Zwei Schnatterer Standards besiegeln Würzburger Niederlage

Symbolisch für das spiel: Würzburgs Soriano am Boden, Heidenheim obenauf.
Die Würzburger Kickers warten weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg im Jahr 2017. Auch im dritten Spiel in Folge, gegen den 1. FC Heidenheim, gelang ihnen kein Dreier, im Gegenteil, es setzte eine 0:2 Heimniederlage.
Es war ein glanzloses Spiel, dass die 8569 Zuschauer in der Flyeralarm-Arena sahen. Ein Spiel der Kategorie abhacken und schnell vergessen. Schnell zeigte sich, Heidenheim spielte auf Torraumsicherung und setzte auf Konter. Würzburg fand keinen Überraschungsmoment, und so entwickelte sich ein Spiel das im Mittelfeld stattfand und von vielen Fehlpässen und Nicklichkeiten geprägt war.
Würzburgs Flügelflitzer Daghfous stand zwar in der Startformation, dem Deutsch-Tunesier merkte man aber an, dass er noch nicht hundertprozentig fit ist. So stand Eli Soriano wieder einmal allein auf weiter Flur, denn auch Junior Diaz blieb weit unter Form. Trainer Hollerbach schickte bereits in der 30. Minute Peter Kurzweg zum aufwärmen. Der Ex-Münchner ersetzte den Nationalspieler Costa Ricas in der 46. Minute. Aber auch Kurzweg wie auch der wenig später für Daghfous eingewechselte Marco Königs waren nicht in der Lage Akzente nach vorne zu setzen. Die Offensive der Würzburger hatte sich an diesem Nachmittag eine Auszeit genommen.
Wäre weis, wie es gelaufen wäre, wäre der Schuss von Tobias Schröck (71.) in das Heidenheimer Gehäuse. Schröck zielte jedoch bei Würzburgs einziger Torchance zu genau und traf die Latte.
In der 80. Minute gibt Schiedsrichter Benedikt Kempes Ecke für Heidenheim. Kann der erste Eckball gerade noch geklärt werden findet die zweite Ecke ihren Vollstrecker. Schnatterer bringt die Kugel nach innen, acht Würzburger schauen gebannt zu und Timo Beermann bedankt sich für das Geschenk. Heidenheim führt. Drei Minuten später der nächste Standard für Heidenheim. Diesmal gibt es Freistoß auf halbrechter Position. Schnatterer führt erneut aus und diesmal ist es Tim Kleindienst der unbedrängt zum 0:2 einköpfen kann. Bei diesem Treffer machte auch Robert Wulnikowski, der am Samstagvormittag seinen Vertrag für ein weiteres Jahr verlängert hatte, keine gute Figur.
Für Trainer Bernd Hollerbach war nicht erst zu diesem Zeitpunkt der Tag gelaufen. Wie seine Gemütsverfassung war zeigt der Gang in den Kabinentrakt. Kein Interview, kein Gruß in den Block 1, dafür aber versteinerte Miene.
Am kommenden Samstag müssen die Rothosen nach Bochum reisen. Nicht dabei werden dann Junior Diaz und Sebastian Neumann sein, die gelbgesperrt sind.
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