Planungswettbewerb geht in die zweite Phase – Carusallee soll ehemalige Kaserne optisch attraktiv ins Stadtbild einbinden

Oberbürgermeister Sebastian Remelé stellte in der vergangenen Woche in der Ausstellungshalle des Alten Rathauses die Ergebnisse des Realisierungswettbewerbes „Carusallee“ vor. Mit im Bild ist Nicole Marion Meier von NMM LandschaftsArchitektur München, die einen der sechs erfolgreichen Entwürfe lieferte. (Foto: Rudi Merkl)
Schweinfurt (rm). Die Stadt Schweinfurt hatte für das Nationale Projekt des Städtebaus Carusallee, die das Gelände der Leward-Kaserne von Osten nach Westen durchschneidet, einen zweistufigen Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgelobt. Insgesamt 19 Ideenvorschläge wurden von Landschaftsarchitekten aus der ganzen Bundesrepublik eingereicht. In der vergangenen Woche nun stellten Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Stadtbaureferent Ralf Brettin die sechs Siegerentwürfe der Phase eins in der Ausstellungshalle des Alten Rathauses vor.
Vielfältige Nutzung
Wie von Remelé zu erfahren war, komme der Aufenthaltsqualität mit Sport-, Spiel- und Kommunikationsflächen eine besondere Bedeutung zu! Die Allee, die auf einer Länge von 600 Metern den Theodor-Fischer-Platz mit dem Willy-Sachs-Stadion verbindet, solle für Fußgänger begehbar und Radfahrer und Busse befahrbar sein, Autos seien nicht zugelassen.
Nur auf den ersten Blick ähneln sich die sechs Arbeiten, die nun den Sprung in die zweite Phase des Wettbewerbs geschafft haben, betont der Oberbürgermeister. Im Detail betrachtet wiesen alle Beiträge aber ganz unterschiedlich Schwerpunkte auf. So wurde mit den beiden Achsen Carusallee und Campusachse als Rückgrat für Freiräume gespielt. Unterschiedliche Oberflächen und Teilräume sollen dabei eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten bieten.
Ziele definiert
Für die Feinplanung bleiben den sechs Architekturbüros nun fünf Monate, bevor das Preisgericht Mitte September erneut zusammentritt. Allerdings gab die Jury den Teilnehmern klare Empfehlungen für die weitere Bearbeitung mit auf den Weg. So sei aufgrund der sukzessiven baulichen Entwicklung des Konversionsbereiches die Carusallee als zentrale Erschließungsachse – insbesondere im Hinblick auf die zunächst fehlenden Randbereiche – in sich schlüssig und funktionsfähig zu konzipieren. Außerdem seien die Ansprüche an den Fernverkehr genauer zu spezifizieren und die von allen Teilnehmern angestrebte „Atmosphäre des Ortes“ deutlicher zu vermitteln.
Die sechs Wettbewerbsarbeiten können noch bis einschließlich Ostersamstag, 15. April 2016, täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Ausstellungshalle Altes Rathaus besichtigt werden.
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