Wohnungspolitische Gespräche in Schweinfurt

SWG Wohnanlage am Bergl. (Foto: SWG)
Die Arbeitsgemeinschaft Schweinfurter Wohnungsunternehmen ist eine Interessenvertretung Schweinfurter Wohnungsunternehmen unter dem Dach des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen e.V. Der Arbeitsgemeinschaft gehören der Bauverein Schweinfurt eG, die Eisenbahner-Baugenossenschaft Schweinfurt eG, die Postbaugenossenschaft Schweinfurt eG und die Stadt- und Wohnbau GmbH Schweinfurt an. Die Mitgliedsunternehmen repräsentieren einen Bestand von ca. 8.000 Wohnungen in Schweinfurt.Bei den jüngsten wohnungspolitischen Gesprächen referierte Matthias Noll von der unterfränkischen Regierung über die Wohnraumförderungssituation in Bayern. Er führte aus, dass bis Ende 2019 noch Fördermittel zu vergeben seien. Insgesamt seien für das Programm (seit Oktober 2015) 2,6 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt worden. Das Förderprogramm gliedere sich in drei Säulen, wobei die dritte Säule für die hier anwesenden Wohnungsunternehmen relevant sei. Weiterhin erläuterte Noll, dass die Einkommenshöchstgrenze (EOF) bedeutend angehoben würde.
Michael Fischer von der Treuhandstelle für Wohnungsunternehmen in Bayern referierte anschließend zur Bedeutung des Datenschutzes. Bezugnehmend auf das Inkrafttreten des EU-Datenschutzgrundverordnung ab Mai 2018, unterstreicht er die Dringlichkeit der Einhaltung. Da Wohnungsunternehmen mit personenbezogenen Daten arbeiten, sei hier besondere Umsicht walten zu lassen.
Thomas Kästner, Geschäftsführer der Stadtwerke Schweinfurt GmbH gab darauf einen Überblick zum Thema Elektromobilität und die hierzu erforderliche Infrastruktur. In Schweinfurt seien die Leitungsquerschnitte auf Grund des hohen Strombedarfs der ortsansässigen Industrie, ausreichend, um auch im größeren Umfang Elektromobilität zu ermöglichen. Auch informiert Kästner, dass die Stadtwerke nun vermehrt auf Submetering (intelligente Messsysteme) im Bereich der Betriebskostenabrechnung setzen würden.

„Lebenswerte Stadtentwicklung Schweinfurt“ war das Thema von Ralf Brettin, Baureferent und berufsmäßiger Stadtrat der Stadt Schweinfurt. Brettin stellte anstehende Bauprojekte wie die Sanierung des Stadttheaters, die Umgestaltung des Kulturforums Martin-Luther-Platz, die Neugestaltung des Stadteingangs Maxbrücke, die Konversionen Ledward Barracks und Askren Manor sowie das Thema der Parkierung rund um das Leopoldina Krankenhaus vor. Weiter ging er auf die mögliche Bewerbung der Stadt Schweinfurt für die Landesgartenschau 2026 ein. Brettins Ausführungen verdeutlichen, dass die vorgestellten baulichen Entwicklungen ein entscheidender Faktor bei der Attraktivitätssteigerung der Stadt sind.

Abschließend erläuterte Hans Maier aktuelle wohnungswirtschaftliche und wohnungspolitische Entwicklungen. Maier thematisierte unterschiedlichste Bereiche der Wohnungswirtschaft in Bayern. Hierbei gebe es große regionale Unterschiede. Gemein sei allen Unternehmen jedoch, dass die Immobilienwirtschaft langfristige Planung voraussetze. Diesbezüglich spricht er sich ganz besonders für die Dringlichkeit der langfristigen Ausrichtung von Fördergeldern aus.
Zum Schluss der Veranstaltung dankte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Alexander Förster, dem ausscheidenden Vorstand der Eisenbahnergenossenschaft Schweinfurt eG, Klaus Lorch, für seine über 32-jährige Tätigkeit und wünschte ihm und seiner Familie alles Gute für den nun beginnenden Lebensabschnitt.
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