Oh Mann!

(Foto: Foto: privat)

Heute im Interview: Dr. med. Tarek El-Qarm, Zentrum für Sport- und Schmerztherapie
in Oberndorf, Kettelerstraße 18.

Herr Dr. El-Quarm, Sie haben ein Konzept entwickelt, das Sie Osteobalance nennen. Was kann man sich darunter vorstellen?
Es ist wichtig, bei der Suche nach Schmerzen, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Eine fundierte Untersuchung braucht Zeit und Fachwissen. Patienten müssen sich dabei oft in Geduld üben und sollten den Behandlungen auch ein großes Zeitfenster einräumen, denn die wahren Gründe für die Beschwerden sind meist an verschieden Stellen zu finden, die erst gefunden werden müssen.

In welche Schritte gliedert sich diese Diagnostik?
Zunächst wird Körperstatik und Gangbild gründlich analysiert, um herauszufinden, ob eine Arthro-bzw. Osteodysbalance vorliegt. Denn in diesem Fall wird eine Körperhälfte unter Umständen viel stärker belastet als die Gegenseite.Das Ergebnis sind sehr oft leider akute schmerzhafte Verspannungen. Anschießend wird die Beweglichkeit der Wirbelsäule und Gelenke mittels Durchleuchter (C-Bogen) funktionell untersucht. Diese spezielle Untersuchung zeigte selbst minimale Veränderung auf.


Erklären Sie doch bitte den Begriff Osteobalance.
Die Osteobalance ist eine relativ junge Therapieform unter den manuellen Therapien, um Wirbelsäulenbeschwerden unkompliziert, aber differenziert und effektiv zu behandeln. Sie ist das Ergebnis einer Entwicklung, die uns der Dynamischen Wirbelsäulentherapie hervorgegangen ist.

Wie wenden Sie Osteobalance in der Praxis an?

An und mit dem Patienten werden in einer dynamischen, aber sanften Art und Weise Fehlstellungen in der Becken- und Wirbelsäulenstatistik effektiv korrigiert. Subluxierte und blockierte Gelenke, blockierte bzw. fehlgestellte Wirbelgelenke werden mobilisiert und korrigiert und damit Heilwirkung weit über den muskulär-knöchernen Apparat hinaus initiiert. Die Osteobalance orientiert sich an der korrekten, physiologischen Statik der Knochen und Gelenke. Der Patient wird nach Abweichung und nach statischen Veränderung untersucht und behandelt.

Was ist der Unterschied zur Dorn-Methode?
Im Unterschied zur Methode Dorn-Therapie, bei der es einen festen Daumendruck gibt, um den Wirbel zu schieben, legt der Osteobalance-Therappeut seinen Fühlfinger auf und weist den Patienten an, eine gezielte, die Muskulatur und damit den Wirbelkörper des betroffenen Segments beeinflussende Bewegung durchzuführen. Es stehen nicht die knöchernen, sondern die muskulären Struckturen im Fokus, deren Spannungspunkte gelöst werden. Die Osteobalance nähert sich somit ostopathischen Modellen und arbeitet viel im muskulären bzw. myofaszialen Bereich.
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