Topspiel am Wochenende: Kreisklasse SW 1 I FV Niederwerrn/Oberwerrn - SV Schnackenwerth I Sontag, 10. September I 15 Uhr

Noch ist die Trainingsbeteiligung beim SV Schnackenwerth sehr vorbildlich. (Foto: Hans Fick)
So hatte sich Neutrainer Matthias Fiedler seinen Einstand beim Kreisklassisten FV Niederrn/Oberwerrn nicht vorgestellt. Nach drei Spielen hat der Kreisligaabsteiger ein mageres Pünktchen auf dem Konto und steht auf dem Relegationsplatz. Der Hauptgrund der Misere ist wohl der spielerische Aderlass, den der FV zu Saisonbeginn hinnehmen musste. Sage und schreibe 21 Spieler haben den FV Niederwerrn/Oberwerrn zu Saisonende verlassen. „Das war absolut bitter. Bei der Jahreshauptversammlung am Jahresbeginn hat niemand einen Ton gesagt, die Mannschaft verlassen zu wollen. Unser neuer Trainer Matthias Fiedler hat die Mannschaft mehrfach beobachtet, sich seine Notizen und Gedanken zur neuen Spielzeit gemacht. Und dann das. Ich rechne es Matthias hoch an, dass er dennoch gekommen ist.“ Aus den Worten von Vfl Niederwerrn Vorsitzenden Bernd Hillmer sprechen immer noch Ungläubigkeit und Bitternis ob der Abgänge. Die Folge: von ehemals drei Mannschaften nimmt nur noch die 1. Mannschaft des FV am Spielbetrieb teil. Für die 2. Mannschaft konnte man mit dem FC Geldersheim wenigstens noch einen Partner als Spielgemeinschaft gewinnen, die 3. Mannschaft musste abgemeldet werden. Gewinnen, das ist das Stichwort für den Sonntag. „Gegen Schnackenwerth muss gewonnen werden. Auch wenn es eine enge Kiste wird, bin ich optimistisch, dass die Punkte in Niederwerrn bleiben“, so Matthias Fiedler, der von der SG Üchtelhausen/Zell gekommen ist. Fiedler steht zu seinem Wort. „Wenn ich unterschrieben habe, stehe ich auch dazu.“ Für ihn bedeutet der Wechsel, wieder auf Entdeckungsreisen zu gehen. Während er in der Kreisklasse 4 alle Vereine aus dem FF kennt, ist die Kreisklasse 1 Neuland.
Was Fiedler derzeit die meisten Sorgen bereitet sind die vergebenen Chancen. „Sowohl gegen Euerbach/Kützberg als auch gegen Geldersheim wäre ein Punkt drin gewesen. Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten.“ Zur mangelnden Chancenverwertung kommt auch noch Verletzungspech. Gleich drei Torleute fallen längerfristig aus und so muss derzeit der Keeper der Senioren das Niederwerrner Gehäuse sauber halten. Eine schwere Aufgabe am Sonntag, denn gerade die Schnackenwerther Offensive stellt Fiedler als die Stärke des Gegners fest. Bei allem Negativen, Matthias Fiedler steckt den Kopf nicht in den sprichwörtlichen Sand. „Ich blicke hoffnungsvoll in die Zukunft. Unser Ziel ist es nicht abzusteigen und das Nahziel lautet zur Winterpause auf einem Nichtabstiegsplatz zu stehen.“ Fiedler sieht letztlich in der Neuausrichtung auch eine Chance für die Zukunft. „Die Jungs ziehen gut mit und wir haben eine unheimlich junge Truppe. Darauf lässt sich gut aufbauen.“

Kreisligaabsteiger gegen A-Klassenaufsteiger, so lautet die interessante Partie am Sonntag in der Kreisklasse zwischen dem FV Niederwerrn/ Oberwerrn und dem SV Schnackenwerth. Nach drei Spieltagen stehen die beiden Konkurrenten ohne einen Dreier da und warten auf Erfolgserlebnisse. Keinen Sieg und auch kein Remis erzielte der SV bisher in der Kreisklasse und somit steht die Mannschaft um Trainer Thomas Weidinger auf dem vorletzten, dem dreizehnten Rang in der Tabelle, einem Abstiegsplatz. Sehnsüchtig warten Trainer, Spieler und Fans der Schnackenwerther auf ein positives Ergebnis, das sie beim Auswärtsspiel in Niederwerrn anstreben, denn der Gegner, der Absteiger aus der Kreisliga hat auch erst einen Punkt auf seinem Konto und belegt mit Rang zwölf ebenfalls einen Abstiegsplatz. Beide Teams verloren ihre letzten Partien und stehen sich nun im Kellerduell gegenüber. Während Trainer Thomas Weidinger, der seit dieser Saison die Mannschaft coacht, zur Zeit im Urlaub verweilt, übernimmt der langjährige Abteilungsleiter Michael Treutlein die Verantwortung und sein Fazit sieht so aus: „Null Punkte, da kann man nicht zufrieden sein mit unseren Auftritten. Im ersten Spiel gegen Euerbach/ Kützberg rannten wir ins offene Messer und gegen Arnstein führten wir bereits mit 3:1 und verloren noch 3:5. Die Kreisklasse ist halt eine andere Liga als die A-Klasse und wir bekommen zu leicht und zu schnell die Gegentore. Natürlich müssen wir die Abgänge von Ardian Mataj und Pascal Rinbergas zur FT erst einmal verschmerzen und Neuzugänge kamen nur aus der eigenen Jugend und die brauchen noch Zeit. Unser Hauptproblem liegt im defensiven Bereich, da müssen wir uns verbessern. Trotz des Fehlstarts ist die Stimmung noch gut in der Truppe und wir liegen nicht am Boden. Vierzehn oder fünfzehn Mannen sind immer beim Training, aber langsam bräuchten wir mal Punkte, damit das alles auch so bleibt.“ Am Sonntag kommt es zum Kellerduell mit dem FV Niederwerrn / Oberwerrn, der ebenfalls erst einen Punkt aufweisen kann und Michael Treutlein meint: „Ich kann diese Mannschaft nicht richtig einschätzen. Sie hatten viele Abgänge und tun sich ebenfalls schwer in der Kreisklasse, obwohl sie von oben kommen. Ich schätze sie nicht als Favoriten in diesem Match ein, aber uns auch nicht. Trotzdem wollen wir endlich mal einen Dreier einfahren, der bis jetzt verwehrt geblieben ist und den ersten Schritt tun. Glücklicherweise können wir aus dem Vollen schöpfen, denn unser Kader ist bis auf einen Mann vollzählig.“ Auch die treuen Fans warten nach dem Aufstieg auf Erfolge ihrer Mannschaft, obwohl sie auch erkennen, dass sich die Truppe bemüht, aber doch an ihre Grenzen stößt. Zufrieden zeigt sich Abteilungsleiter Treutlein mit dem Trainer Weidinger, der schon zum dritten Mal hier das Traineramt übernimmt und auch schon Meister mit Schnackenwerth in der Saison 2007 wurde. „Wir kennen ihn gut und er ist voll akzeptiert. Er fordert halt recht viel, aber letztendlich ist unser aller Ziel der Klassenerhalt, nachdem wir endlich mal den Aufstieg geschafft haben.“
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