Topspiel der Woche: Kreisklasse Rhön 2 – TSV Maßbach – DJK Weichtungen, Sonntag, 7. Mai, 15 Uhr

Maßbachs Speilertrainer Martin Baumgart (li.) und Weichtungens Spielführer Stefan Denner. (Foto: privat)
Maßbach (red). Sportlich hat der TSV Maßbach sicherlich schon bessere Zeiten gesehen, war über viele Jahre in der Bezirksliga und damaligen Bezirksoberliga beheimatet. Sebstian Händel durfte diese Zeiten als junger Spieler noch miterleben und schwärmt heute noch vom tollen Fußball, der den Namen Maßbach weit in Unterfranken herumgetragen hat.
Dass es am kommenden Wochenende gegen die DJK Weichtungen hingegen nur noch um den Abstieg, bzw. Verbleib in der Kreisklasse geht, stört Händel nur wenig. „Die Zeiten haben sich überall geändert“ konstatiert er, auch als 2000-Einwohner-Ort müsse man heutzutage schon sehr froh sein, noch zwei eigene Herren-Teams auf die Beine zu stellen. Und im Gegensatz zu früheren Zeiten werden keine Gelder mehr gezahlt, alle Spieler sind aus Maßbach oder der näheren Umgebung und bringen viel Herzblut und Leidenschaft mit. Das hat den Verein mit seinen vielen Abteilungen belebt, der heutzutage auch finanziell wieder in ruhigem Fahrwasser schwimmt.
Auch die Fußballer verstehen sich als eine verschworene Gemeinschaft. Fünf bis sechs Mann kümmern sich um die engere Organisation. Platzwart Rainer Fleckstein sorgt eigenständig für exzellente Sportplatzverhältnisse, nach Händels Meinung „der beste Platz in 150 km Umkreis“. Und am Grill wechseln sich Juniorenspieler und Kicker aus der zweiten Mannschaft mit einigen treuen Vereinshelfern ab. Braucht es am Sonntag nur noch drei Punkte. „Die wären gold wert“, hat man in Maßbach erkannt.
Trainer Martin Baumgart hadert mit dem Verletzungspech aus der Vorrunde ebenso, wie mit den vier Unentschieden nach der Winterpause, von denen drei am Ende hätten Siege sein müssen. „Das hat uns alles zurück geworfen, obwohl wir wussten, dass es bei vier Absteigern und dem fünftletzten als Releganten eng werden könnte“.
Grundsätzlich lobt Baumgart, wie auch schon Händel, den guten Zusammenhalt, der sich auch in einer Trainingsbeteiligung von durchschnittlich 14 Mann nieder schlägt. Und obwohl einige auswärts studieren oder beruflich verhindert sind, sei es immer möglich eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen. So wird man auch gegen Weichtungen selbstbewußt auftreten, verrät der Trainer schon einmal, der bei seinem Team zwar die bessere Spielanlage sieht, aber auch um die gefährlichen Nadelstiche weiß, die Weichtungens Konterstürmer setzen können. „Es geht schließlich auch für Weichtungen um alles oder nichts“, weiß der Coach, dessen Vater Hardy auch schon einige Vereine der Region trainierte. Wer verliert, wird sich kaum noch retten können, der Sieger hingegen darf zumindest den Relegationsplatz einplanen. Ein echtes Spitzenspiel im umgekehrten Sinne also.

Moral und Kameradschaft stimmen bei der DJK Weichtungen
Torjäger Denner ist zurück in der Erfolgsspur


Weichtungen (eva). Es geht eng zu, im Tabellenkeller der Kreisklasse Rhön 2. drei Spieltage vor Saisonende sind es fünf Mannschaften von denen drei die SpVgg Hard am Ende in die A-Klasse begleiten werden. Zwei Teams aus dieser Fünfergruppe, der TSVMaßbach (11./20) und die DJK Weichtungen (10./20) stehen sich am Sonntag im direkten Duell gegenüber.
Für den Spielführer der DJK, Stefan Denner, ist völlig klar „wir müssen die Partie gewinnen.“ Eine Niederlage, ja selbst ein Unentschieden würde wohl den Abstieg bedeuten, so Denner weiter. Gleiches gilt für den „großen Nachbar“, dem TSV Maßbach, der einst sogar den Aufstieg in die Landesliga schaffte, dann aber freiwillig verzichtete. Weil Weichtungen anders als Maßbach Abstiegskampf gewohnt ist, darin sieht Denner einen eventuellen Vorteil für seine Mannschaft. „Jeder von uns kennt sich im Abstiegskampf aus. Seit dem Aufstieg spielen wir immer um den Klassenerhalt.“
Dieser Überlebenskampf ist wohl auch mit schuld an der heutigen Tabellensituation. Zweimal musste man in der letzten Spielzeit in der Relegation ran, ehe der Klassenerhalt feststand. „Die Spiele haben Kraft gekostet. Hinzu kam die fehlende Pause und die kurze Vorbereitunsgzeit.“ Kein Wunder, das man somit anfangs nur wenig Punkte einfuhr. Weil auch Goalgetter Stefan Denner zu Beginn Ladehemmung hatte, verzeichnet seine bisherige Bilanz „nur“ elf Treffer. „Ich habe in der Vorrunde zu wenig Buden gemacht. Aber jetzt klappt es wieder“, zeigt sich Denner selbstkritisch und optimistisch zugleich.
Es sind aber nicht nur die fehlenden eigenen Tore, es sind vielmehr die vielen Gegentore (bislang 52), die zum Rutsch in den Keller beitrugen. Insbesondere bei Standardsituationen und bei langen Bällen zeigte die Abwehr Schwächen. Das hat sich nach der Winterpause zumindest ein Stückchen weit geändert. „Wir haben in diesem Jahr richtig gute Spiele gezeigt, das gibt Hoffnung“. Hoffnung in Maßbach was zu reißen und dann im anschließenden Heimspiel gegen den FC Rottershausen (8./24) nachzulegen, was rechnerisch schon den Relegationsplatz bedeuten würde. Und dieser, der könnte wieder ein Topspiel wie 2016 bedeuten, bei dem über 800 Zuschauer kamen. Gegner könnte der FC Poppenlauer werden. „Poppenlauer in der Relegation, das wäre der Hit“ blickt Denner voraus. Zuvor heißt es aber gegen Maßbach, Rottershausen und Salz die entsprechenden Punkte einzufahren. Ach ja, Weihungen hat noch einen psychologischen Vorteil auf seiner Seite. Die Mannschaft, die sich überwiegend aus Eigengewächsen aus dem 450-Seelen-Ort zusammensetzt spielt nicht nur um den Klassenerhalt, sie spielt auch für ihren Spielertrainer Christoph Then. Then ist nach der schweren Verletzung im Ostermontagspiel in Steinach wieder auf dem Weg der Besserung und wird sein Team live begleiten. „Ein Zeichen wie gut die Moral ist und dass die Kameradschaft zu 100 Prozent bei uns passt“, sagt Denner, der bei einem Abstieg nur einen Wunsch hätte: „Das uns Maßbach, Rothhausen/Thundorf begleiten und Poppenlauer in der A-Klasse bleibt – Wegen der Derbys halt“
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