SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz beim Landesparteitag im Schweinfurter Konferenzzentrum – Für sich lohnende Ziele gilt es weiter zu kämpfen

Gut gelaunt und Hände schüttelnd wurde Kanzlerkandidat Martin Schulz von seinen Genossen im Konferenzzentrum herzlich begrüßt. (Foto: SPD Geschäftsstelle)
Schweinfurt (red). Die jüngsten Rückschläge bei Landtagswahlen waren SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz beim SPD-Landesparteitag in Schweinfurt nicht mehr anzumerken. Gut gelaunt und Hände schüttelnd wurde er von seinen Genossen im Konferenzzentrum herzlich begrüßt.
Die 300 Delegierten und über 100 Gäste des Parteitags empfingen Martin Schulz im Saal mit schwenkenden Fahnen, jubelnd und mit rhythmischem Klatschen. Die frischgebackene Landesvorsitzende Natascha Kohnen ergriff zur Begrüßung das Wort:
„Lieber Martin, ich bin die letzten Tage immer wieder gefragt worden, welche Botschaft ich dir hier aus Bayern mitgeben möchte. Ich habe eine Antwort gegeben und keine andere zählt für mich: Einer für alle, alle für einen!“
Es folgte eine viel umjubelte Grundsatzrede des Parteivorsitzenden. Zu Ende ging der Parteitag schließlich mit einem klaren Bekenntnis zu Investitionen in Kinder, Familien und die Infrastruktur. Martin Schulz schwor seine Parteikollegen auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf ein. Er sprach von einer Richtungsentscheidung im September für die nächsten Jahre. Als unseriöse Wahlkampfgeschenke bezeichnete er die von der Union angekündigten Steuerentlastungen. Mehrfach betonte Schulz, wie wichtig und notwendig höhere Investitionen seien, in Kinder und Familien, in Bildung und Infrastruktur.
Es geht nur gemeinsam
Nach fast anderthalb Stunden Redezeit appellierte der SPD-Kanzlerkandidat an die Geschlossenheit der SPD. Deutschland und Europa müssten sozial gerechter werden, um gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen:
"Dafür, Genossinnen und Genossen, lohnt es sich zu kämpfen. Und wenn wir das tun, wenn wir uns auf unsere eigene Kraft, auf die 153 Jahre ununterbrochene Tradition besinnen - für Gerechtigkeit, für Zukunft und für europäische und internationale Politik - wenn wir uns darauf konzentrieren und besinnen und zusammenhalten: Einer für alle und alle für einen, dann, Genossinnen und Genossen, heißt der nächste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland: Martin Schulz.“
Natascha Kohnen wurde außerdem auf dem Parteitag zur neuen Landesvorsitzenden der BayernSPD gewählt. Die annähernd 300 Delegierten wählten sie mit 88,3 Prozent der Stimmen. Natascha Kohnen ist die dritte Frau nach Renate Schmidt und Lisa Albrecht an der Spitze der bayerischen Sozialdemokratie.
Komplettiert wird das Spitzentaem der Bayern-SPD durch Uli Grötsch, der auf Vorschlag der neu gewählten Landesvorsitzenden Natascha Kohnen zum Generalsekretär ernannt wurde. Der Oberpfälzer Bundestagsabgeordnete erhielt 91,7 Prozent der Stimmen.
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