Radwegsituation in der Ignaz-Schön-Straße

Wie aus der Presse am 11.11.2017 zu entnehmen war, hat der Bauausschuss der Stadt Schweinfurt
für eine Verlegung des nördlichen Radweges in der Ignaz-Schön-Straße auf die Fahrbahn und
in der Niederwerrner Straße für die Schaffung eines Radweges mit entsprechenden Schutzstreifen
gestimmt.
Die SU Schweinfurt kritisiert ersteren Beschluss und verweist dabei auf die im Bauausschuss von
Stadtrat Rüdiger Köhler (CSU) vorgebrachten Bedenken. Während in der Niederwerrner Straße
der Schaffung eines Radweges nichts entgegensteht, weil auch ein Provisorium mehr Sicherheit
verspricht als gar keine Spur für Radfahrer und Radfahrerinnen, stellt sich die Situation in der Ignaz-
Schön-Straße als eine völlig andere dar: Dort liegt mit der FHWS, dem Olypmia-Morata-
Gymnasium, dem Walther-Rathenau-Gymnasium und der Walther-Rathenau-Realschule sowie der
in der Parallelstraße liegenden Wilhelm-Sattler-Realschule eine besonders hohe Dichte an (Hoch-)
Schulen vor. Würde der Radweg auf die Straße verlegt werden – mit oder ohne Sicherheitsstreifen
wäre dies letztlich das Resultat –, bedeutet dies ein erhöhtes Verkehrsrisiko insbesondere für die
Schülerinnen und Schüler aus den unteren Jahrgangsstufen, die die Verkehrssituation dort noch
nicht gut kennen oder aufgrund Ihres Alters schlicht noch zu wenig Erfahrung im Straßenverkehr
und im Umgang mit komplizierten Verkehrssituationen haben. Den Bedenken von Rüdiger Köhler
schließt sich die SU Schweinfurt an.
Der stellvertretende Kreisvorsitzende Nicolas Schmitt, selbst Schüler am Rathenau und Nutzer des
Radwegs, verweist darauf, dass gerade zu Schulzeiten die Gefahr für jüngere besonders groß ist,
wenn Elterntaxis, die in hohem Maße vorkommen, zum Absetzen und Abholen ihrer Kinder oder
auch die Busse, die zum Schulzentrum fahren, jeweils auf den Radweg fahren. Schmitt: „Fast täglich
ist ein Verkehrschaos auf der Straße zu beobachten. Ein Radfahrer würde in diesem untergehen.“
Würde der oben genannte Beschluss so umgesetzt, hieße das: Morgens, wenn es dunkel ist
und Schulkinder daher auf Fahrrädern nur schwer erkennbar sind, aber sogar mittags, wenn nach
Schulende besonders viele Schülerinnen und Schüler unterwegs sind, ist die Verkehrssicherheit
und damit die Gesundheit der Kinder bedroht. Das kann nicht im Interesse des Stadtrates sein,
weshalb die SU Schweinfurt dazu aufruft, den Beschluss zu überdenken, die Situation unter den
 entsprechenden Bedingungen vor Ort zu begutachten und auch die Meinung der SchülerInnen und
deren Eltern einzuholen, die auf diesen Schulweg angewiesen sind.
Uns als Auszubildenden & Schüler Union ist es ein großes Anliegen, dass alle Auszubildenden
und Schüler sicher zum Arbeitsplatz bzw. zur Schule kommen. Deshalb möchten wir folgenden
Vorschlag in die Debatte einbringen: Der nördliche Radweg sollte an seinem Platz bleiben. Ältere
können gerne auf der Straße fahren, für sie wäre dies ohne Schutzstreifen möglich. Zudem bestünde
die Möglichkeit, den südlichen Radweg (auf der Seite des Schuttbergs) in beide Richtungen
zu öffnen. Etwaigen Bedenken zur Sicherheit für die sich dann entgegenkommenden Radfahrer
halten wir entgegen: In der Praxis wird dies von den Radfahrerinnen und Radfahrern bereits jetzt
so gehandhabt, ohne dass Probleme bekannt geworden wären. So könnten besonders Schüler der
Walther-Rathenau-Schulen, sowie des Olympia-Morata-Gymnasiums sicher zur Schule fahren.
Der Kreisvorsitzende Maik Mann betont, dass dies nicht nur für die Auszubildenden & Schüler Union
Schweinfurt oberste Priorität haben sollte: „Wenn wir als Stadt und Gesellschaft wollen, dass
weniger Menschen mit dem Auto, sondern beispielsweise mit dem Rad zur Arbeit, zum Einkaufen
oder eben und gerade täglich zur Schule fahren sollen, dann muss dabei die Sicherheit für alle
garantiert werden. Das fängt schon bei den ganz jungen an. Es ist klar und verständlich, dass Eltern
bei Unsicherheiten nicht wollen, wenn ihre zehnjährige Tochter in der Dunkelheit eines Wintermorgens
zur Schule radelt.“ Dieser Zustand wäre jedoch fatal.
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