Zum Feiertag am 3. Oktober: Familie Erhards Erfolgsgeschichte findet in einem weiteren Buch Fortsetzung – Die Deutsche Einheit näher bringen

vl. Elke, Andreas, Manuel Erhard.JPG (Foto: Privatfoto)
n Üchtelhausen (red). Familie Elke, Andreas und Manuel Erhard aus Üchtelhausen gestaltet seit Jahrzehnten die deutsche Einheit, damit zusammenwächst was zusammengehört. Ihr 20. Buch ist eine neue Dokumentation zum DDR-Grenzgebiet und wurde von ihnen vor kurzem auf den Markt gebracht.
Eigentlich wollten die Erhards im Dezember 1989 nur mal schauen. Die Grenzen in die DDR waren geöffnet worden und für den Bundesbürger glich die Fahrt in das neue Land einer Abenteuerreise.
Bereits zu dieser Zeit stand die Absicht der Familie Erhard fest, man wollte Mitgestalten an der sich abzeichneten deutschen Wiedervereinigung. Wie dieses Mitgestalten und noch dazu mittels bürgerschaftlichen Engagements in der Praxis gehen sollte, das stand noch in den Sternen.
Die 1990er Jahre waren seinerzeit von Goldgräberstimmung und Einheitseuphorie in den neuen Bundesländern geprägt. Das spürte die Familie Erhard nur zu oft, bürgerschaftliches Engagement und noch dazu ohne Förder- bzw. Steuergeldverlangen, das konnten die Normalbürger aber ganz besonderes die politischen Entscheidungsträger damals wie heute überhaupt nicht verstehen. Familie Erhard ist in den vergangenen Jahrzehnten ihrer Linie gefolgt und hat nicht aufgegeben sich für das Zusammenwachsen von ost und west einzusetzen. Unzählige Projekte und Initiativen werden seither bis zum heutigen Tag eigenverantwortlich initiiert und umgesetzt. Der Schwerpunkt liegt hierbei bei der Vermittlung der Deutschen Einheit sowie der Denkmalpflege an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Staatliche Fördergeld-/Steuergeldleistungen nehmen die Erhards für ihre umfänglichen und länderübergreifenden Initiativen keine in Anspruch. Längst gilt daher ihr bürgerschaftliches Engagement um die gelebte Deutsche Einheit als bundesweit einmalig.
In- und ausländische Fernsehsender, wie z.B. ARTE, ZDF, das Bayerische Fernsehen, Mitteldeutsches Fernsehen sowie Servus TV Österreich dokumentierten daher bereits das umfängliche Lebenswerk der Familie Erhard.
Die Liste der vielschichtigen Förderprojekte der Erhards ist nicht mit wenigen Zeilen abzuhandeln. Zu den erfolgreichsten Initiativen zählt sicherlich die Realisierung des Deutsch-deutschen Freilandmuseums mit Mahn- Gedenkstätte bei Behrungen, die Erhaltung und Erforschung der Grenzdenkmale bei Gompertshausen, Berkach, Schweikershausen und Görsdorf. Auch dem Naturschutzgedanken ist Familie Erhard immer verbunden, In der Nähe von Bad Colberg realisierte sie in einer, dem Abriss preisgegebenen Grenzturmruine ein Artenschutz-, Forschungs- und Fledermauszentrum. Im Rahmen der Denkmalforschung publiziert Familie Erhard in regelmäßigen Abständen sehr erfolgreich Buchdokumentationen zur Grenzthematik, ein Kriminalroman sowie ein Kinderbuch kam ebenfalls auf den Markt.
Seit 1999 regt Familie Erhard bei allen Städten und Gemeinden im Bundesgebiet an, eine Brücke oder Platz nach der deutschen Einheit zu benennen. Im Jahr 2003 wurde durch Familie Erhard die länderübergreifende „Erlebnisstraße der deutschen Einheit“ ausgearbeitet und realisiert. Zahlreiche Bilderausstellungen und Vortragsreihen zur deutschen Einheit für Schulklassen wurden entwickelt und kostenfrei weitergegeben. Innerhalb der Denkmalpflege an der ehemaligen innerdeutschen Grenze wurde die Grenzlandbildsstelle mit Archiv sowie eine Grenzlanddatenbank initiiert. Zu ihren bedeutsamsten zeithistorischen Forschungsprojekten in Thüringen zählen u.a. die Übungs- und Lehrgrenze der DDR-Grenztruppen bei Eisenach, die Muster und Schulungsgrenze bei Römhild sowie die Feldwache des Kommandos Grenze der NVA bei Behrungen. Alle diese in der Landesgeschichte Thüringens bedeutsamen Gesamtareale wurden von Familie Erhard entdeckt, erforscht und stehen heute unter staatlichen archäologischen Denkmalschutz. Weitere umfängliche Denkmalforschungen zu den baulichen Zeugnissen der Teilungsgeschichte werden seit Jahrzehnten langwierig durchgeführt, die erarbeiteten Forschungsergebnisse sind in Papier oder digitaler Form veröffentlicht.
Nicht zuletzt geht die Denkmalsparte „Bodendenkmale mit Bezug zur innerdeutschen Grenze“ in Thüringen auf das Wirken der Familie Erhard zurück.
Seit Jahren werden bundesweit Seminare zum Grünen Band und der Erinnerungskultur an der ehemaligen Grenze von Familie Erhard ausgearbeitet und in Kooperation zu weiteren Bildungsträgern, wie z.B. Universitäten und Bildungsstiftungen bundesweit angeboten.
Zu einem der erfolgreichsten Projekte der letzten Jahre zählt die Idee und Widmung der „Rose der Einheit“. Diese hat bereits in zahlreichen privaten und öffentlichen Gärten und Anlagen bundes- und europaweit ihren Ehrenplatz bekommen.

Buchvorstellung
Das Grenzgebiet der Deutschen Demokratischen Republik
-Forschungsscherpunkt Sperrzone-
ISBN: 978-3-9815712-6-4
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