Karl Hagedorn – eine neue Verbindung von Technik und Mensch

Das Foto zeigt von links: Johannes Rieger (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Schweinfurt), Antonia Lindner M. A. (Galerie Bode), Adolf Lutz (Kurator Sparkasse Schweinfurt) (Foto: Sparkasse Schweinfurt)
Arbeiten von Karl Hagedorn sind ab Mittwoch, 18. Januar, in der Sparkassengalerie am Roßmarkt zu sehen.
In die Ausstellung führte Antonia Lindner M. A., Galerie Bode, Nürnberg, ein.

Karl Hagedorn wurde 1922 in Güntersberge im Harz geboren. Von 1953 bis 1959 lebte er in Augsburg uns studierte ab 1956 an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1959 zog er in die USA. Bis 1972 lebte er in Saint Paul, Minnesota. Er arbeitete als Illustrator und Grafiker. Ab 1960 unterrichtete er am St. Paul Art Center. In dieser Zeit entstanden Entwürfe für farbige Glasfenster. Von 1962 bis 1965 war er künstlerischer Leiter des Catholic Digest und von 1971 bis 1972 wurde er für eine Lehrtätigkeit an die Hamline University in St. Paul berufen. Anschließend reiste er 1972/73 für ein halbes Jahr durch Europa, bevor er nach New York umsiedelte. Ab 1998 lebte und arbeitete Karl Hagedorn in Philadelphia, wo er im Oktober 2005 verstarb.

Die Begriffe „Mensch“ und „Maschine“ bilden gleichermaßen den zentralen Werkinhalt in Karl Hagedorns Malerei. Seine Überlegungen zu diesem eigentlich literarisch-philosophischen Thema basieren auf einer breiten Grundlage. Parallel zu einer zunächst zeichnerischen Auseinandersetzung mit dem Portrait entwickelte Hagedorn bereits früh eine interessierte Haltung zu technischen Prozessen.

Eine erste Begegnung im Jahre 1953 mit den Arbeiten zeitgenössischer Künstler und den Werken der europäischen Moderne, insbesondere mit der künstlerischen Position Fernand Légers, sollte nachhaltigen Einfluss auf die weitere Arbeit Hagedorns nehmen. Vor allem einigte sich in der Einsicht in diese Standpunkte die eigene Begeisterung für das Menschenbild einerseits und für den technischen Fortschritt andererseits mit dem künstlerischen Ausdruck der Moderne.

Nach seiner Emigration in die USA im Jahr 1959 entwickelte Hagedorn seine inhaltlichen Ausgangspunkte weiter und erzielte letztendlich ein organisch-abstraktes Formenrepertoire, woraus er seine künftigen Bildkompositionen schöpfte.

Werke von Karl Hagedorn befinden sich heute in zahlreichen Sammlungen und Museen in Europa und den USA, beispielsweise im Goethe-Institut New York, im Walker Art Center, Minneapolis, im Philadelphia Museum of Arts oder im Neuen Museum Nürnberg.

Die Ausstellung in der Sparkassengalerie am Roßmarkt, Schweinfurt, ist bis 24. März 2017 zu sehen. Sie ist Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 18 Uhr und am Freitag von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
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