Topspiel der Woche: Kreisliga SW 1: SG Schleerieth – FV Egenhausen, Sonntag, 30.10.16, 14 Uhr

Egenhausens Coach Dieter Noack (li.) und Schleerieths Bernd Barget
In die Winterpause hineinretten
Schleerieth (hf). Ein brisantes Lokalderby findet am Sonntag in der Kreisliga bei der SG Schleerieth, dem derzeitigen Tabellenletzten, statt, denn man erwartet den Vierten der Liga, den Ortsnachbarn aus Egenhausen.
Eine bittere 3:4-Heimniederlage im Kellerduell gegen Stadelschwarzach musste die SG trotz einer 3:0-Führung noch einstecken, weil der Gegner innerhalb von 13 Minuten das Spiel drehte und die eigenen Fahrlässigkeiten bestraft wurden. Mit elf Punkten und einem Torverhältnis von 11:24 steht die SG momentan auf dem letzten Tabellenplatz, jedoch nicht aussichtslos abgeschlagen, da einige Mannschaften nur mit einem oder zwei Punkten vor ihnen platziert sind. Sieben Niederlagen musste das Team von Trainer Bernd Barget, der seit dieser Saison im Amt ist, in den zwölf Partien bereits hinnehmen und nur drei Siege stehen zu Buche. Ein Erfolgserlebnis wäre dringend nötig um wieder Selbstvertrauen zu sammeln.
Leider verlief der Saison bisher für Coach Barget, der schon 20 Trainerjahre hinter sich hat, nicht nach Wunsch:„Es war klar, dass wir es in dieser Saison sehr schwer haben und bis zum Schluss gegen den Abstieg kämpfen müssen, alleine die Abgänge wie Felix Klein zu Unterpleich-feld oder Jan Ludwig zu Schwebenried usw. und jetzt die Verletztenmisere treffen uns hart. Wir haben wenig Alternativen, um von der Bank aus die Mannschaft während der 90 Minuten auf gutem Niveau zu halten. Im defensiven Bereich müssen wir unsere Stärken wieder einbringen, die uns in den ersten beiden Spielen auszeichneten. Die Gegentore beruhen hauptsächlich aus individuellen Fehlern und die müssen wir wieder abstellen.“
Alle diese Unzulänglichkeiten wirken sich auf die Stimmung in der Mannschaft aus und die Trainingsbeteiligung stellt den Trainer auch nicht zufrieden, da ihm sowieso nur ein enger Kader von 16 bis 18 Mannen zur Verfügung steht und dann oft nur fünf von der Ersten kommen können.
Nun steht das Derby gegen Egenhausen an und der 46-jährige Coach Barget erklärt fachmännisch: „Die Egenhäuser haben sich jetzt schon einige Jahre in der Spitzengruppe der Kreisliga etabliert, sie gehören zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten und sind auch heuer sicherlich wieder mit vorne dabei. Es wird ein ganz harter Brocken, aber wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Leider können wir nicht aus dem Vollen schöpfen wegen der vielen Verletzten. Aber wir werden alles in die Waagschale werfen.“ Auf jeden Fall setzt sich Bernd Baget zum Ziel: „ Wir wollen uns in die Winterpause hineinretten, noch vier bis fünf Punkte machen, damit wir nicht noch tiefer im Keller bleiben und danach mit gesunden Spielern eine Aufholjagd starten.“

Der spielerische Glanz fehlt heuer
 FV Egenhausen (hf). Am 13. Spieltag der Kreisliga Schweinfurt kommt es im Nachbarschafts Derby zum Duell zwischen dem FV Egenhausen auf Rang vier und dem Schlusslicht der Gruppe, der SG Schleerieth. Mit 20 Punkten auf dem Konto und einem Torverhältnis von 16:10 liegt der FVE noch in der Spitzengruppe.
Nur drei Punkte trennen das Team von Trainer Dieter Noack vom Tabellenersten und gerade mal zehn Gegentore ließ die Abwehr zu, die wenigsten von allen Teams in der Liga. Keine Mannschaft behauptet sich in dieser Liga souverän an der Tabellenspitze oder bringt konstant gute Ergebnisse. Nach jedem Spieltag gibt es Ergebnisüberraschungen und jeder kann jeden schlagen, da die Gruppe ziemlich ausgeglichen ist. Auch Chef Noack resümiert kritisch den bisherigen Saisonverlauf seiner Mannschaft: „Es läuft durchwachsen und etwas holprig und nicht so super wie in der vorherigen Saison. Ich gehe methodisch etwas anders vor und denke auch schon an die Rückrunde, die voriges Jahr schlecht verlief. Wir spielen sehr effektiv, überzeugen spielerisch oft nicht, aber wie wir die Ergebnisse so hinbekommen und auf dem vierten Platz stehen, damit kann man zufrieden sein.“
So ähnlich sieht dies auch Abteilungsleiter Herrmann Rettner: „Wir holen teilweise glücklich die Punkte dank guter Einzelspieler, überzeugen jedoch spielerisch nicht.“ Natürlich weiß der erfahrene Trainer, dass die spielerische Leistung verbessert werden muss und vor allem die vielen Passfehler im Offensivbereich abgestellt werden müssen um zu Toren zu kommen, wenn gleich die Einsatzbereitschaft bei den Spielern stimmt.
Den kommenden Gegner Schleerieth kennt der 60-jährige Trainerfuchs aus dem Effeff, denn dort war seine vorherige Trainerstation:„ Für uns ist es eine ganz schwierige Situation. Der Gegner hat schwer gepatzt in seinem Heimspiel. Sie haben zwar ihre Probleme personell und spielerisch, aber ein Derby hat seine eigenen Gesetze. Wir haben viel zu verlieren, aber Schleerieth nichts. Sie müs-sen gewinnen, damit sie sich da unten nicht festsetzen. Es wird ein ganz unangenehmes Spiel für uns. Leider steht mir nicht der komplette Kader zur Verfügung, denn es fehlen Christoph Rettner und Manuel Hochrhein, wichtige Stützen der Mannschaft.“ Trotzdem fordert der Trainer als Ziel ein, bis zur Winterpause dort oben zu bleiben und dort auch zu überwintern.“ 
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