Rettungsbrett, Wurfretter, Spineboard - Handwerkszeug für Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst

(Foto: Foto: Jürgen Ruß)
 
(Foto: Foto: Jürgen Ruß)
16 Einsatzkräfte trafen sich aus den Kreis-Wasserwachten Bad Kissingen, Haßberge, Kitzingen, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt am Schweinfurter Baggersee, um die Qualifikation zum Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst zu erlangen.
Das medizinische Hintergrundwissen brachten die Teilnehmer bereits aus dem Sanitätskurs in den jeweiligen Kreisverbänden mit. Der anstehende Kurs macht die Teilnehmer in wasserrettungstechnischen Tätigkeiten Fit für die Absicherung von Wassersportveranstaltungen oder den Wachdienst an Seen, Flüssen und in Schwimmbädern.
Zunächst durften die Teilnehmer ihre mitgebrachten Fähigkeiten in der Knotenkunde demonstrieren. Palstek und Co. waren nicht nur zu knüpfen, sondern auch deren Verwendung und Kontrolle zu erklären.
Anschließend wurden die wichtigsten Punkte aus den Teilnehmerunterlagen, die im Vorfeld des Kurses daheim vorbereitet wurden, wiederholt und vertieft sowie offene Fragen geklärt. Es ging los mit den Aufgaben der Wasserwacht und der Beauftragung des Wasserrettungsdienstes, über die Gefährdungsbeurteilung einer Einsatzstelle zu taktisch richtigem Vorgehen, vom Erkennen eines Ertrinkungsunfalls zum richtigen Handeln entsprechend der zugehörigen Überlebenskette, und endete mit dem Erkennen und Möglichkeiten zur Bewältigung von Belastungssituationen und Stress im und nach dem Wasserrettungseinsatz.
Es folgte der Schwerpunkt der Ausbildung mit praktischen Tätigkeiten bei herrlichem Frühlingswetter und erfrischender 13°C kalter Wassertemperatur.
Die Teilnehmer erlernten und übten in Kleingruppen in verschiedenen Stationen den richtigen Umgang mit den Rettungsmitteln Wurfretter, Rettungsboje und -Gurt, Rettungsbrett und Spineboard.
Nach einer Mittagspause ging es ebenfalls in der Stationsausbildung weiter mit Peiltechniken zum Ausbringen einer Markierungsboje sowie Suchketten im Flachwasser und mit Schnorchelausrüstung.
Die erworbenen Fähigkeiten durften die Teilnehmer anschließend in komplexen Einsatzsituationen anwenden. Einsatzkräfte stellten Nichtschwimmer auf einem defekten Schlauchboot realitätsnah dar, die von den Rettungsschwimmern in Zusammenarbeit mit dem Bootsführer zu retten waren. Wasserrettungsphantome simulierten im hüfttiefen Wasser untergegangene Kinder. Hier waren von den Rettungsschwimmer-Trupps nicht nur die richtigen Arbeitstechniken gefordert, sondern auch das einsatztaktisch sinnvolle Vorgehen. Die gestellten Aufgaben wurden von den Teilnehmern gut gelöst und weitere Verbesserungspotentiale diskutiert.
Am Ende des Lehrgangs absolvierten die Teilnehmer noch den schriftlichen Abschlusstest sowie die praktische Prüfung in Form einer erweiterten kombinierten Übung aus dem Rettungsschwimmabzeichen mit anschließender Reanimation mit AED-Einsatz.
Nach einem langen und anstrengenden Ausbildungstag zogen Teilnehmer und Ausbilder ein positives Fazit zum Kurs.
Ein besonderer Dank gilt den Mimen, Hospitanten und Ausbildern aus den entsendenden Kreis-Wasserwachten. Deren zahlreiche Unterstützung ermöglichte die effektive Arbeit in Kleingruppen und realistische Darstellung von Notfallsituationen. Damit sind die Absolventen des Kurses bestens vorbereitet für ihre Tätigkeit als Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.