Zur Grünen Woche in Berlin zeigte der landwirtschaftliche Betrieb Klenkert moderne Tierhaltung

Franziska Klenkert ist Landwirtschaftsmeisterin und stellvertretende Kreisbäuerin. Auf dem Hof der Klenkerts in Ettleben demonstrierte sie die Zufriedenheit ihrer Rinder sozusagen „hautnah“. Viee ihrer Tiere haben sogar einen eigenen Namen. (Foto: Daniel Wiener)
 
Beim Stallgespräch im landwirtschaftlichen Betrieb Klenkert in Ettleben (v. li.): Kreisobmann Michael Reck, Franziska Klenkert, Kreisbäuerin Barbara Göpfert, Wernecks Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl und Hubert Klenkert. (Foto: Daniel Wiener)
Die derzeit laufende Grüne Woche in Berlin war Anlass für den bayerischen Bauernverband auch in der Region vor Ort hinter die Kulissen blicken zu lassen, wie moderne Landwirtschaft funktioniert. Beispielhaft für die Rinderzucht im Landkreis Schweinfurt wurde dazu der Bauernhof Klenkert in Ettleben. Schon viele Jahre bietet der Bauernverband Pressevertretern anlässlich der Grünen Woche die Möglichkeit an, sich auf immer wechselnden landwirt-schaftlichen Gehöften umzusehen."Wir müssen leider Imagepflege betreiben, da immer wieder massive Negativberichterstattung unseren Ruf schädigt“, führt der örtliche BBV-Geschäftsführer Manfred Kraus an. Kreisobmann Michael Reck ergänzt, dass hier weit über gesetzliche Vorgaben hinaus Rinderzucht betrieben wird. Und im Stall der Familie Klenkert spürt man, dass hier nicht für die Presse schnell was hergerichtet wurde. Die Zu- friedenheit der Tiere würde sich nicht auf Knopfdruck herstellen lassen. Die junge Land- wirtschaftsmeisterin Franziska Klenkert ergänzt, dass es auch viel Freude bereite, an einer nachhaltigen und gesunden Nahrungskette mitzuwirken. Weil die Zuchtbedingungen allerorten in Ordnung sind, sei dies auch nicht das Problem der Rinderhalter, sagt Reck, es sei viel mehr die Wirtschaftlichkeit. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Rinderbestand in der Gemeinde Werneck mit rund 1000 Stück in den vergangenen 40 Jahren zwar annähernd gleich geblieben ist, diese aber nicht mehr von 30, sondern nur noch von drei Landwirten gehalten werden. Mehr als die Hälfte davon zieht der Betrieb von Hubert Klenkert auf. Allein 270 Plätze sind den Kälbern vorbehalten.
Die Viehzucht nimmt gerade auch in Bayern immer noch einen recht hohen Stellenwert ein. So sind rund 13 Prozent aller Erwärbstätigen in Bereichen tätig, die unmittelbar mit der Landwirtschaft zusammen hängen. .
Insgesamt gibt es in Bayern noch rund 110.000 landwirtschaftliche Betriebe, davon 1.120 im Landkreis Schweinfurt. Die Vergleichzahlen zeigen, dass der Rinderbestand im Landkreis Schweinfurt von knapp 50.000 im Jahre 1974 auf 14.720 im abgelaufenen Jahr zurück gegangen ist.
Die bayerischen Rindermastbetriebe legen nicht nur bei der Unterbringung großen Wert auf einen gewissen Komfort, auch bei der Ernährung wird genau auf die Zusammensetzung geachtet. Die Klenkerts bauen ihren Silomais ebenso selber an, wie Zuckerrüben und Qualitätsweizen.
Zur Imagepflege hat der BBV auch die Kampagne „Für alle nah – Unsere bayerischen Bauern“ ins Leben gerufen. Ziel des neuen Vereins ist es, die bayerische Land- und Forst-wirtschaft sowie Fischerei in ihrer ganzen Vielfalt vorzustellen und die Gesichter der Erzeuger in den Fokus zu rücken.
Für die groß angelegte Image-Kampagne haben Bauern aus ganz Bayern ihre Hoftore geöffnet und geben Einblicke in ihre tägliche Arbeit. Die Kampagne deckt alle landwirtschaftlichen Bereiche ab und erklärt – unterhaltsam und kompakt aufbereitet –, wie sie funktionieren. Auf der Website www.unsere-bauern.de, auf dem Facebook- sowie dem Instagram-Kanal des Vereins finden die Besucher Porträts der Landwirte, leckere Rezepte und erfahren alles Wissenswerte rund um die bayerische Landwirtschaft. Darüber hinaus informiert das Portal in einem Veranstaltungskalender aktuell über regionale Ereignisse, Seminare und vieles mehr..
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