Von Frau zu Frau

MALIA MALAWI BLUES NJIRA (Foto: Foto: privat)

Heute im Interview: Malia Lazell, Sängerin, die am Donnerstag, 22. September, auf dem Nachsommer in Schweinfurt auftritt

Hallo Malia, was oder besser gesagt wer hat Sie dazu inspiriert mit dem Singen anzufangen?
Mein großes Vorbild ist Billie Holiday. Sie war der Auslöser als ich sie das Lied „Strange Fruit“ singen hörte. Das hat mich seinerzeit förmlich umgehauen. Es war, als ob der Himmel mir diese Musik geschickt hätte – ich hatte so etwas ja vorher noch nie gehört. Wenig später ging ich in einen Jazz Club und sah ein Bild von ihr an der Wand hängen. Ich hielt das für ein Zeichen dafür, dass ich in ihre Fußstapfen treten sollte.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Sanft und innig treffen es ganz gut. Es ist eine Mischung aus Cool Jazz orientierter Gesangsstil , der an die 1960er und 1970er Jahre erinnert. Mein Produzent André Manoukian hat einmal gesagt, ich hätte etwas Zerbrechliches in der Stimme, eine gewisse Zurückhaltung und Unschuld.

Worum handelt es sich in deinem Album „Malawi Blues/Nijra“, welches demnächst veröffentlicht wird?
Es geht um die Entstehung des Lebens. Um den Kreis, den wir mit der DNA unserer Vorfahren durchleben. Ich will den Leuten klarmachen, dass wir alle Eins und miteinander verbunden sind. Es gibt keinen Anfang und auch kein Ende, nur das Leben selbst. Wir sollten uns all unserer Taten bewusst sein und darüber im Klaren sein, wie sie Andere beeinflussen.

Bekannt wurden sie schon 2003, als sie in einem Videoclip zu „Purple Shoes“ – nur mit den besagten lila Schuhen bekleidet – singend durch die Stadt spazieren. Wie würden sie ihre darauf folgende Entwicklung beschreiben?
Das war sicher ein auffälliger Gig, doch es waren weitere harte Jahre notwendig, bis sich meine Musik für eine breitere Publikumsschicht etabliert hat. Richtig erfolgreich war eigentlich erst 2012 „Black Orchid“. Für dieses Album, eine Hommage an Nina Simone, habe ich den ECHO Jazz als beste internationale Sängerin erhalten.
Diese Ehrung hat mich sehr berührt. 2014 erschien dann in Kollaboration mit dem Schweizer Elektro-Künstler Boris Blank mein Album „Convergence“, auf dem ich unter anderem die schmerzhaften Erfahrungen der Diagnose Brustkrebs, die ich bei Beginn der Zusammenarbeit 2010 erhalten hatte, verarbeitet habe.

Am Donnerstag, dem 22. wirst du auf dem Nachsommer in Schweinfurt auftreten. Worauf kann sich das Publikum freuen?
Ich werde Lieder von all meinen Alben performen und vielleicht auch einige Cover, wir werden sehen was der Abend bringt.
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