucher noch? [/b]
Auf den 650 Quadratmetern warten noch einige Überraschungen: Tödlich giftige Schlangen mit den längsten Giftzähnen im Tierreich, Schaben, die fauchende Geräusche von sich geben, Skorpione oder meterlange Riesenechsen kennt man – wenn überhaupt – nur aus dem Fernsehen. Doch die Reptilien-Welt im Exotarium Oberhof hat noch mehr zu bieten, als schockierende und gefährliche Superlative. Gesellige Bartagamen, die eine eigene Kommunikation entwickelt haben, bringen den Besucher ebenso zum Staunen wie Tarnkünstler, die selbst aus 30 Zentimetern Entfernung nur schwer auszumachen sind. Tollpatschige Chamäleons bringen den Gast zum Schmunzeln und eine Schildkröte bei der Nahrungsaufnahme empfindet mancher „niedlicher“ als ein halbes Dutzend Rennmäuse.

[b]Gibt es neben den Nagern, Reptilien und Insekten noch weitere Tierarten im Exotarium zu besichtigen?[/b]
Nach dem erlebten Wechselbad der Gefühle bei den Reptilien, Spinnen  und Insekten, bietet sich dem Besucher im letzten Teil des Rundgangs die Möglichkeit zur Entspannung bei einem im wahrsten Sinne des Wortes „bunten“ Angebot von Süßwasser-Fischen. Dabei stellen nicht nur die Tiere selbst einen Augenschmaus dar, sondern auch die besonders aufwändig gestalteten Aquarien. „Klasse statt Masse“ heißt hier die Devise.  Den Höhepunkt am Schluss bildet das 20.000 Liter Wasser fassende Amazonas-Becken, das unter anderem Arowanas und Stechrochen beheimatet.

[b]Seit wann gibt es das Exotarium schon?[/b]
Offiziell seit 2000, aber wir als Betreiber beschäftigen uns schon seit 1985 mit dem Thema Terraristik. Durch Gründung einer Arbeitsgemeinschaft Terraristik vergrößerte sich der Freundeskreis und damit auch das Wissen um dieses Hobby beträchtlich. Auch nach dem politischem Umbruch 1989 blieben wir unserem Hobby treu und nutzten natürlich auch die neuen Möglichkeiten zur Verbesserung der Unterbringung der Tiere. Von der Idee zur Gründung des Exotariums bis zur Eröffnung am 28. April 2000 vergingen aber noch mal drei Jahre. Seit dieser Zeit ist der Tierbestand und die Ausstellungsfläche stetig gewachsen. Am 1.Mai 2005 wurde die Aquarienabteilung eröffnet und im August 2005 erhielten wir die Zoo-Genehmigung nach neuer EU-Richtlinie und wurden damit zum modernsten und größten Aquarien-Terrarien- Zoo Mitteldeutschlands.
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