Sennfelder Planpaar-Jubilare feiern 70. Geburtstag - Ehrentour am Kirchweihmontag

(Foto: Archiv Volkstrachten-Erhaltungsverein)

Sennfeld (eva). Am ersten Septembersonntag des Jahres 1947 wurde in Sennfeld erstmals nach dem 2. Weltkrieg wieder Kirchweih mit Plantanz gefeiert. Sieben Planpaare waren es, die damals die altfränkischen Tänze auf dem festlich geschmückten Plan wieder aufführten. Die drei noch lebenden damaligen Planmädchen und zwei Planburschen feiern in diesem Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum mit der Ehrentour am Kirchweihmontag.

Wie die Chronik überliefert haben die sieben Planburschen zusammen mit der Gemeinde bei der amerikanischen Militärregierung im Jahr 1947 eine Ausnahmegenehmigung vom allgemeinen Versammlungsverbot erreicht. Freilich waren damals trotzdem noch erhebliche Hindernisse zu überwinden. Kirche und Pfarrhaus, Rathaus und alle den Plan angrenzenden Anwesen waren total zerstört. Die Trümme der Häuser waren auf dem Plan zu einem riesigen Schutthaufen aufgetürmt. So fand die erste Nachkriegskirchweih auf dem einzigen befestigten Platz, den Dreschplatz an der Dachsgrube (heutiges Feuerwehrhaus“ statt. Der Festgottesdienst fand in genüberfüllten Behelfsräumen des Kindergartens statt.
Alle lebenswichtigen waren unterlagen 1947 noch der Zwangsbewirtschaftung. Textilien und Schuhe waren nur mit streng zugeteilten Bezugsscheinen erhältlich. Nahrungsmittel konnten nur mit Lebensmittelmarken bezogen werden. In den Gaststätten mussten für die Brotzeit oder ein dürftiges Essen die knapp bemessenen Lebensmittelmarken abgegeben werden. Und dennoch: Die Sennfelder konnten wieder ihre Kirchweih feiern.
Am Kirchweihmontag werden die noch lebenden Planjubilare bei ihrer nunmehr zum immateriellen Kulturerbe erhobenen Kirm ihre Ehrenrunden drehen. Noch lebende Planjubilare sind: Rudolf und Mina Fietz, Paul Eichhorn, Ida Geyer und Gertrud Steiner.
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