Topspiel der Woche: Kreisklasse SW 1 – SV Schwanfeld gegen TSV Waigolshausen – Sonntag, 6.11.2016 – Beginn: 14:00 Uhr

Schwanfelds Co-Trainer Thomas Hofmann (li.) und Abteilungsleiter Jochen Ziegler (Waigolshausen)
Gut in der Kreisklasse angekommen
Schwanfeld (hf). Am letzten Spieltag in der Vorrunde der Kreisklasse hat der Aufsteiger SV Schwanfeld, der sich auf Platz sieben befindet, den Tabellenfünften, den Kreisligaabsteiger Waigolshausen zu Gast. Beide Mannschaften haben jeweils 23 Punkte auf ihrem Konto und sind nur durch das Torverhältnis von einander getrennt. Während die Waigolshäuser am letzten Spieltag eine deftige 0:4 Heimniederlage gegen Wülfershausen verkraften mussten, feierten die Schwanfelder, die vom erfolgreichen Trainerduo Marco Forner und Thomas Hofmann betreut werden, einen 4:3 Auswärtserfolg gegen Mitaufsteiger Dittelbrunn und belegen somit einen respektablen Mittelfeldplatz.
Im Rückblick auf die Vorrunde zieht der 48-jährige Co-Trainer Thomas Hofmann, der schon vier Jahre hier im Amt ist und seit Kindesbeinen im Verein kickt, Bilanz: „Wir sind als Aufsteiger aus der A-Klasse gut in die Kreisklasse gekommen und haben bereits 23 Punkte gesammelt. Die Niederlagen, die wir einstecken mussten, vor allem gegen die Topmannschaften wie Theilheim und Untereisenheim waren verdient, genauso wie die Siege, die wir einfuhren. In der A-Klasse wurden wir selten richtig gefordert, während wir jetzt jeden Gegner ernst nehmen und niemanden unterschätzen, denn es sind viele gleichwertige Mannschaften in der Gruppe, wo jeder jeden schlagen kann. Aber wir sind auf allen Positionen gut besetzt und können Ausfälle gleichwertig kompensieren.“ Natürlich sind Verein, Trainer und Mannschaft bis jetzt mit dem Erreichten zufrieden, denn die gute Trainings-beteiligung und auch die ausgezeichnete Stimmung tragen zum Erfolg bei. Trotzdem muss noch so manches verbessert werden, denn die Mannschaft um Cheftrainer Marco Forner ist noch sehr jung, hat lediglich zwei, drei ältere Spieler in ihren Reihen, und die Jungs müssen noch von Jahr zu Jahr dazulernen. „Wir müssen uns daran gewöhnen, dass wir auch verlieren im Gegensatz zum Vorjahr“, ergänzt süffisant Co-Coach Thomas Hofmann.
Am Sonntag treffen die Schwanfelder im Heimspiel nun auf die punktgleichen Waigolshäuser und das Fazit des zur Vorsicht mahnenden Trainers lautet: „Es ist ein ganz schwieriger Gegner, den man nicht richtig einschätzen kann, weil er auch jeden Sonntag unterschiedliche Ergebnisse liefert. Am Anfang der Runde zählten sie für mich zu den Meisterschaftsanwärtern. Wir müssen unseren Heimvorteil nutzen und Höchstleistung bringen, dann könnte es zu drei Punkten reichen. Aber in unserem Kader gibt es noch einige angeschlagene Kandidaten, wie auch unseren Trainer Marco Forner, die bis zum Sonntag hoffentlich wieder fit sind.“ Für die Rückrunde nehmen sich Trainer und Mannschaft auf jeden Fall vor:„Die Lokalderbys um uns herum wollen wir keinesfalls mehr verlieren.“

Zum Nachbarschafts Duell „über`n Berg“
Waigolshausen (eva). Das Nachbarschaftsduell zwischen dem SV Schwanfeld ( 7./23) und dem TSV Waigolshausen (5./23) als ein Verfolgerduell von Tabellenführer TSV Theilheim zu bezeichnen, das wird mit Blick auf die Tabelle ad absurdum geführt. Aber dennoch hat das Spiel seine eigene Brisanz, so wie es Derbys naturgemäß immer haben.
Auch wenn man nach dem vorletzten Spieltag der Hinrunde gefühlte zehn Punkte hinter dem Klassenprimus Theilheim liegt, für Jochen Ziegler, Abteilungsleiter des TSV ist dies kein Problem. „ Wir haben gewußt, das wir als Absteiger automatisch als Meister gehandelt werden. Allein aus diesem Grund haben wir keine konkrete Zielsetzung zu Saisonbeginn bekannt gegeben. Das wir nun im oberen Mittelfeld stehen, das ist für uns in Ordnung.“ Dem sofortigen Wiederaufstieg hatte Ziegler nicht im Fokus, auch wenn ihm und dem Verein bei der Trainerverpflichtung ein echter Coup gelungen ist. Mit Marcel Gerber hat man einen Ex-Profi als Spielertrainer gewonnen, „der ein echter Glücksgriff für uns ist.“ Für viele Vereine aus der Nachbarschaft sei diese Verpflichtungen eine Überraschung gewesen, so Ziegler weiter. „Marcel ist ein sagenhafter Trainer. Er hat die Jungs voll im Griff und die stehen voll und ganz hinter ihm.“
Wie der Ex-05er Gerber kann aber auch sein Gegenüber am Sonntag, Marco Forner, auf eine höherklassige Vergangenheit zurückblicken. Forner rechnet Ziegler eine Schlüsselrolle im Spiel zu. „Wenn Forner zur Hochform aufläuft dann wird es sehr schwer werden zu punkten.“ Vor allem auch, da Schwanfeld über exzellente Offensivspieler verfügt. Ein weiterer Schwanfelder Vorteil seien die Jugendspieler. „Schwanfeld profitiert heute von seiner guten Jugendarbeit. Uns dagegen fehlt der Nachwuchs. Daher ist auch unser Kader nicht so breit aufgestellt.“ Für Jochen Ziegler steht ehedem fest: „Schwanfeld wird in ein bis zwei Jahren ein Topfavorit auf die Meisterschaft sein.“
Nun am Sonntag ist es noch nicht ganz soweit. Dann werden die abwehrstarken Waigolshäuser, sieht man von der 0:4 Klatsche am letzten Spieltag gegen Wülfershausen einmal ab, dann kassiert der TSV 0,8 Tore pro Spiel, an die Leistungen des diesjährigen Toto-Pokal-Spiels anknüpfen wollen. Mit 4:2 wurde im Sommer in Schwanfeld gewonnen. Schnee von gestern wiegelt Ziegler ab. „Das Spiel damals ist kein Maßstab. Wir sind punktgleich und wer denkt, es läuft ähnlich gut wie damals, der hat sich geschnitten.“
Trotz Understatement, verstecken muss sich der TSV nicht. Matthias Pencz und Michael Meyhofer gehören zu den Top-Torjägern der Liga. Marcel Gerber hat auch nichts von seinem fußballerischen Talent verlernt. Und, auf Waigolshäuser Seite steht mit Flo Dinkel ebenfalls ein Ex-Turner. „Ein Supertyp, der sich schnell integriert hat.“ und der auch Tore schießen kann. Und selbige wollen die zahlreichen Waigolshäuser Fans, die sich am Sonntag auf den Weg „über den Berg“ machen bejubeln.
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