Oh Mann!

(Foto: Foto: privat)

Heute im Interview: Axel Berndt, Fahrlehrer und Inhaber der Fahrschule Plan Berndt aus Gochsheim und Burglauer

Wie lange gibt es die Fahrschule Berndt?
In Greßthal gibt es die Fahrschule seit 2011 und seit 2013 in Gochsheim.

In welchen Führerschein-Klassen bilden Sie aus?
Alle Motorradklassen und PKW. Im Detail; MOFA, M, A1, A2 und A sowie L, B und BE!
Wie läuft die Ausbildung ab?
Der Gesetzgeber schreibt vor wie die Ausbildung in Theorie und Praxis durchgeführt werden muss. Da sind so gut wie keine Variationen möglich. Wir empfehlen aber den Theorieunterricht und die Fahrstunden miteinander zu verknüpfen. Das heißt, wenn einige Theoriestunden besucht wurden, sollte auch mit den Fahrstunden begonnen werden. Diesbezüglich orientieren wir uns aber in erster Linie an den Bedürfnissen unserer Fahrschüler. Es spricht auch nichts dagegen, erst die theoretische Ausbildung abzuschließen und anschließend mit der Praxis zu beginnen. Allerdings muss man dann ein wenig mehr Zeit investieren.

Wie viele Fahrschüler haben Sie schon ausgebildet?
Gute Frage! Da ich darüber keine genaue Statistik führe, kann ich das nicht genau sagen. Grob geschätzt dürften es zwischen 1500 und 2000 sein!
Was sind die häufigsten Fehler, die von Fahranfängern gemacht werden?
Auch diese Frage lässt sich nur schwer und kaum präzise beantworten. Aus meiner Sicht sind es Fehler, die meist aufgrund eigener Überschätzung und Unerfahrenheit begangen werden. In diesem Zusammenhang sollte aber auch erwähnt werden, dass das „begleitete Fahren mit 17“ ganz erheblich zur Sekung der Fehlerquoten bei Anfängern beigetragen hat. An dieser Stelle möchte ich einen herzlichen Dank an alle Mütter, Väter und alle, die sich zum „Begleiten“ bereit erklären aussprechen. Sie alle sind maßgeblich daran beteiligt, dass Ihre „Schützlinge“ zu verantwortungsvollen Fahranfängern und Verkehrsteilnehmern werden.

Was war das lustigste Erlebnis während einer praktischen Führerscheinprüfung?
Ohje, da gibt es sicher mengenweise Storie´s! Ich möchte der Frage eher ausweichen und stattdessen bemerken, dass die Prüfungen in Theorie und Praxis in keiner Weise mehr dem entsprechen, was viele Eltern noch erlebt haben. Heute sind die Anforderung an die Ausbildung und an die Prüfungen erheblich gestiegen. Alleine der Fragenkatalog für die Theorie umfasst mehr als 1000 Fragen und die praktische Prüfung ist auch wesentlich anspruchsvoller geworden.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Als Job möchte ich es nicht gerne bezeichnen. Ich sehe meine Tätigkeit eher als Aufgabe, Fahrschüler auf eine verantwortungsvolle Teilnahme am Straßenverkehr vorzubereiten. Meine Eltern hatten früher schon eine Fahrschule. Ich kenne das Geschäft also seit frühester Jugend. Früher wollte ich den „Job“ nie machen, dachte immer wie wenig anspruchsvoll die Tätigkeit sei. Jetzt habe ich eine ganz andere Sichtweise und verstehe, was es bedeutet und wie wichtig es ist, Fahranfängern nicht nur das „Fahren“ beizugbringen, sondern auch möglichst viel meiner eigenen Erfahrung weiterzugeben.
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