Urlaub in Mainfranken gefragt wie nie – Erneut über sechs Millionen Übernachtungen

Die Tourismusregion Mainfranken bleibt weiter ein beliebtes Reiseziel. Die mainfränkische Tourismusbranche blickt daher optimistisch in die Zukunft. Die amtliche Statistik verzeichnete für die Region in 2016 mit rund 6,1 Millionen Übernachtungen ein leichtes Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich die Übernachtungszahlen von Gästen aus dem Ausland gingen um -1,3 Prozent leicht zurück. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Übernachtungsgäste beträgt weiter neun Prozent. Den Großteil der Übernachtungen verzeichnet der Landkreis Bad Kissingen mit 2,2 Millionen Übernachtungen, gefolgt von der Stadt Würzburg (0,92 Mio.) und dem Landkreis Rhön-Grabfeld (0,81 Mio.). Stiegen 2015 noch in beinahe allen mainfränkischen Landkreisen die Übernachtungszahlen stark an, zeigt sich 2016 ein differenziertes Bild. Positiv entwickelten sich die Zahlen in den Landkreisen Kitzingen (+6,4 Prozent), Haßberge (+3 Prozent) und Würzburg (+1 Prozent) sowie in den Oberzentren Stadt Schweinfurt (+2,7 Prozent) und Stadt Würzburg (+4,9 Prozent). Einen leichten Rückgang gab es dagegen in den Landkreisen Bad Kissingen (-0,9 Prozent), Rhön-Grabfeld (-1,9 Prozent) und Main-Spessart (-2,2 Prozent). Besonders stark (-12,2 Prozent) sanken die Übernachtungszahlen im Landkreis Schweinfurt. Mainfrankenweit lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 2,5 Tagen (2015: 2,6 Tage). Besonders lange blieben Besucher in den Landkreisen Bad Kissingen (5,1 Tage) und Rhön-Grabfeld (3,5 Tage). Der Städtetourismus in Mainfranken bleibt beliebt. Hier gab es schon 2015 große Zuwächse und auch 2016 gewannen die mainfränkischen Oberzentren nochmal geringfügig hinzu.“, so Dr. Christian Seynstahl, IHK-Referent Regionalentwicklung. Die IHK erwartet dadurch positive Effekte auf die Entwicklung von Kaufkraft und Umsätzen, die Rolle des Tourismus für die Regionalentwicklung sei nochmals gewachsen. Die IHK warnt jedoch, dass in kleinen und mittelständischen Betrieben zu viel Zeit und Energie durch Bürokratie gebunden werde. „Die IHK-Organisation fordert, gerade die besonders betroffenen Unternehmen der Gastronomie- und Tourismusbranche vom Verwaltungsaufwand zu entlasten. Sie brauchen ihre Ressourcen, um aktuelle Herausforderungen zu bewältigen, wie etwa Fachkräftesicherung, die Ausrichtung auf neue Kundengruppen, nachhaltiges Wirtschaften oder die Digitalisierung.“, so Dr. Seynstahl. Erfreuliche Geschäftslage im Tourismusgewerbe Die positiven Zahlen der amtlichen Statistik spiegeln sich auch in den Ergebnissen einer IHK-Befragung der mainfränkischen Tourismusbetriebe, die im Rahmen der Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn erhoben wurde. Jeder zweite Tourismusbetrieb (50,8 Prozent) berichtet von einer guten Geschäftslage, weitere 46,3 Prozent bezeichnen ihre aktuelle Situation als befriedigend. Lediglich 2,9 Prozent der Befragten sind mit ihrer aktuellen Lage unzufrieden. Der Saldo aus positiven und negativen Lageurteilen liegt mit 47,9 Punkten weiter auf einem hohen Niveau. Er bleibt allerdings, jahreszeitlich bedingt, um 13,2 Punkte hinter seinem Rekord aus dem vergangenen Herbst zurück. Dennoch berichten die mainfränkischen Tourismusbetriebe nahezu geschlossen (97,5 Prozent) von einer vollen oder befriedigenden Auslastung. Zudem verzeichnete mehr als die Hälfte der Betriebe (51,3 Prozent) Umsatzsteigerungen, bei 15,7 Prozent ging der Umsatz dagegen zurück. Besonders positiv entwickelten sich die Umsätze durch Geschäftsreisende. Mehrheitlich zufrieden zeigt sich die Touristikbranche Mainfrankens auch mit den Umsätzen durch Tagestouristen oder Urlaubsreisende. Die positive Stimmung im Tourismusgewerbe lässt sich auf das weiterhin günstige Konsumklima zurückführen. „Ähnlich wie der Einzelhandel oder die personenbezogenen Dienstleister profitiert auch der Tourismus, wenn die Verbraucher größere finanzielle Spielräume haben.“, so Elena Fürst, IHK-Konjunkturreferentin. Die hohe Erwerbstätigkeit der Bevölkerung, Lohn- und Rentenerhöhungen sowie das niedrige Zinsniveau führt Fürst als Gründe für diese Entwicklung an. Auch mit Blick auf die kommenden zwölf Monate zeigt sich die mainfränkische Tourismusbranche zuversichtlich. Zwei Drittel der Betriebe (67 Prozent) gehen davon aus, dass die gute Geschäftslage auch im Jahr 2017 anhalten wird. Darüber hinaus rechnen 19,6 Prozent mit einer Verbesserung der Geschäfte, 13,4 Prozent hingegen mit einer Verschlechterung. Aufgrund der positiven Geschäftserwartungen planen vier von zehn Betrieben der Tourismusbranche, in den nächsten Monaten mehr zu investieren. Hauptmotiv ist für rund drei Viertel die Ersatzbeschaffung. Die Beschäftigungspläne bleiben stabil – mit 78,1 Prozent plant die große Mehrheit keine Veränderungen der Beschäftigtenzahl. Dennoch wollen mit 18,8 Prozent mehr Unternehmen Personal aufbauen als abbauen (3,1 Prozent). Trotz des insgesamt optimistischen Ausblicks auf das Jahr 2017 gibt es auch Risiken für den mainfränkischen Tourismus: Neben den Energie- und Rohstoffpreisen (62,5 Prozent) gelten der Fachkräftemangel (61,4 Prozent) und die Arbeitskosten (54,8 Prozent) sowie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (53,4 Prozent) als potenzielle Konjunkturrisiken.
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