Wernschiffer in Höchstform: Die Tanzgarde belebte die Sitzung der Wernschiffer wieder mit Schwung und Elan

  Niederwerrn (hf). „Wenn`s Zwerchfell kracht, is Niederwerrner Fasenacht“, so lautet das Motto der Wernschiffer Elf, die heuer in ihre 34. Faschingssaison geht. Gesellschaftspräsident Hans-Karl Wedler begrüßte die fröhliche Narrenschar im vollbesetzten Gemeindezentrum von Niederwerrn und in einem Videobeitrag auf der großen Leinwand konnten alle Narren noch einmal den Rathaussturm der Wernschiffer Elf nacherleben. Mit euphorischem Klatschen begrüßte das Publikum stehend den Einzug des Elferrats, an der Spitze das Dreigestirn: die neue Sitzungspräsidentin Lena Rau, sowie Sitzungspräsident Alexander Schäfer und Stellvertretender Sitzungspräsident Michael Negwer, die souverän durch die erste Prunksitzung führten.Schlag auf Schlag ging´s jetzt los mit einem abwechslungsreichen und spritzigen Programm, an Tänzen, Büttenreden und Sketchen, als die Sitzungspräsidentin Lena Rau die Bühne freigab.
Mit einem Kindermarschtanz stimmte die putzige Kindergarde den ganzen Saal erst einmal richtig ein, bevor dann Nachwuchs-Büttenrednerin Anna-Lena Zeidler über den lästigen Stress einer Gardetänzerin aufklärte. Die Minishow Tanzgruppe führte das Publikum zu Alice im Wunderland. Hannes erzählte von seinen komischen Kurerlebnissen und dem Ärger mit Schwimmnudel und der Klobürste. Artistische und akrobatische Turnübungen mit Trampolin und Kasten, vorgeführt von den Turnmädels des TV Jahn Schweinfurt, ließ die Gäste staunen. Humorvoll erinnerte Manfred Stark, bekannt von der Schwarzen Elf, was früher dem Metzger aus Üchtelstücht bei einer Hausschlachtung passierte.
Amüsant präsentieren zwei Niederwerrner Gemeindearbeiter, der Chef und sein Lehrling ihre nicht zu unterschätzende Arbeit am Klohäusle in Niederwerrn. Tanzmariechen Selina Günzel, trainiert von ihrer Mutter, begeisterte mit Räderschlagen und Spagat das erstaunte Publikum.
Gute Nachwuchsarbeit wird im Verein geleistet, wie man an den rassigen Tänzen der vielen großen und kleinen Garden mit ihren glänzenden und fantasievollen Kostümen sieht, die stets zwischen den Büttenreden für Bewegung und Schwung in der fast fünfstündigen Sitzung sorgten. Dafür wurden auch die Trainerinnen gelobt und mit dem Faschingsorden, einem Schal versehen, ebenso die Mitarbeiter hinter den Kulissen wurden auf die Bühne gebeten, sowie die Sponsoren ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchzuführen wäre. Die Musikband „Klabautermänner“ heizte den Saal zwischendurch immer wieder ein und animierte zum Mitsingen.
Lena Rau, die Sitzungspräsidentin ließ sich über die Generation Internet aus, die dort bei Parship und ElitePartner auf der Suche nach einem Lebensgefährten und Traumpartner sind und stellte fest: „Ja Männern ist alles wurscht, sie denken primitiv an Bier und Durst, wir trinken auf die Männer, die wir lieben und auf die „Penner“, die wir kriegen“.
Die Tanzgarde belebte die Sitzung wieder mit Schwung und Elan, bevor Bruder Erasmus, der „Zöli- Pater“, alias Gesellschaftspräsident Hans Karl Wedler, verschiedene Themen aufs Korn nahm und bei der Politik orakelte,dass die Bildung einer neuen Regierung wahrscheinlich erst bei der Eröffnung des Berliner Flughafens zustande kommen wird, ein drittes Geschlecht alleine zum Standesamt könne, da er ja sowohl Mann, als auch Frau sei und alle Frauen warnte er vor dem geplanten Freudenhaus am Hainig, ob sie denn auch wüssten, dass der Obi schon einige Jahre geschlossen sei, falls ihre Männer vorgäben, dorthin zu müssen.
Fetzig, gekonnt und mitreißend fegte die gemischte Showtanzgruppe über die Bühne und nahm die Zuschauer zu einer Zeitreise durch die Songs und Schlager der 80- und 90iger Jahre.
Der Showdown zwischen US-Präsident Trump, seinem Verwandten und Nordkoreas Staatsführer Kim Jong-un, vorgetragen von „Urstoff“ war ein echtes Highlight und strapazierte die Lachmuskeln der gut aufgelegten Narrenschar.
Ein echter Höhepunkt am Ende der Sitzung war der Auftritt des Männerballetts mit Lady Gaga. Als Superbowler, in den Trikots der Schweinfurter Gladiators, rockten sie die Bühne und als Cheerleader mit ihren „Staubwedeln“ animierten sie das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen und „Zugaberufen“ hin. Ein gelungene Faschingssitzung der Wernschiffer Elf, an der fast zweihundert Akteure beteiligt waren, ging zu Ende und ihr Schiff, die „MS Werna“, auf dem die Elferräte saßen, hatte ihr Ziel erreicht. 
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