Topspiel der Woche: Bezirksliga Ost - FT Schweinfurt – SV Ramsthal, Sonntag, 30.4.17, 15 Uhr

FTS-Coach Norbert Barth und SV-Coach Nico Schell (Foto: Valtin/Fick)
Bei den Freien Turner stehen die Zeichen auf einen Neubeginn
Mehr als ein Sechs-Punkte-Spiel


Schweinfurt (eva).Vier Spieltage vor Saisonende stehen die Freien Turner Schweinfurt auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga Ost. Vier Punkte trennt die Mannschaft von Trainer Norbert Barth von der SV-DJK Unterspiesheim die auf dem Relegationsplatz steht wie auch vor dem Gegner am Sonntag, dem SV Ramsthal, der den dritten Abstiegsplatz inne hat. Vor diesem Hintergrund ist das Spiel gegen den Aufsteiger aus Ramsthal wohl schon mehr als ein Sechs-Punkte-Spiel.
Eine Niederlage gegen Ramsthal und für den ehemaligen Landesligadino wäre der Traum vom Klassenerhalt wohl ausgeträumt angesichts der weiteren Aufgaben, die da lauten: Auswärts beim FC Bad Kissingen und der SV Riedenberg sowie Zuhause gegen die DjK Wiesentheid. Soweit will Trainer Barth aber noch nicht denken, er ist voll auf Ramsthal fokussiert. „Das spiel ist mehr als richtungsweisend, hier geht es um alles. Es ist eine sehr schwere Situation für uns, aber mit einem Dreier wären wir bis auf einen Punkt an Ramsthal herangerückt.“
Barth hadert mit der Chancenverwertung und, ganz im Stile der Würzburger Kickers, mit späten Gegentreffern. „Wenn wir verlieren, dann verlieren wir meist mit einem Tor. Hinzu kommt, wir verschenken viele Spiele in den letzten Minuten. Das ist eine reine Kopfsache. Die Spieler schaffen es leider nicht diese Gedanken auszuschalten.“
Während Trainer Barth, der die Turner zu Saisonende verlassen wird, noch auf den Klassenerhalt hofft, ist für Fußball-Abteilungsleiter Robert Gehling der Klassenerhalt kaum mehr zu realisieren. „Wenn du in 26 Spielen 23 Punkte holst, wie willst du dann in vier Spielen 12 Punkte holen. Ich gehe davon aus, dass wir in der nächsten Saison nicht mehr Bezirksliga spielen werden.“ Für Gehring ist dies aber kein Weltuntergang. Im Gegenteil, Gehring blickt in eine Zukunft: „In der wir mit einem ganz anderen Wind und Geist in die Saison gehen werden. Der alte Turnergeist ist in Lauerstellung. Wir wollen und wir werden mit Schwung in den nächsten Wochen und Monaten daran arbeiten, das dieser Geist wiederkehrt.“ Nach innen und außen, so Gehling werde man im zweiten Halbjahr Signale setzen. Ein Signal sei die Wiedereröffnung des Vereinsheimes im Juni. Nach sechsmonatiger Abstinenz habe man einen neuen Pächter gefunden. Ein weiteres Signal sei die Weichenstellung in der Mannschaft. Bereits im Winter sei man mit dem neuen, künftigen Trainer einig geworden. Und auch was das Mannschaftsgefüge der kommenden Spielzeit angehe sei man schon weit fortgeschritten.
Noch schaut man aber auch von spiel zu Spiel, denn och steht sie ja die Minimalchance auf den Klassenerhalt. Und in diesem Fall hätte wohl auch der ehemalige Trainerfuchs Ernst Gehring nichts dagegen, das er sich mal falsch gelegen wäre.

SV Ramsthal ist auf dem besten Wege den Klassenerhalt doch noch zu schaffen
Starke Rückrunde lässt weiter hoffen


Ramsthal (hf). Einen heißen Fight dürfte es für den „noch“-Bezirksligisten SV Ramsthal im Kellerduell mit den Freien Turnern am Sonntag geben, denn beide Teams belegen die Abstiegsplätze 14 und 15. Nach einer starken Rückrunde, nur zwei Spiele wurden verloren, hat der SV Ramsthal 27 Punkte auf seinem Konto und ist jetzt mit mehreren Mannschaften im Tabellenkeller punktgleich während der Gegner FT Schweinfurt nur 23 Punkte aufweist und schon ziemlich abgeschlagen ist. Sollte Rams-thal als Sieger vom Platz gehen könnten sie sich ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen und bei dann noch drei ausbleibenden Spielen das rettende Ufer oder wenigstens den Relegationsplatz erreichen.
Und Coach Nico Schell, der den SV Ramsthal bereits im dritten Jahr trainiert, schildert die Lage: „Wir holten aus den ersten sieben Spielen keinen einzigen Punkt, was uns uns bis heute nachhängt und es fiel uns extrem schwer aufzuholen. Vielleicht wäre alles anders gelaufen. Wir hatten große Personalsorgen, oft bis zu zehn Verletzte und niemand gab mehr einen Pfifferling auf uns. Inzwischen hat sich die Lage verbessert. Die Verletzten kamen langsam zurück und wir wuchsen zu einer geschlossenen, schlagkräftigen Truppe zusammen. Außerdem änderten wir unsere Taktik und unsere favorisierte Grundordnung und kämpften uns beständig heran. Würde man nur die Rückrundentabelle nehmen, dann stünden wir auf Rang sechs.“
Besonders hebt Trainer Schell, der voll des Lobes über sein Team ist, hervor: „Meine Truppe hat nie aufgegeben, war immer motiviert und wir sind eine zusammengeschweißte Einheit geworden. Es herrscht ein sehr guter Teamgeist und ein enger Zusammenhalt sowohl beim Spiel als auch danach. Und dieser Geist ist es was eine Mannschaft braucht um schier Unmögliches möglich zu machen.“ Zum kommenden Gegner erklärt der akribisch arbeitende Chef:„Sie sind in der selben Lage wie wir. Für die ist es ein Endspiel bei den dann noch drei ausbleibenden Spielen.Das wird eines unserer schwersten Spiele. Eine Niederlage würde für den Mitkonkurrenten schon fast das Aus bedeuten. Für uns ist es immens wichtig einen Dreier zu holen, denn dann besteht noch ein Funken Hoffnung.
Wir werden alles reinhauen in diese Partie und vertrauen auf unsere Stärke.“
Beim Ausblick auf die restlichen Spiele gibt Niko Schell, der schweren Herzens nach dieser Saison sein Traineramt hier niederlegt und sich mehr der Familie widmet, zu bedenken:„Das Restpro-gramm ist allerdings hammermäßig, denn die Gegner sind der Tabellenerste SV Euerbach/ Kützberg, der Tabellendritte Oberschwarzach und der Vierte Dampfach, aber gegen die holten wir in der Vorrunde sechs Punkte. Das stimmt uns optimistisch und wir gehen diese entscheidenden Spiele gelassen und voller Selbstvertrauen an.“
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