Oh Mann!

(Foto: Foto: privat)

Heute im Interview: Peter Knieß, CSU-Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Sennfeld am Sonntag, 26. November 

Herr Knieß, erzählen Sie unseren Lesern doch bitte etwas über ihren bisherigen Lebenslauf. 
Ich bin hier geboren und aufgewachsen und habe zwei Kinder. Nach der Grund- und Hauptschule in Sennfeld und einer 3-jährigen Lehre als Groß- und Außenhandels Kaufmann habe ich am Bayernkolleg das Abitur gemacht und an der Uni in Würzburg studiert und mit dem Titel Dipl. Kaufmann abgeschlossen. Über SKF und bei der LBS als Vertriebsdirektor und Sprecher zum Vorstand bin ich vor 17 Jahren zur ERGO-Versicherung gewechselt, wo ich heute als leitender Angestellter mit Gesamtprokura tätig und dort für weit über 100 Menschen verantwortlich bin.

Was macht Sie nach eigener Einschätzung besonders aus?
Ich bin und war immer ein Sennfelder Kind und ich liebe es in Sennfeld zu wohnen, vertraute Gesichter zu sehen und unsere Sennfelder zu grüßen und auch einmal anzuhalten und einfach zuzuhören, was unsere Bürger beschäftigt. Mein Vater war ja auch schon 26 Jahre in Sennfeld Bürgermeister und ich denke, ich habe seine bürgernahe und bürgerfreundliche Art geerbt. Besonders wichtig sind für mich Vertrauen und Verlässlichkeit, dafür stehe ich sowohl privat als auch beruflich. Das war auch in meinen bisherigen 15 Jahren als engagierter Gemeinderat und CSU Fraktionsvorsitzender schon immer so.

Was wünschen Sie sich für Sennfeld?
Für mich ist Leben und Weitertragen unserer Traditionen und Werte für eine gute Zukunft unerlässlich.  Mir ist deshalb besonders das Zusammenführen der Generationen wichtig, indem wir alle Eckpfeiler der Gemeinschaft stärken. Mit den beiden Kindergärten, der erweiterten und ausgebauten Schule bis hin zu unserem Familienbad bieten wir Familien schon jetzt ein ausgezeichnetes Wohlfühlprogramm. Unsere beiden Kirchen und Vereinen geben Orientierung. Speziell für die Jugendarbeit in den Vereinen und in der Gemeinde sollten wir jedoch überlegen, ob die bisherige Finanzierung und Gewährung von Zuschüssen, noch zeitgemäß ist. Für eine aktivere Jugendarbeit müssen wir umdenken und neue Formen der Unterstützung und des Miteinanders überlegen, was auch Geld kosten darf.

Wie sehen Sie die medizinische Versorgung der Zukunft?
Viele Gemeinden beneiden uns um unsere Mainbogen-Praxis mit Apotheke, für die wir als Gemeinderat mit unserem CSU-Bürgermeister Emil Heinemann gekämpft haben. Mit diesem Schachzug haben wir für Sennfeld die langfristige Gesundheitsversorgung sichergestellt. Damit gehören wir zu einer der wenigen Gemeinden, die auch in der Gesundheitsversorgung eine langfristige wohnortnahe Lösung für die Zukunft bieten können. 

Sennfeld ist räumlich begrenzt. Wo soll man noch bauen können?
Mit seinen knapp 700 ha Gesamtfläche - begrenzt durch die Autobahn, den Main und die Stadt Schweinfurt, brauchen wir dringend eine Raumordnung für unser Gemeindegebiet, d. h. wir müssen uns ganz grundsätzlich überlegen, wie wir mit unserem begrenzten Platz haushalten. Auf jeden Fall benötigen wir zeitnah ein weiteres Baugebiet. Dabei kommt das Gebiet am Sand in Frage aber auch das Schließen von Baulücken am Ortsrand.
Wenn man das Gemeindegebiet als Ganzes angeht, dann muss man auch über andere Dinge nachdenken, die Fläche verbrauchen, und darüber, ob man Standorte so kombinieren oder konzentrieren kann, dass dies Sinn ergibt. Ich denke da an den zukünftigen Standort der SG Sennfeld. Für gewerbliche Ansiedlungen haben wir das Problem der räumlichen Enge, der wir abhelfen müssen. Der gute Besatz mit Firmen in unserem Gewerbegebiet und die Gewerbsteuereinnahmen sichern uns Sennfeldern ein Lebensumfeld, das wir aktiv und lebenswert gestalten zu können. Ich habe mich zum Beispiel bereits bei der Fa. VINTIN mit deren Geschäftsführer Michael Datzer getroffen, welcher mit seinen 170 Mitarbeitern u.a. auch den Bundestag mit Software ausstattete. Auch war ich bei unserem Sennfelder Traditionsunternehmen Carl Kühne KG, dort bei Herrn Dr. Borrass. Beides war für mich sehr aufschlussreich, um zu verstehen, was die heimische Wirtschaft braucht. Diese Gespräche mit Unternehmern werde ich auch künftig fortsetzen.

Wie könnte sich eben jenes lebenswerte Umfeld für die Sennfelder gestalten?
Die Beleuchtung des Geh- und Fahrradweges zu den Wehranlagen nach Schweinfurt gehört ebenso dazu, wie die Ergänzung der Straßenbeleuchtung des Geh – und Radweges Rempertshag zum katholischen Kindergarten. Senioren brauchen vergünstigte Busanbindungen nach Schweinfurt und den Bürgern sollte eine kostenlose Nutzung von Wlan in allen öffentlichen Gebäuden zur Verfügung stehen. Notwendig sind außerdem der Bau eines ortsnahen öffentlichen Grillplatzes, die Wiedereinführung des Kinderzuschusses bei Neubauten, der Bau von Straßenschwellen im Rempertshag zur Erhöhung der Sicherheit unserer Kinder und zur notwendigen Verkehrsberuhigung sowie die Aufstellung eines Wertstoffcontainers am Rempertshag uvm. Wir haben noch eine solche Fülle an weiteren Ideen für unsere Sennfelder Bürger, die leider den Rahmen dieses Interviews sprengen würden.
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