Chefwechsel bei SKF in Deutschland - Symbolische Schlüsselübergabe von Manfred Neubert an Martin Johannsmann

Gelungene Schlüsselübergabe in der Rathausdiele – v.l. Wolfgang Gollbach, Manfred E. Neubert, Petra Leube, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Martin Johannsmann, Monika Remelé und Norbert Völkl (Foto: SKF)
Manfred E. Neubert, der Vorsitzende der Geschäftsführung der SKF GmbH, wurde bei einer Feierstunde in der Schweinfurter Rathausdiele in den Ruhestand verabschiedet. Rund 80 geladene Gäste, darunter neben SKF Kollegen auch Vertreter aus Politik, Industrie, Wirtschaft und Verbänden, waren dabei, als Neubert symbolhaft die Schlüsselgewalt an seinen Nachfolger Martin Johannsmann übergab.

Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé würdigte das Wirken Neuberts in der Wälzlagerstadt. Die Zusammenarbeit sei in den neun Jahren stets sehr vertrauensvoll und erfolgreich gewesen. Speziell das SKF Engagement im Schweinfurter Nachsommer sei Neubert ein Herzensanliegen gewesen. Remelé zeige sich überzeugt, dass sich auch das „Nordlicht“ Johannsmann sehr schnell in Franken akklimatisieren wird – genauso wie es Neubert getan hat. „Er kam als Fremder, und ging als Freund sowie Wahl- und Bekenntnis-Schweinfurter“, formulierte Remelé. Als Dank und zur Erinnerung überreichte der OB dem scheidenden Manager eine Goldmünze mit Reichsadler. Sie wurde bislang erst zweimal verliehen.

Für die SKF Geschäftsführung sprach Wolfgang Gollbach, ein Weggefährte Neuberts vom ersten Schweinfurter Tag an. Neubert habe seitdem das Unternehmen nach innen und außen weiterentwickelt und sei ein erfolgreicher Vertreter der deutschen Interessen im SKF Konzern gewesen. Dafür stehen die vielen Investitionen, die während seiner Ära vor allem nach Schweinfurt geflossen sind.

Das unterstrich auch Betriebsratsvorsitzender Norbert Völkl. Neubert habe den Standort nachhaltig geprägt und die Position Schweinfurts als „Power-Standort“ gefestigt. Beispielhaft sei die Flexibilisierungsvereinbarung, die Unternehmen und Arbeitnehmervertreter gemeinsam in Folge der Finanzkrise gefunden haben.
Neubert war aber auch ehrenamtlich tätig, hob Michael Bischof hervor, der Geschäftsführer der unterfränkischen Arbeitgeberverbände in der Metallindustrie. Neubert sei das Gesicht von BayMe und vbm in Unterfranken gewesen und hat auch bayernweit an vielen Entscheidungsprozessen mitgewirkt.

Manfred Neubert lobte in seiner Dankes- und Abschiedsrede die globale Kultur der SKF und die lösungsorientierte Zusammenarbeit mit den Betriebsräten. Beeindruckt zeigte er sich von der Entwicklung Schweinfurts seit den 1990er Jahren von der Krisen- zu einer lebendigen, wirtschaftlich starken Modellregion, die allen Grund zum Optimismus habe.
Die Schlussworte sprach Martin Johannsmann, der sich auf seine neue Aufgabe freut. Die Schweinfurter hätten einen starken Gestaltungswillen. Die neuen Investitionen, die auch durch die Arbeit von Manfred Neubert möglich geworden sind, schaffen eine hervorragende Ausgangsposition, sich im globalen internen wie externen Wettbewerb zu behaupten.

Manfred Neubert kam 2007 als Nachfolger von Christer Gyberg nach Schweinfurt. Mit heute 63 Jahren geht er in den Ruhestand, den er vor allem in Berlin verbringen will. Der 53-jährige Martin Johannsmann war bisher Sprecher der Geschäftsführung der SKF Marine GmbH in Hamburg.
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