Topspiel der Woche: Kreisklasse SW - 1 Sonntag 1. Oktober 2017: SG Schleerieth – SV Schwanfeld

Schleerieths Coach Thomas Pfeuffer
Schleerieth ( hf). Ein Mittelfelduell könnte man die Partie in der Kreisklasse Schweinfurt 1 nennen, wenn die SG Schleerieth, aktuell auf Rang neun der Tabelle, den sechsten der Liga, den SV Schwanfeld, im Heimspiel am Sonntag empfängt. Mit 3:0 verlor die SG Schleerieth ihre letztes Spiel in Waigolshausen und will nun gegen den SV Schwanfeld, der nur zwei Zähler mehr vorweisen kann, Punkte holen, um Anschluss an das obere Mittelfeld zu gewinnen. Bei einem Heimsieg könnte man den Kontrahenten schon überholen. Nach sechs Spieltagen verbucht der Kreisligaabsteiger Schleerieth erst acht Punkte auf seinem Konto und ein Torverhältnis von 7:10. „Eine etwas magere Bilanz“, wie der neue Trainer Thomas Pfeuffer feststellt, der seit dieser Runde das Zepter bei der SG schwingt und vorher in Wülfershausen viele Jahre das Traineramt inne hatte.
Den bisherigen Saisonverlauf fasst der erfahrene Coach so zusammen: „Wir starteten nicht gerade optimal in die Saison und sind noch in der Findungsphase. Vor allem hätten wir zuhause gegen Niederwerrn/Oberwerrn gewinnen müssen. Da ließen wir Punkte liegen, weil wir die Torchancen ungenutzt verstreichen ließen. Manchmal hatten wir nicht das nötige Glück und zeigten offen-sichtliche Schwachstellen im Spiel nach vorne, was noch verbessert werden muss.“
Trotzdem lobt Pfeuffer seine Jungs: „Mit der Trainingsbeteiligung bin ich zufrieden. Fünfzehn Mann sind immer anwesend, wenn auch ab Oktober weniger kommen können, wegen Studium usw.
Im spielerischen Bereich müssen wir uns auf jeden Fall noch steigern, denn da besteht ein Manko, das es aufzuholen gilt. Die Jungs bemühen sich und sind lernwillig, aber es braucht noch seine Zeit. Sieben Tore erzielten wir in den sechs Spielen, nicht gerade berauschend und da müssen wir an den Defiziten noch arbeiten. Die Einstellung passt auf jeden Fall.“ Zugänge und Abgänge konnte die Schleeriether keine verzeichnen und somit bliebt der Kader wie im Vorjahr.
Am Sonntag ist der SV Schwanfeld, ein erfahrener Kreisligist zu Gast und der akribisch arbeitende Coach erklärt: „ Schwanfeld ist ein unberechenbares Team. Im Sturm sind sie mit Mario Kossner und Stefan Sauer gut besetzt und dazu kommt noch Spielertrainer Forner. Wir müssen höllisch auf-passen und vor allem im defensiven Bereich eine konzentrierte Leistung bringen. Mit Kampfgeist und Einsatzbereitschaft wollen wir einen Dreier schaffen, um endlich weiter nach vorne zu kom-men. Es ist ein Heimspiel und wir werfen alles in die Waagschale, damit etwas Zählbares herausspringt.“
„So viele Punkte zu holen wie möglich in der Vorrunde, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und einen passablen Mittelfeldplatz am Ende zu haben“, das hat sich der neue Chef Thomas Pfeuffer zum Ziel gesetzt, der sich bei den Schleeriether wohlfühlt, gut aufgenommen wurde und langsam mit seiner Truppe zu einer Einheit zusammenwachsen will. 

Die Richtung stimmt beim SV Schwanfeld

Schwanfeld (red). Beim SV Schwanfeld ist alles im Lot. Nach drei Siegen, zwei Remis und einer Niederlage stehen nach sechs Spielen zehn Punkte auf dem Konto. Trainer Marco Forner ist zufrieden, denn nach dem Aufstieg in die Kreisklasse im Vorjahr mit einem respektablen 5. Platz am Ende sei es immer schwer, die Erwartungshaltung im zweiten Jahr zu dämpfen.
Doch die Schwanfelder können sich gut einschätzen. Die Mischung im Team stimmt und die Kameradschaft ebenso. „In den vergangenen drei, vier Jahren ist quasi eine ganze Mannschaft aus dem Juniorenbereich dazu gekommen, das muss jetzt erst zusammen wachsen“. Und in der Tat tritt beim SV Schwanfeld sozusagen eine „U-22“, verstärkt mit alten Hasen an. Einer davon ist Thomas Lutz, den sein Trainer als „den Kopf der Mannschaft“ bezeichnet. Er trug lange die Spielführerbinde, hat sie zu dieser Saison aber an den erst 19-jährigen Benedikt Pfister abgegeben, um die Übergabe des Spielsystems an das junge Team auch symbolisch zu untermauern. Daniel Krönig und Stefan Sauer ergänzen die „Ü-30-Crew“ zu der sich bei Personalmangel auch mal der Coach selbst als Spielertrainer gesellt. Ein „Ass im Ärmel“ ist dabei Stefan Sauer, der zu Saisonbeginn aus Eßleben zurück gekehrt ist und mit seiner Erfahrung dem Team zusätzliche Stabilität verleiht.
Marco Forner möchte mit seinen inzwischen 37 Jahren aber nicht mehr so oft die Fußballsachuhe schnüren. Er hat in seiner Karriere als Aktiver viel erlebt, spielte in jungen Jahren mit dem TSV Gerbrunn sogar mal eine Saison Bayernliga, als diese noch die vierthöchste Klasse in Deutschland war. Auch später dann zu den noch guten Zeiten der Freien Turner Schweinfurt gehörte er mehrere Jahre zum Stamm der Landesliga-Mannschaft. Als Trainer erlebte er Erfolge mit dem FC Wipfeld, beim TSV Forst und in Mühlhausen.
2015 zog es ihn dann endgülig in seinen Heimatort Schwanfeld zurück, wo er nunmehr in der 3. Saison den SV trainiert, bei dem er alle Stationen im Juniorenbereich durchlaufen hat. „Es ist an der Zeit gewesen, dem Sv, etwas zurück zu geben“, resümiert Forner heute. Und er lobt die hervorragenden Trainings- und Spielbedingungen. Beide Spielfelder wurden mit Versenkregnern versehen, so dass der rasen immer üppig grün und dicht ist.
Mit Klaus Scheuring weiß er einen Mann im Umfeld, auf den immer Verlass ist und der im organisatorischen Bereich viel Arbeit erledigt. Das honorieren auch die Fans, die immer mit 40 bis 50 Personen auch zu Auswärtsspielen mitreisen, um das Team zu unterstützen. Und nur weil das Umfeld passt, kann der SV sein Sportheim in Eigenregie bewirtschaften.
Nun steht am Sonntag eines von vielen Lokalderbys auf dem Spielplan. „Mit Schleerieth, Zeuzleben, Theilheim, Unter-Obereisenheim/Wipfeld, Arnstein oder Werneck warten viel zugkräftige Lokalderbys auf uns“, sagt Marco Forner. „Wir freuen uns und werden von Spiel zu Spiel sehen, dass wir uns steigern können“, ergänzt er vielsagend.
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