Reservisten feiern 40 jähriges Jubiläum – Über Jahrzehnte Garant für Frieden und Freiheit

Edmund Stiller (2. von links) und Eduard Glotzmann (2. von rechts) wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. (Foto: Christiane Reuther)
Seit 40 Jahren besteht die Reservistenkameradschaft (RK) Knetzgau, der auch viele Kameraden aus dem Einzugsbereich Schweinfurt angehören. Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, einer Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal sowie dem anschließenden Festabend im Schützenhaus feierten die Kameraden ihr Jubiläum.Vorsitzender Christian Emmert ging in seiner Ansprache auf die Geschichte der Reservistenkameradschaft ein. Den beiden Kameraden Otto Böhm und Ehrenvorstand Herbert Karg sei es zu verdanken, dass im September 1977 eine eigene Kameradschaft in Knetzgau gegründet wurde.
Seit jeher fördere die RK Knetzgau die Belange der Bundeswehr. Die Kameradschaft bezeichnete Emmert als großes Aushängeschild. Seit ihrer Gründung fanden regelmäßige Versammlungen und Geselligkeiten statt, wie das Maibaumaufstellen, das von den Reservisten seit 25 Jahren ausgetragen wird. Gemeinsam arbeiten, feiern und Wettkämpfe bestreiten verkörpere Kameradschaft. Bei Letzterem, so berichtete Emmert, seien die Knetzgauer stets erfolgreich gewesen, wie bei Märschen, Schießveranstaltungen oder militärischen Vielseitigkeitswettkämpfen. Aber auch als Ausrichter von Wettkämpfen sei die RK Knetzgau tätig, sei es im Kreis oder auf Bezirksebene, bei sicherheitspolitischen Seminaren oder bei dem jährlich stattfindenden Bürgermarsch, der sich großer Beliebtheit erfreue.
Dies sei laut dem Vorsitzenden nur möglich, wenn sich, wie damals vor 40 Jahren, aber auch heute noch, über 160 Kameraden mit einbringen und sich bereit erklären, mit anzupacken. Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus dankte der Reservistenkameradschaft als festem Bestandteil im Vereinsleben für das Engagement in der Gemeinde. Die Reservisten, so der Bürgermeister, verkörperten die Verbindung des Militärs zur Gesellschaft und erhielten die Tradition des Staatsbürgers in Uniform aufrecht.
Paulus zeigte sich überzeugt, es sei ein großer Fehler gewesen, die Wehrpflicht in der Bundeswehr abzuschaffen. Über Jahrzehnte sei die Bundeswehr „Garant für Frieden in Freiheit und als Wehrpflichtarmee fest in der Gesellschaft verankert“ gewesen. Den Gründungsmitgliedern dankte Schirmherr Oberstleutnant Wolfgang Hagedorn für ihren Mut und Weitblick, den sie vor 40 Jahren bewiesen hätten. Mit Stolz und Freude dürfe man auf eine erfolgreiche Verbandsarbeit blicken, verbunden mit allen Höhen und Tiefen. Der Schirmherr, der mit seiner Familie einige Jahre in Knetzgau seinen Wohnsitz hatte, ging in seinem Grußwort auf den Wandel in der Bundeswehr ein. Hagedorn erinnerte an die Aussetzung der Wehrpflicht, die Umstrukturierung der Streitkräfte mit einem veränderten Aufgabenspektrum, den Einsatz von Frauen in der Bundeswehr sowie an multinationale Auslandseinsätze im Rahmen der weltweiten Krisenvorsorge.
Trotz der tiefgreifenden Veränderungen der Streitkräfte in den vergangenen Jahren habe sich die Bedeutung der Reservisten für die Bundeswehr nicht vermindert. Das Engagement der freiwilligen Reservistenarbeit sei laut Oberstleutnant auch heute noch für funktionierende Streitkräfte unverzichtbar. Die Reserve der Bundeswehr bleibe auch in Zukunft für die Landes- und Bündnisverteidigung, für den Heimatschutz sowie bei Einsätzen des multinationalen Krisenmanagements unverzichtbar. Das nachhaltige Engagement bezeichnete Hagedorn als Symbol für die feste Verankerung der Truppe in der Gesellschaft. Mit ihrem persönlichen Engagement hätten die Mitglieder sich mit ihrer Tatkraft in den Aktivitäten zur Bewahrung von Frieden und Sicherheit im Land und zum Wohle der Gemeinschaft eingebracht.
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