Topspiel Sonntag, 17. September: Kreisliga SW, Sonntag, 15 Uhr: TSV Essleben/Rieden – TSV Mühlhausen/Schraudenbach

Dieter Noack (Foto: Hans Fick)
TSV Eßleben/Rieden (hf). Ein Lokalderby von besonderem Reiz findet in der Kreisliga am Sonntag in Eßleben statt, denn der TSV Eßleben/Rieden erwartet den TSV Mühlhausen/ Schraudenbach. Mit sechs Punkten aus fünf Spielen steht der TSV auf dem 11. Tabellenplatz, während der Gegner mit zehn Punkten Rang sechs einnimmt. Bei einem Sieg könnten die Eßlebener, die nicht gerade optimal in die Saison starteten, sich bis auf einen Zähler an die Mühlhäuser heranpirschen, die ihr Heimspiel gegen Aufsteiger Volkach mit 1:0 verloren und auf Wiedergutmachung brennen.
„Durchwachsen mit Anlaufschwierigkeiten“, nennt der neue Trainer des TSV Eßleben/Rieden Dieter Noack, der in der vergangenen Saison als Coach erfolgreich in Egenhausen tätig war, den bisherigen Saisonverlauf. Kritisch blickt er nach fünf Spieltagen zurück: „Wir haben hier eine ziemlich junge Mannschaft, die ich erst einmal kennenlernen musste. Leider verloren wir die ersten drei Punktspiele, da musste ich zunächst mal einige Fehler korrigieren und zusammen mit der Mannschaft die Richtung klarstellen, was und wie wir eigentlich spielen wollen. Jetzt gewannen wir die letzten beiden Partien und kommen so langsam ins Rollen. Auch nach den drei Niederlagen zeigte die Mannschaft jedoch eine tolle Moral, hielt zusammen, unternahm viel gemeinsam, zeigte Teamgeist im Spiel und ließ keine schlechte Stimmung aufkommen, was dann auch mit zwei Erfolgen belohnt wurde und uns wieder Mut machte.“ Weiter lautet die Analyse des Fußballfachmanns: „Wir haben die Trainingsintensität erhöht und teilweise verändert, Anfängerfehler und Leichtsinn genau unter die Lupe und beseitigt, denn die Truppe ist jung, spielt teilweise wenig körperbetont und noch nicht abgezockt genug. Leider brechen zwei erfahrene Spieler weg und Neuzugänge sind keine zu verzeichnen. Es ist fast dieselbe Mannschaft wie im letzten Jahr.“
Im Lokalderby trifft der TSV nun im Heimspiel auf Mühlhausen/ Schraudenbach und der langjährige Coach Noack fasst zusammen„ Sie sind für mich eine unangenehme Mannschaft, ganz egal welchen Verein ich trainierte, es waren immer schwierige Spiele und wir konnten selten etwas reißen. Vor so einem starken Gegner muss man Respekt haben. Es ist eine abgeklärte, stabile Kreisligamannschaft und dort wird auch gut gearbeitet. Außerdem spielten sie in jeder Saison immer eine wichtige Rolle. Im letzten Heimspiel haben sie gepatzt und werden dadurch für uns noch gefährlicher. Leider können wir nicht aus dem Vollen schöpfen, denn Steffen Streng und Nikolas Zimmermann verletzten sich in der Partie in Poppenhausen. Trotzdem können wir eine schlagkräftige Truppe im Heimspiel in Eßleben aufbieten und werden alles versuchen. Ein Derby-sieg würde uns gut tun, denn wir wollen weiter ins Mittelfeld der Tabelle vorrücken. “
Weiter blickt der erfahrene Coach, der sich in Eßleben recht wohl fühlt, voraus: „ Ich bin als Trainer neu hier und muss Mannschaft und Umfeld noch genauer kennenlernen und so ein Prozess dauert erfahrungsgemäß ziemlich bis zur Hälfte der Saison. Wenn wir bis zur Winterpause im Mittelfeld stehen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben, können wir sehr zufrieden sein. Hat sich die Mannschaft dann weiterentwickelt, kann man andere Ziele setzen.“

Mühlhausen/Schraudenbach (eva). Nach fünf Spielen kann Thomas Niesner, Trainer der SV Schraudenbach/Mühlhausen mit dem Ergebnis eigentlich zufrieden sein. Zehn Punkte hat man auf der Habenseite und belegt derzeit den 6. Tabellenplatz. Da man allerdings auf die in der Tabelle davorstehenden Teams ein spiel weniger bestritten hat (mit Ausnahme der SG Nordheim/Sommerach) wäre, einen Sieg im „Nachholspiel“ vorausgesetzt sogar der Sprung auf den 2. Tabellenplatz möglich. Den hätte aber auch bereits nach dem letzten Spieltag belegen können, hätte man nicht sein Heimspiel gegen den Aufsteiger VfL Volkach verloren. Ja, „hätte, wenn und aber“.
n Vereinsführung und Trainer sind vorsichtig
Bedeckt haben sich Thomas Niesner und die Vereinsführung bei der Angabe des Saisonziels zu Rundenbeginn gehalten. Es wurde keine Angabe gemacht. Dabei wäre eine vorsichtige Formulierung in Richtung oberes Tabellendrittel wohl keine Utopie gewesen. Niesner, der seit 2015 den Trainerstuhl inne hat kann auf eine bewährte Mannschaft zurückgreifen. Zwei Abgängen, Andre Koos und Michael Hart (beide haben ihre Laufbahn beendet) steht ein Neuzugang Simon Michelbach vom SV Schönfeld gegenüber. Was auffällt wenn man einen Blick auf den Kader der SV Schraudenbach/Mühlhausen wirft, es „rumpelt“ gewaltig. Gleich fünf Mal fällt einem der Name ins Auge. Einer aus der Rumpel-Garde ist Torwart Leon Rumpel. Er und seine Vordermänner sind ein Garant des Teams. Erst fünf Gegentreffer musste man hinnehmen. Zusammen mit der DJK Hirschfeld stellt man mit das abwehrstärkste Team.
n Siebenmal Grund
zum Jubeln
In der Offensive schwimmt man mit dem Strom der Kreisliga Schweinfurt1. Sieben Mal hatten die Schraudenbacher/Mühlhäuser bislang Grund zum Jubel. Im Nachbarschaftsduell gegen den TSV Essleben/Rieden (11./6) hoffen Simon Michelbach und Kollegen wieder jubeln und wieder in die Erfolgsspur zurückkehren zu können.
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