Schonungen kämpft für flächendeckende Netzabdeckung auch in entlegeneren Gebieten – Mobilfunkerreichbarkeit ist ein Gebot der Stunde

Dem inzwischen ganz guten Internetausbau müsse nun eine zügige und flächendeckende Mobilfunkabdeckung folgen, fordert Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann der inzwischen auch überregionale Medien auf sein Anliegen aufmerksam machen konnte.
Schonungen (red). Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann will nicht locker lassen, was den Mobilfunkausbau in den entlegener gelegenen Orten seines Gemeindegebietes angeht. Zuletzt hat er sogar überregionale Medien auf sein Anliegen aufmerksam machen können.
Besonders wurmt den Bürgermeister, dass Mobilfunkbetreiber Vodafone den Ausbau mit Mobilfunkmasten bereits versprochen hatte, sich dann aber nicht mehr hören und blicken ließ. Nun kam es zuletzt zu einer größeren Demonstration in Reichmannshausen, wo es an vielen Ecken mit einem zuverlässigen Mobilfunknetz hapert. Sogar ein gemeindliches Flurstück als Standort für einen Mobilfunkmast wurde bereits gefunden.
Trotz fehlendem Mobilfunk ist die Bevölkerung von Reichmannshausen bestens vernetzt: Mittels WhatsApp-Gruppe, E-Mail-Verteiler und Facebook wurden die Bürger kurzerhand innerhalb von 24 Stunden am Kirchplatz zu einer spontanen Protestaktion zusammengetrommelt. Presse, Hörfunk und Fernsehen sind gekommen um die aufgebrachten Bürger zu interviewen und ihrem Bürgermeister und den Gemeinderäten den Rücken zu stärken.
Für Rottmann ist es ein Unding, dass Handyanbieter viel Werbung für den Vertrieb ihrer Smartphones betreiben, was dann deren Erreichbarkeit angeht, den Nutzer aber dann alleine lassen. Gerade für ansässige Betriebe, für die Gastronomie, für die Feuerwehr und Hausärzte oder das Schullandheim, wäre Handyempfang dringend angebracht. Rottmann fordert aber auch die Landes- und Bundespolitik zum Handeln auf. Mobilfunk ist genauso wichtig wie schnelles Internet und darf nicht nur den privatwirtschaftlichen Interessen überlassen werden.
Wie Bürgermeister Stefan Rottmann berichtet, ist es immerhin gelungen, dass die Telekom den Mobilfunkausbau in Marktsteinach und Hausen vorantreibt. Der Sendemast in Marktsteinach ist zwischenzeitlich errichtet und soll bald in Betrieb gehen. Man sei auf einem guten Weg.
Aber was ist mit der Ankündigung und Plänen von Vodafone, fragen sich viele in der Großgemeinde? Was ist mit den Vodafone-Kunden im Gemeindegebiet und warum nutzt Vodafone nicht gemeinschaftlich Sendeanlagen mit der Telekom? Wenn sich hier nicht kurzfristig was bewegt, werde man den öffentlichen Druck in der Gemeinde, der Region und in den sozialen Netzwerken weiter aufbauen, verspricht Rottmann. Eine Onlinepetition und Schreiben an Abgeordnete ist bereits in Vorbereitung – außerdem werden weitere Protestaktionen mit Landes- und Bundesweiten Medien folgen.
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