Pressebericht der Polizeiinspektion Schweinfurt vom 02.02.2017

Schweinfurt: Polizeiinspektion Schweinfurt |




Aus dem Stadtgebiet

Räuber und Gendarm - Polizei „fängt“ zwei Abgängige ein und bringt sie wieder wohlbehalten in die Klinik zurück

Mehrfach mussten am Mittwochnachmittag Streifenwagen ausrücken, um abgängige Patienten wieder in ein Krankenhaus zurückzubringen. Die Vorfälle gingen glücklicherweise alle glimpflich ab, die demenzkranken Männer wurden alle wohlbehalten angetroffen. Einer davon war gleich drei Mal stiften gegangen.

Gegen 18 Uhr ging die Mitteilung eines Autofahrers ein, dass am Ortsausgang von Schweinfurt eine Person auf dem Mittelstreifen in Richtung Mainberg unterwegs ist. Sogleich machten sich zwei Beamte auf und konnten den 78-Jährigen wirklich mitten auf der Straße laufend antreffen. Nachdem der Mann sicher im Streifenwagen „verstaut“ war, fiel auf, dass er vollkommen orientierungslos war und nicht wusste, wie er hierher kam. Nach der Fahrt zur Wache konnte eruiert werden, dass der Senior stationär in einem Schweinfurter Krankenhaus wegen seiner Erkrankung und Folgeuntersuchungen untergebracht ist. Anscheinend hatte er eine günstige Gelegenheit genutzt und war von dort ausgebüchst.
Ein Rettungswagen holte ihn von der Wache ab und brachte ihn anschließend wieder zurück.

Der zweite Patient, ein 71-Jähriger, hielt die Beamten dann über den Nachmittag verteilt gleich mehrfach auf Trab. Ihm war es gleich drei Mal gelungen, von dort „abzuhauen“.
Besonders auffällig dabei war natürlich seine für diese Jahreszeit unübliche Bekleidung, nämlich der Schlafanzug.
Beim ersten Mal nahmen ihn Polizeibeamte im Dienstgebäude in der Mainberger Straße selbst wahr, als er gegen 14 Uhr hier vorbeilief. Sie griffen sich ihn sofort und nach einer Abklärung über seinen Abgangsort wurde er zurückgebracht.
Gegen 16 Uhr fiel der Mann Passanten in der Rückertstraße auf. Auch hier konnte er wohlbehalten wieder zurückgebracht werden.
Und um 20 Uhr dann sein letzter ungenehmigter Ausflug. Hier konnte der Demenzkranke bereits in der Mainberger Straße wieder aufgegriffen und abgegeben werden.


Alle Jahre wieder - Nein, nicht Weihnachten, sondern Februar!
Fahrverbote absitzen

Frage an Radio Eriwan: Wie merkt es die Polizei allerspätestens, dass schon wieder Februar (nicht Weihnachten) ist?
Antwort: Weil das Polizeigebäude von Freiwilligen „gestürmt“ wird, die in diesem kurzen Monat ihren Führerschein für ein aufgebrummtes Fahrverbot abgeben!

Wie in jedem Jahr wiederholt sich im Monat Februar immer wieder derselbe Vorgang. Unzählige Verkehrssünder erscheinen bei der Polizei, um ihr einmonatiges Fahrverbot abzusitzen. Wenn sich das für die Betroffenen so einrichten lässt, bietet sich der Monat durch seine kürzere Zeit natürlich hervorragend dafür an, denn das einmonatige Fahrverbot dauert dann nicht wie üblich 30 oder 31 Tage, sondern nur 28.
In den ersten beiden Tagen dieses Februars haben schon über 20 Verkehrssünder von diesem für sie günstigen Umstand Gebrauch gemacht. Und die restlichen Februartage lassen gleiches erahnen. Das nennt sich dann, die Gunst des Augenblicks oder besser gesagt, des Monats nutzen!
Und der Februar hat ja jetzt noch einige Tage für weitere Verkehrssünder übrig, egal ob sie wegen Alkohol, Rauschgift, Geschwindigkeit, Abstand, Unfall oder dergleichen, neben einem Bußgeld und Punkten in Flensburg, diesbezüglich noch zusätzlich „vergattert“ worden sind.
Getreu dem Motto „traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, braucht diese Statistik wahrlich keine Fälschung:
Der Februar war, ist und wird auch immer der „beliebteste Führerscheinabgabemonat“ eines jeden Jahres bleiben.


Da hat jemand wahrlich einen Feind - alle vier Reifen plattgestochen

Der Fahrzeugbesitzer selbst kann sich noch keinen Reim darauf machen, was der Unbekannte damit bezwecken will, denn der hat an vier verschiedenen Tagen jeweils einen Reifen seines Fahrzeugs platt gestochen.
Der Schaden beträgt mittlerweile rund 300 Euro.
Seit dem 4. Januar, bis zuletzt am 31. Januar, wurden die vier vorsätzlichen Sachbeschädigungen verübt. Jeweils ein anderer Reifen wurde dabei durch Stiche komplett beschädigt. Der schwarze Skoda Fabia stand bei jeder neuen Tat immer an der Königsbergstraße 17. Andere dort abgestellte Fahrzeuge blieben unbeschädigt.
Mögliche Hinweise zum Täter nimmt die Polizei gerne entgegen.


Fahrrad gediebt
Ein schwarzes Fahrrad des Herstellers Wheeler, im Zeitwert von geschätzten 300 Euro, hat seit dem vergangenen Samstag einen neuen Besitzer.
Der Dieb hat es zwischen Freitagnachmittag und Samstagvormittag aus dem Hinterhof der Niederwerrner Straße 2 ½ mitsamt dem angelegten Spiralschloss gestohlen.
Erkenntnisse zum Dieb beziehungsweise seiner Vorgehensweise sind bis dato noch keine bekannt.

Aus dem Landkreis

Wer war das - heiße Asche auf Heuballen abgelegt - Brand von der Feuerwehr gelöscht

Schwebheim
Einen Einsatz auf dem Kompostplatz der Gemeinde hatte gestern die Feuerwehr Schwebheim zu leisten. Von dort wurden mehrere stark rauchende Heuballen mitgeteilt. Ein Spaziergänger hat dies am Mittwochvormittag beobachtet.
Die hineilenden Floriansjünger hatten die Sache relativ schnell im Griff und löschten die mittlerweile bereits brennenden Ballen ab.
Ersten Ermittlungen zur Folge hatte jemand zuvor vermutlich heiße Asche auf den Ballen aufgebracht. Dies kann eventuell auch schon im Verlauf des Dienstags passiert sein.
Sachschaden ist keiner entstanden.

Wer hierzu sachdienliche Angaben machen kann, möge sich bitte mit der Schweinfurter Polizei in Verbindung setzen.


Verkehrsgeschehen:

Wildunfälle
-B 303, Sömmersdorf - Rütschenhausen

Am Mittwoch um 18.30 Uhr kam es auf der Bundesstraße 303 zu einem Wildunfall, an dem gleich zwei Rehe beteiligt waren. Beide Tiere wurden so schwer verletzt, dass eines danach sogleich verendete und sich das zweite noch in den angrenzenden Wald schleppen konnte. Hier wurde es von einer Beamtin durch einen Schuss aus der Dienstwaffe von seinem Leid erlöst.
Um diese Zeit war ein Opel Meriva Lenker zwischen Sömmersdorf und Rütschenhausen unterwegs, als kurz vor dem Abzweig auf die Kreisstraße 2 nach Brebersdorf die beiden Tier plötzlich vor ihm über die Straße springen wollten. Der Autofahrer erwischte beide Tiere.
Der Jagdpächter wurde später zur Abholung verständigt.
Der Sachschaden beträgt geschätzte 3000 Euro.

-St. 2280, Ballingshausen - Stadtlauringen

Rund eine halbe Stunde nach dem zuvor geschilderten Wildunfall fuhr eine Opel Astra Lenkerin auf der Staatsstraße 2280 von Ballingshausen in Richtung Stadtlauringen. Als plötzlich eine Wildsau über die Straße springen wollte, blieb der Autofahrerin keine Ausweichmöglichkeit mehr und Fahrzeug und Tier stießen recht heftig zusammen.
Trotzdem gelang es dem Wildtier noch, in den angrenzenden Wald davonzuspringen.
Zur Absuche nach dem vermutlich schwer verletzten Tier wurde der zuständige Jagdpächter verständigt.
Der Blechschaden beträgt mindestens 2000 Euro.

Verkehrsunfall im Kreisverkehr
Gochsheim

Am späten Mittwochnachmittag ereignete sich im Kreisverkehr am südlichen Ortsausgang ein Verkehrsunfall, bei dem rund 4000 Euro Blechschaden entstanden ist. Beide Fahrzeuge blieben danach noch fahrtüchtig.
Der spätere Unfallverursacher, ein 22-Jähriger aus dem Landkreis Kitzingen, fuhr gegen 19 Uhr mit seinem Opel Astra auf Höhe der Grettstadter Straße in den Kreisverkehr ein und übersah dabei aus bisher nicht bekannten Gründen einen bereits im Kreisel fahrenden 47-Jährigen mit seinem Skoda Rapid.

Alkoholisierter Autofahrer
Gochsheim

Ein am späten Mittwochabend in der Raiffeisenstraße kontrollierter Autofahrer stand unter dem Einfluss von Alkohol.
Ihm drohen jetzt eine Bußgeldanzeige über rund 530 Euro, zwei Punkte im Verkehrssünderregister in Flensburg und die Ableistung eines Fahrverbots von einem Monat.
Kurz nach 23 Uhr ist der Anfangssechziger von einer Polizeistreife kontrolliert worden. Im Gespräch konnte eine deutliche „Fahne“ gerochen werden. Deshalb wurde ihm ein Test am Handalkomat angeboten, der deutlich positiv verlief.
Daraufhin wurde die Weiterfahrt nicht mehr gestattet und der Fahrzeugschlüssel vorübergehend konfisziert.
Bei einem anschließenden Test in der Schweinfurter Polizeiwache an einem gerichtsverwertbaren Gerät erzielte der Betroffene den Wert von genau 0,8 Promille.
Danach erfolgte seine Entlassung.

Fahranfängerin prallt gegen Baum - Totalschaden
SW 8, Hambach - Dittelbrunn

Augenscheinlich wirtschaftlicher Totalschaden in einer geschätzten Höhe von 10 000 Euro entstand an einem Citroen C 3 bei einem Verkehrsunfall am Mittwochnachmittag auf der Kreisstraße 8. Ob an einem „beteiligten Baum“ auch ein Schaden entstanden ist, muss noch über die zuständige Gemeinde abgeklärt werden.
Gegen 17.20 Uhr war die 18-jährige Fahranfängerin zwischen Hambach und Dittelbrunn unterwegs, als sie vermutlich aus Unachtsamkeit nach rechts von der Straße abkam. Dabei prallte ihr Fahrzeug jetzt seitlich gegen einen Baum.
Verletzt wurde die Fahrerin glücklicherweise nicht.


Für alle ungeklärten Fälle bittet die Polizeiinspektion Schweinfurt, unter der Rufnummer 09721/202-0, um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.