Trauer um Altapotheker Fritz Schumm Senior

Träger des Bundesverdienstkreuz am Bande und der Bürgermedaille in Gold

„Zweifelsohne war Fritz Schumm einer der bedeutendsten und herausragendsten Bürger unserer Gegenwart. Ein Vordenker, Querdenker und Mitdenker. Ein Mann, der in seiner Heimatgemeinde sehr viel bewirkt und viele Spuren hinterlassen hat, ohne jemals ein politisches Amt ausgeübt zu haben“, so beschreibt ihn Bürgermeister Stefan Rottmann.
Vergangenen Samstag ist er im Alter von 88 Jahren verstorben. Als selbstständiger Apotheker war er nicht nur ein gefragter Dienstleister und Ratgeber für die Menschen in Schonungens Großgemeinde. Er war für eine ganze Berufsgruppe und Branche eine feste Institution. So bekleidete er unter anderem das Amt des Vorsitzenden des Apothekenverbandes Unterfranken, darüber hinaus war er Vorstandsmitglied des Bay. Apothekenverbandes, aber auch Mitglied und Delegierter in der Apothekenkammer. Er war es, der maßgeblich den Bayerischen Apothekertag ins Leben rief und den Wirtschaftsausschuss des Verbandes gründete.
Er hat in den vielen Jahrzehnten seines beruflichen Wirkens nicht nur Schonungen gesünder gemacht, sondern auch wichtige Strukturen und Netzwerke unter den Bayerischen Apothekern aufgebaut. Sein größtes Vermächtnis ist zweifelsohne der Apothekergarten im Herzen Schonungens und das Apothekenmuseum. „Der Umzug und Aufbau der vielen wertvollen Exponate und die Eröffnung 2016 im historischen Rathaus in Mainberg unter der Regie seines Sohnes hat ihn sicher sehr stolz und glücklich gemacht.“, so Rottmann.
Fritz Schumm war Impuls- und Ideengeber aber vor allem auch Motor für unzählige Projekte in der Gemeinde. Zu erwähnen ist hier beispielsweise die Entwicklung der Alten Kirche hin zu einem einzigartigen Kulturzentrum. Die Umsetzung einer Bachunterführung hinunter zum Festplatz, aber auch die Gestaltung der Bachgärten zu einem allseits beliebten Treffpunkt mitten im Ortskern. Gleichzeitig war er auch Mitverfasser der Schonunger Ortschronik.
Sein Einsatz für die Allgemeinheit manifestiert sich nicht zuletzt auch in der Gründung und Mitarbeit in der Bürgerstimme und den Agendagruppen. Gleichzeitig hat er auch an maßgeblicher Stelle zum Funktionieren der Städtepartnerschaft mit dem südfranzösischen Alban beigetragen. Ein besonderes Anliegen war ihm bis zuletzt die Städtebaulichen Entwicklungen in Schonungens Altort, aber auch der Bau eines Senioren- und Pflegezentrums. Seine große Leidenschaft galt der freiwilligen Feuerwehr Schonungen, deren Vorsitzender er 18 Jahre lang war. Er machte die Wehr schließlich zum Mitgliederstärksten Verein der Großgemeinde und wurde für seine außergewöhnlichen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Unvergessen bleibt sein Einsatz für die Gemeinde und die betroffenen Bürger im Zusammenhang mit der Sattler-Altlast.
Mit der Bürgermedaille in Gold der Großgemeinde Schonungen und dem Bundesverdienstkreuz am Bande wurden seine außergewöhnlichen Verdienste ausgezeichnet. „Mit Fritz Schumm geht ein ganz großer Schonunger: Wir sind unendlich traurig!“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Die Beisetzung findet am kommenden Donnerstag, um 14 Uhr am Bergfriedhof Schonungen statt. An Stelle von Blumenschmuck und Kränzen bitten die Hinterbliebenen um eine Spende für das Apothekenmuseum, dass Fritz Schumm immer sehr am Herzen lag.
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