Oh Mann!

(Foto: Foto: privat)

Heute im Interview: Matthias Dietrich (30), neuer Inhaber der Weng-Chun-Kung-Fu-Schule in Schweinfurt, die in diesen Tagen Eröffnung feierte

Herr Dietrich, was fasziniert Sie so sehr am Weng Chun?
Ich war immer auf der Suche nach einem Kampfstil, der Tradition und Effektivität vereint. Den hatte ich damals im Weng Chun Kung Fu gefunden. Das Besondere an dieser Kampfkunst ist die Vereinigung von Einfachheit und Effektivität. Im Weng Chun erlernt man müheloses Kämpfen durch intuitives Beherrschen von Raum und Energie.

Seit wann üben Sie selber diese Kampfkunst aus?
Es war vor fast elf Jahren, als ich das erste Mal die Weng-Chun-Kung-Fu-Schule in Schweinfurt betrat. Bevor ich mit dem Weng Chun Kung Fu anfing, hatte ich bereits viele andere Kampfsportarten ausgeübt. Seit meinem 12. Lebensjahr widmete ich mich dabei unter anderem Kampfsportarten wie Tae-Ki-Do, Karate und Judo.

Woher kommt das Weng Chun Kung Fu?
Das Weng Chun Kung Fu hat einen weitreichenden geschichtlichen Hintergrund. Der Legende nach gelangte der buddhistische Mönch Bodhidharma im 6. Jahrhundert n. Chr. in das chinesische Shaolin Kloster, um dort den Mönchen neben ihrer bereits praktizierten Meditation auch das nötige Körperbewusstsein zu schulen. Dadurch wurde der Grundstein des Kung Fu gelegt. Die Mönche entwickelten diese Kunst über viele Generationen weiter, indem sie diese immer wieder auf ihre Effektivität prüften. Im Süden Chinas wurde ein spezieller Tempel eingerichtet, in dem sich nur die erfahrensten Mönche trafen um ihr Kung Fu zu verbessern. Dieser Tempel bekam den Namen „Weng Chun Dim“, was soviel wie „Halle des immerwährenden Frühlings“ heißt. Als das Shaolin Kloster im 18. Jahrhundert von den chinesischen Mächten zerstört wurde, konnte das Weng Chun, meist nur noch im geheimen Familienkreis über mehrere Generationen weitergegeben werden. In Deutschland sorgte Andreas Hoffmann, der das Weng Chun direkt von Großmeister Wai Yan in Hongkong lernte, für die Verbreitung.

Wer hat die Weng-Chun-Kung-Fu-Schule in Schweinfurt gegründet?
Im Jahr 2005 gründete mein Meister, Matthias Cebula die Weng Chun Schule in Schweinfurt. Sifu Matthias Cebula erlernte das Weng Chun direkt von Großmeister Andreas Hoffmann. Das Schöne an unserer Kampfkunst ist, dass wir einen ununterbrochenen Stammbaum bis zu Abt Chi Sim aus dem Shaolin-Kloster haben. Als ich selber 2013 zum Meister ernannt wurde, wurde diese nahtlose Linie direkt an mich weitergegeben. Mein Meister Matthias Cebula wird jedoch nicht ganz von der Bildfläche verschwinden. Neben seiner Berufung als Heilpraktiker, der er schon seit vielen erfolgreichen Jahren in seiner Praxis in Bamberg nachgeht, wird er unserer Weng Chun Schule weiter als Mentor für besondere Anlässe wie z.B. Schülergradprüfungen oder auch Seminare, zur Seite stehen.

Was bedeutet die Übernahme der Kung Fu Schule für Sie?
Schon als kleines Kind träumte ich davon, in meiner eigenen Schule Kampfkunst zu unterrichten. Für mich wird deshalb mit der Eröffnung meiner eigenen Kampfkunstschule ein Traum wahr. Dabei möchte ich mich vor Allem bei meinem Meister Matthias Cebula für die wunderbare Ausbildung im Weng Chun bedanken. Dass mir mein Meister das Vertrauen schenkt und mir seine Schule überlässt ist wohl die größte Ehre, die einem Kampfkünstler zuteil werden kann. In der Geschichte von Kung Fu ist es nicht unüblich, dass ein Schüler nach seiner Ernennung zum Meister seinen eigenen Weg geht und selbst eine Schule eröffnet. Als etwas Besonderes kann es allerdings angesehen werden, wenn diese Schule die des eigenen Meisters ist.

Muss man Vorkenntnisse mitbringen um das Weng Chun zu erlernen?
Der Einstieg in unserer Weng Chun Schule ist jederzeit und ohne Vorkenntnisse möglich. Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfsportarten muss man für das Weng Chun nicht besonders sportlich sein oder über einen muskulösen Körperbau verfügen. Nicht zuletzt eignet sich das Weng Chun deshalb auch für Frauen oder Kinder. Weitere Einzelheiten finden Sie auf unserer Homepage: www.wengchun-schweinfurt.de
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