Von Frau zu Frau

Heute im Interview: Ursula Gassmann-Dibal, Präsidentin des Rotary Club Schweinfurt-Peterstirn

Frau Gassmann-Dibal. Ihre Zeit als Präsidentin des Schweinfurter Rotary-Clubs neigt sich langsam dem Ende entgegen. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Es geht wahnsinnig schnell vorbei, weil die Präsidentschaft nur ein Jahr dauert. Trotzdem ist es überraschend, wieviel der Rotary Club so über das Jahr gesehen leistet. Das sind neben den Treffen mit befreundeten Clubs in erster Linie natürlich die wohltätigen Aktionen, die oft unbemerkt von der Öffentlichkeit über die Bühne gehen, obwohl wir nur 30 Mitglieder sind.

In diesem Interview sollen Sie die Möglichkeit haben darüber zu sprechen.
Ziel ist laut Vereinsstatut das selbstlose Dienen und die Förderung der menschlichen Werte. Diese geben wir auf unseren Treffen weiter. Aber auch finanziell unterstützen wir Projekte. Maltherapien für krebskranke Kinder etwa oder auch Unterstützungen für die Palliativstation. Rund 20 Projekte werden auf diese Weise gefördert.

Was sind die wichtigsten Einnahmequellen?
Das ist zum größten Teil der Rotarian-Rowdy-River-Raft-Race, der in diesem Jahr Sonntag, 25. Juni an der Gutermann-Promenade stattfindet. „Erfunden“ wurde diese Veranstaltung seinerzeit von den US-Amerikanern, die diese aber vor etwa 15 Jahren aufgegeben hatten. Vor allem die Schweinfurter hatten aber schon immer Spaß an diesem spritzigen Schlauchbootrennen und die Rotarier haben diesen Spaß dann gerne weiter geführt.

Ein weiteres insbesondere von Ihnen forciertes Projekt ist die Schindturmrenovierung. Was hat es damit auf sich?
Schweinfurt versucht mit vielerlei Maßnahmen an seine reichsstädtische Vergangenheit zu erinnern. Die Freilegung der Stadtmauer gehörte beispielsweise dazu. Aber auch die vielen kleinen Türme waren seinerzeit ein wesentlicher Bestandteil der wehrhaften Stadt, wenngleich der Schindturm vom Rhönklub ursprünglich als Aussichtsturm gebaut wurde. Einige sind schon instand gesetzt worden, doch viele weitere sind verfallen. Ich finde den Schindturm oberhalb des Höllentals besonders erhaltenswert und habe deshalb versucht Sponsoren und freiwillige Helfer zu finden, um dieses Projekt zu realisieren. Der Richtigkeit halber muss deshalb erwähnt werden, dass es mit Holzbau Krug und Architekt Göger zwei ganz wichtige Sponsoren gab und die Initiative vom Club Peterstirn mit Unterstützung der Stadt Schweinfurt ausging.

Demnächst ist offizielle Einweihung. Was erwartet die Besucher?
Die Bevölkerung ist zum öffentlichen Volkswandertag am Samstag, 10. Juni, ab 10 Uhr eingeladen. Am renovierten Schindturm an der Peterstirn gibt es Weißwurstfrühstück und Startnummernausgabe für den Volkswandertag. Die etwa acht Kilometer lange Wanderung kann von 11 bis 12 Uhr begonnen werden. Während des ganzen Tages ist Festbetrieb mit Grill, Ausschank, Kaffee/Kuchen und live Musik. Der besondere Gag dieser Benefizveranstaltung ist, dass die Startnummern, die gegen eine kleine Spende ausgegeben werden, um 14.30 Uhr bei der Sachpreisverlosung als Nummern verwendet werden.

Warum hatte es ihnen ausgerechnet der Schindturm so angetan?
Der Schindturm steht passend zu unserem Clubnamen an der Peterstirn. Außerdem verbinde ich mit diesem Turm viele ganz persönliche Erinnerungen. In der Kindheit war er oft das Wanderziel mit meinen Eltern, in der Jugend habe ich mich dort mit Freunden getroffen und heutzutage wähle ich beim Joggen gerne diesen Anlaufpunkt. Es war traurig, zusehen zu müssen, wie der Turm über die Jahre verfällt und vielen Schweinfurtern ist es ähnlich ergangen.

Nun ist der Turm renoviert. Für was steht er heute?
Wir haben wieder ein solides Bauwerk errichtet, das als Ausflugsziel, als Treffpunkt, als Oase in der Natur - für Wanderer, Jogger, Sommerfeste und fröhliche Zusammenkünfte dienen soll. Der renovierte Turm ist Zeichen unserer Verbundenheit mit der Stadt Schweinfurt und unterstreicht unseren Namen „Rotary-Club Schweinfurt Peterstirn. Mit seinem attraktiven Dach ist er nun sogar noch schöner, als ich ihn in Erinnerung hatte.
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