Oh Mann!

(Foto: Foto: Timo Wilke)

Heute im Interview: Henrik Freischlader, der mit seiner neuen Band am Dienstag, 17. Oktober, im Stattbahnhof auftritt

Hallo Henrik, wann hast Du das erste Mal zu einer Gitarre gegriffen?
Eigentlich war es zuerst das Schlagzeug, wann weiß ich gar nicht mehr so genau. Der Rhythmus hat mich begeistert und das setzte sich dann so fort. Irgendwann kamen dann Gitarre und der Bass. Mit einigen Gleichgesinnten habe ich dann vor allem die alten Blues-Songs gespielt, dann auch selber komponiert. Mit 18 Jahren habe ich dann 2006 mein erstes Album „The Blues“ veröffentlicht, das auf für meine Verhältnisse unerwartet große Resonanz gestoßen ist.

Wie kam es zur Henrik-Freischlader-Band?
Das war noch vor „The Blues“. 2004 habe ich mich mit Oliver Schmellenkamp (Bass) und Dirk Sengotta (Schlagzeug) zusammen getan und spielten in dieser Formation bis 2009. Offiziell aufgelöst hat sich die Henrik-Frieschlader-Band 2014. Nun sind wir in neuer Formation, aber alter Frische wieder auf der Bühne. Mit dabei sind Moritz Meinschäfer (Schlagzeug), Harrison Larner-Main (Gesang und Gitarre), Armin Alic (Bass), Dániel Szebényi (Keyboard), Marco Zügner (Saxofon), Linda Sutti und Joanne Kasner (beide Gesang).

Du warst schon immer das Zentrum der Band. Wie sehr drückst Du dem Trio den Stempel auf?
Ich habe meine eigenen Vorstellungen vom Blues. Vorstellungen, die viele Plattenfirmen so nicht mittragen, weswegen ich schon 2009 mein eigenes Musiklabel „Cable Car Records“ gegründet habe. Blues so wie ich ihn mir vorstelle geht aber nicht allein. Ich bin sehr froh, dass es mir immer wieder gelingt Gleichgesinnte für meinen Stil zu begeistern und die dieses Konzept dann auch mit mir umsetzen. Beim Spiel miteinander enstehen immer wieder auch neue Ideen und natürlich bringt sich dabei jedes Bandmitglied mit ein.

Wie würdest Du dich und deine Vision von Musik umschreiben?
Ich sehe mich als Vertreter der alten Schule des Blues, aber gleichzeitig auch als Visionär im traditionellen Gewand. Jemand, der in sich ruht und konsequent für eine entspannte Lebensphilosophie eintritt. Mir kommt es dabei auf die kleinsten Details an und dennoch folge ich dem was ich im Herzen und im Bauch fühle.

Wovon handeln Deine Songs?
Diese Lebensweise findet sich auch in meinen Texten wieder. Es sind kleine Geschichten aus meinem Leben, meinem Blick auf die Welt. Ich würde es als Old school bezeichnen, aber mit einer Energie, die alte Blues-Klischees entstaubt und jede Tradition im Hier und Jetzt ankommen lässt.

Mit welchen Blues-Größen hattest Du deine prägendsten Erlebnisse?
Es war schon etwas Großartiges mit BB King auf der Bühne zu stehen und wie unser Spiel sofort zusammenfand. Seine Anerkennung gab mir sehr viel Stolz. Aber auch die Zusammenarbeit mit Gary Moore, Peter Green, Joe Bonamassa oder der Tedeschi Trucks Band waren prägende Erlebnisse. Gitarrenbauer Fender wird darüber hinaus demnächst mein eigenes Gitarren-Modell bauen, welches in naher Zukunft vorgestellt wird. Ein Privileg, das nur wenige Ausnahmegitarristen genießen.
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