Topspiel der Woche: Bezirksliga-Ost: SV Sömmersdorf/Obbach – TSV Rannungen, Sonntag, 12.11.17, Beginn: 14:00 Uhr

Daniel May (li.) und Michael Hobelsberger (Foto: Hans Fick/privat)
Sömmersdorf/Obbach (hf). Gleich zum Rückrundenstart der Bezirksliga Ost treffen die zwei Aufsteiger, der SV Sömmersdorf/Obbach und der TSV Rannungen im Kellerduell auf dem Sportgelände in Obbach aufeinander.Beide Kellerkinder belegen die Abstiegsränge 15 und 16 in dieser Liga. Während Rannungen die rote Laterne mit nur sieben Punkten und einem Torverhältnis von 8:37 trägt, steht der SV nicht viel besser auf dem vorletzten Platz mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 19:36. Nur zwei Siege konnte jeder der beiden Kontrahenten in der Vorrunde verbuchen, wobei der TSV Rannungen noch mit einem Spiel im Rückstand liegt.
Wehmütig blickt Trainer Daniel May, der mit dem SV den Aufstieg schaffte, auf die Vorrunde zurück:„Wir stehen zwar auf dem vorletzten Tabellenplatz, aber in vielen Partien spielten wir glücklos, waren gleichwertig und nicht chancenlos, Kleinigkeiten kosteten uns die Punkte.“ Sowohl im Abwehrbereich als auch im Ausnutzen der Torchancen zeigten sich noch mangelnde Cleverness und fehlende Routine. Auch im spielerischen Bereich ist noch Luft nach oben.„Unser größtes Manko ist der viel zu kleine Kader für diese Liga. Wir spielten in keiner einzigen Partie komplett, denn ständig fallen Spieler aus und fehlen auch beim Training“, beklagt der ehrgeizige Spielertrainer, der schon in höheren Klassen spielte, die Misere. Trotzdem schöpft die Mannschaft Mut aus der letzten Begegnung gegen Oberschwarzach, denn ein 2:0 Rückstand wurde noch zu einem Remis umgebogen. Außerdem herrscht bei Spielern und Verantwortlichen ein guter Zusammenhalt und eine positive Stimmung.
Am Sonntag kommt das Schlusslicht der Liga, der TSV Rannungen, der mit dem SV aufstieg, als Gast und der 35-jährige Coach May betont kritisch: „Der Gegner ist in der ähnlichen Lage wie wir. Sie kämpfen auch ums Überleben in der Liga. Im Vorspiel unterlagen wir 2:1 und wir wollen nun Revanche nehmen. Es ist ein sechs Punktespiel für uns wie für den Gegner.“ Leider fehlen wieder Spieler im Kader und der SV kann voraussichtlich in diesem wichtigen Match nicht aus dem Vollen schöpfen.
Nach der Aufholjagd im letzten Spiel, als die Mannschaft Moral zeigte, äußerte sich jedoch der SV Vorsitzende Peter Keller, der voll des Lobes über seinen Trainer May ist, optimistisch: „Drei Spiele sind es noch bis zur Winterpause. Wenn uns das Glück zur Seite steht, könnte unsere Mannschaft aus den drei verbleibenden Spielen noch sieben Punkte holen und wir könnten uns zufrieden in die Winterpause zurückziehen.“

Der TSV Rannungen sieht sich noch lange nicht abgestiegen – Die Trainerfrage stellt sich nicht


Rannungen (eva). Wenn sich am Sonntag der SV Sömmersdorf/Obbach und der TSV Rannungen gegenüberstehen, dann lautet die Maxime: Mehr Abstiegskampf geht nicht. Der Tabellenvorletzte (Sömmersdorf/Obbach) empfängt den Tabellenletzten aus Rannungen. „Ich habe nicht erwartet,dass es so schwierig für uns werden würde“, blickt Spielleiter Michael Hobelsberger auf den bisherigen Saisonverlauf zurück. Der bescherte den Rannungern bislang zwei Siege, der letzte datiert vom 20. August, als man mit 1:0 gegen Strahlungen gewann. „Unser großes Manko ist die schechte Torausbeute“, so Hobelsberger. Und in der Tat mit acht Treffern in 14 Spielen stellt man wahrlich keine glänzende Bilanz auf. Rannungens Top-Scorer Fabian Erhard war lange verletzt, fehlte unter anderem in der gesamten Vorbereitung. Das spiegelt sich in seiner Treffsicherheit wieder, ihm gelangen in dieser Saison erst drei Buden. Ein weiterer Spieler, der in der Offensive Akzente setzen sollte fällt sogar ganz aus. David Schad wollte in dieser Saison wieder angreifen, der Lehrer wurde aber zu Beginn des neuen Schuljahres nach Oberbayern versetzt.
An der Sturmflaute will Michael Hobelsberger den derzeitigen Tabellenstand nicht alleine festzurren. „Es sind Kleinigkeiten, die uns fehlen. Zum Beispiel die fehlende Raffinesse. Und (5.- Euro ins Phrasenschwein) hinzu kommt dann auch noch Pech. Trotz dieser Summe an Kleinigkeiten, ich bin der Meinung wir sind bezirksligatauglich.“
Die Bezirksligatauglichkeit, die gilt es am Sonntag im Aufsteigerduell unter Beweis zu stellen. Groß motivieren braucht Trainer Klaus Seufert das Team nicht, denn die Moral ist top. „Wir glänzen mit Teamgeist und Kameradschaft. Für diesen Tabellenstand herrscht eine erstaun-lich gute Stimmung."Llegt wohl auch daran, dass man zunehmend auf Eigengewächse setzt, die Mannschaft eine geschlossene Einheit bildet. So kam es auch, dass man zu Saison-beginn auf spektakuläre Neuverpflichtungen verzichtete. Auch in der Winterpause wird sich dahingehend wenig tun. „Natürlich haben wir Augen und Ohren offen. Aber wir verpflichten keine Spieler, die wir bezahlen müssten.“
Wenn es mit dem Klassenerhalt nicht klappen sollte, „dann steigen wir eben mit wehenden Fahnen ab.“ Michael Hobelsberger wird dann möglicherweise zwei Abstiege beklagen müssen, ist er doch bekennender FC Köln Fan. Und hier sieht er eine weitere Parallele zu den Geißböcken, denn „Rannungen steht hinter seinem Trainer. Der Trainer wird bleiben. Er macht eine sehr gute Arbeit. Es geht auf alle Fälle mit Seufert weiter“, so Hobelsberger, um dessen Position es im Gegensatz zu Köln keine Spekulationen gibt. Und so wird der Spielleiter zusammen mit den zirka 20 bis 30 Fans in Sömmersdorf auf einen Sieg der ihren hoffen. „Wir hoffen das Spiel knapp für uns zu entscheiden“, so Michael  Hobelsberger.
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