Von Frau zu Frau

Lucia von Fürstenberg-Maoz (Foto: Foto: Deutsche Bahn)

Heute im Interview: Yoga-Expertin Lucia von Fürstenberg-Maoz. Sie zeigt Bahnreisenden die richtigen Entspannungsübungen

Frau von Fürstenberg-Maoz, Sie bieten Bahnreisenden die entsprechenden Entspannungsübungen an. Wie haben Sie selbst zu Yoga gefunden?

Ich habe meine Yogalehrerausbildung 2011 bei“Spirit Yoga“ absolviert. Die Frage nach dem „wer bin ich“ und das Interesse für die unsichtbaren Ebenen des Lebens führten mich über das Schauspiel- sowie Psychologiestudium schließlich zum Yoga und werden nun noch weiter erforscht in meiner derzeitigen Ausbildung zur Astrologin. Seit Mai 2015 habe ich die Erlaubnis zur Heilpraktikerin für Psychotherapie. Neben dem Angebot für Bahnreisende biete ich in meiner Berliner Praxis natürlich noch viele weitere Kurse an, über die meine Homepage Auskunft gibt.

Was macht den Erfolg von Yoga aus?

Yoga bedeutet für mich, bei sich selbst anzudocken, um herauszufinden, was für einen wirklich zählt im Leben und sich von alten, beengenden Verhaltens- und Gedankenmustern zu lösen, um das ganze Spektrum an Vielfalt im Leben wahrzunehmen. Das Drama des Schauspiels und die innere Ruhe im Yoga versuche ich in meinem Leben immer wieder auszuloten, so dass ein stimmiger Mittelweg entsteht.


Wie ist es zur Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn gekommen?



Um Stress zu vermeiden, setzen viele Familien beim Sommerurlaub auf die Bahn. Denn im Zug haben große und kleine Urlauber viel Bewegungsfreiheit. Diese lässt sich vielseitig nutzen – zum Beispiel mit Yoga. Wer mit kleinen Energiebündeln in den Urlaub fährt, weiß: Je weniger Action, desto kürzer werden die Abstände zwischen den „Sind wir bald da?“-Anfragen. Nach permanent quengelnden Kindern (59 Prozent), sind fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten (53 Prozent) und mangelnde Bewegungsfreiheit (39 Prozent) die Stress-Themen Nummer eins für Eltern, die mit ihren unter 10-jährigen Kindern verreisen.

Worauf stützen sich ihre Erkenntnisse?

Das ergab eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Bahn. Kinder haben einen ganz natürlichen, spielerischen Zugang zu den Bewegungsabläufen beim Yoga. Die Übungen machen Spaß und helfen ihnen dabei, in angespannten Reisesituationen ihre Balance zu finden. Das funktioniert auch umgekehrt: Während sich überdrehte Kinder beruhigen, muntert Yoga müde Reisende wieder auf.

Können Sie unseren Lesern einige Kurztipps zur Entspannung geben?

Wer alles dabei haben will, hat auch einiges zu tragen. Durch gezielte Drehbewegungen wird die Muskulatur im Einklang mit dem Atem massiert. Die seitliche Dehnung, eine „Tadasana“-Variation, öffnet hingegen die Flanken und dehnt die Lungen. Dadurch wird der Atem noch tiefer und ruhiger – und verleiht großen und kleinen Reisenden die perfekte Leichtigkeit für den Sommerurlaub. Von denjenigen, die sich im Stehen dehnen, ist bei der nächsten Kurve außerdem Körper-Balance gefragt. Kurz vor dem Ziel heißt es: Arme ausstrecken! Das anschließende Verknoten macht den Kleinen nicht nur besonders Spaß, es öffnet auch den Rückenraum und lockert so verspannte Schultern und Nacken.
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