Prinz Sergei I. und Prinzessin Tanja II. regieren Schweinfurt bis Faschingsdienstag

  
Schweinfurt (eva). Das Bild ähnelt sich alljährlich, wenn die vereinigten Narrenscharen der drei Schweinfurter Fastnachts-Gesellschaften zum Sturm auf das politische Machtzentrum der Stadt ansetzen, dann steht das jeweilige Stadtoberhaupt allein auf weiter Flur. Diesmal war es 2. Bürgermeisterin Sorya Lippert die sich dem „närrischen“ Ansturm nur kurz entgegenstellte um dann den neuen Regenten Prinz Sergei I. und Prinzessin Tanja II, die Rathausschlüssel auszuhändigen.
Angeführt von den Ransbachtaler Musikanten aus Weichtungen zog das Schweinfurter Prinzenpaar unterstützt durch das Präsidium und die Garden der ESKAGE sowie den Abordnungen der Schwarzen Elf und der Antöner Narrenelf vom Marktplatz über Kesslergasse, Zehnt- und Spitalstraße zum Rathaus-Innenhof. Mit einer humorvollen Rede begrüßte ESKAGE-Präsident Horst Dinkel die zirka 100 Bürger, die der Zeremonie beiwohnten. Er legte der Bürgermeisterin nahe auf Widerstand zu verzichten, das Rathaus in gute Hände zu übergeben und die dadurch gewonnene Freizeit ausgiebig zu genießen. Dem stimmt Sorya Lippert zu: „Wenn die Narren regieren, dann kann nur gutes uns passieren.“ Von „Frau zu Frau“ übergab sie den Rathausschlüssel an Prinzessin Tanja II, die somit wohl die erste Schweinfurter Faschingsprinzessin ist, welche die Regierungsgeschäfte übernehmen durfte.
Tanja Chevalier revanchierte sich in dem sie der Bürgermeisterin von „Frau zu Frau“ den rat gab: „Wenn ihnen die Nachrichten auf den Geist gehen, ziehen sie sich die Kuscheldecke über den Kopf und genießen und entspannen sie dann in guten Träumen.“ Die Kuscheldecke war das Gastgeschenk, dass das Prinzenpaar Sorya Lippert zu Abschied aus dem Rathaus überreicht hatte. Prinz Sergei I. rief in seinem Memorandum alle Bürger(innen) aus Stadt und Landkreis auf, die kurze Zeit bis Aschermittwoch ausgiebig zu nutzen und dem Frohsinn zu frönen. „Besuchen Sie die Sitzungen der Karnevalsvereine, schunkeln und tanzen Sie, denn der Alltag hat uns schnell wieder.“
In der Rathausdiele erhielt der Prinzregent das äußerliche Zeichen seiner Macht von Sorya Lippert überreicht, die Stadtschärpe. Glückwünsche überbrachte der stellvertretende Sitzungspräsident der Schwarzen Elf, Adi Schön und der Sitzungspräsident der Antöner Narrenelf Maurice Breitkopf. Aus internen Kreisen wollte dabei Adi Schön erfahren haben, dass der Oberbürgermeister seine Generäle Ritter Jan von der eisernen Faust, Ralf von sanieren, abreißen und neu bauen, Jürgen von der schwäbischen Zunge und Anna die Jeanne d`Arc um sich versammelt hätte, um spätestens am 13. Februar zum Gegenputsch anzutreten. Das Prinzenpaar sollte daher auf der Hut sein. Maurice Breitkopf indes gab zu Protokoll sich mit dem Gedanken getragen zu haben zur ESKAGE zu wechseln. „Als der Prinz von seiner Prinzen(bar)betreuerin gesprochen hat, da stand der Wechsel fest. Erst als seine Elferratskollegen erklärten dies sei des Prinzen „weiches Fränkisch“ gewesen, er habe die Prinzenpaarbetreuerin erwähnt, habe Breitkopf den Wechsel ad Acta gelegt.
So wird man Maurice Breitkopf ab kommenden Samstag, 20. Januar, wieder als Sitzungspräsident und Büttenredner bei den Antönen sehen, Adi Schön sitzt derweil im Elferrat der Schwarzen Elf, deren Sitzungen bereits begonnen haben und Horst Dinkel wird mit dem Prinzenpaar am Samstag, 3. Februar die erste Sitzung der ESKAGE eröffnen. Infos über die Sitzungstermine gibt es im Internet unter: www. antoener.de, www.eskage.org und www.schwarze11.de
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