Oh Mann!

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Heute im Interview: Herbert Jösch von den Heavytones, die am Freitag, 17. November, im Schweinfurter Stattbahnhof auftreten

Wann hattet ihr Eueren ersten Auftritt?
Das war schon Anfang 2001, als wir die Hausband für Stefan Raabs Show „TV total“ wurden. Die Zusammenstellung der Heavytones erfolgte damals auf Wunsch von Stefan Raab und mir. Wir waren mit dem Raab schon 2000 beim Eurovision Song Contest aufgetreten. Weil ich der Bandleader war, nannten wir uns zunächst noch „Herb and the Heavytones“.

Ihr wart aber nicht nur Fernsehband, sondern dann auch ziemlich schnell auf Tournee?
Richtig! 2003 tourten wir das erste Mal in der Formation durch Deutschland und spielten die aus TV total bekannten Songs in voller Länge mit Unterstützung der Sänger Ron T. und Henrik Wager. In der Sendung hatten wir hingegen schon gemeinsame Auftritte mit Stars wie Joe Cocker, Lionel Richie, James Brown, Kylie Minogue, Busta Rhymes, Bootsy Collins oder Michael Bublé. Aber auch als Begleitband für verschiedene Castingwettbewerbe von Stefan Raab waren wir für die Background-Musik verantwortlich. Diese hat uns nochmal verbessert, weil wir eine große Bandbreite aus verschiedenen Musikrichtungen einspielen mussten. Natürlich immer perfekt und showtauglich. Max Mutzke ist dabei beispielsweise einmal als Sieger hervor gegangen, der inzwischen seine eigene Karriere starten konnte. Mit Mutzke haben wir dann auch beim Eurovision Song Contest 2004 teilgenommen und den achten Platz belegt.

Wie würdet ihr Eueren Stil umschreiben?
Uns prägen, ähnlich wie die Bands im amerikanischen TV, ein druckvoller Live-Stil. Dadurch sind wir auch zu einer gefragten Live-Band geworden. Aber auch unsere drei CD-Veröffentlichungen „heavytones No. 01“ (2006) und „Freaks Of Nature“ (2010) und „Songs that didn‘t make it to the Show“ (2015) und unsere Live-Auftritte haben uns eine eigene Fangemeinde beschert.

Worauf führt ihr diesen Erfolg zurück?
Ich denke es ist unser wiedererkennbarer und flexibler Bandsound, aber auch die hohe Klasse der Instrumentalisten. Seit 2013 sind wir überwiegend in Clubs und auf Festivalbühnen präsent und am 17. November auch in Schweinfurt zu sehen. Das sind gute Nachrichten für alle, die diese außergewöhnliche Band einmal ausführlich und unmittelbar erleben möchten.

Was werden die Fans im Stattbahnhof zu hören bekommen?
Wir haben unsere gesamte Schatztruhe geöffnet. Songs gesichtet und angespielt. Songs die vielleicht auch die Vergangenheitsbewältigung einsetzen lassen…denn die Vergangenheit war heavy. Darunter ganz sicher das immense Pensum an TV Einsätzen. Da muss man sich vorbereiten und die Dinge auschecken, für kleine Besetzung umarrangieren und sicher auch Einiges transkribieren und dann auch mal unter Zeitdruck eine schnelle Probe machen. Und man muss in diesen Dingen analytisch und handwerklich erstklassig sein, denn nur dann wird eine Show zu einer Show. Das schult und bringt ein Musikerkollektiv erst so richtig zusammen. So wird man zu einer Band.
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