Oh Mann!

Marian Diehl (Foto: Bild: © GGSD)

Heute im Interview: Marian Diehl, Leiter der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Maria Theresia
der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD)

Herr Diehl, die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Maria Theresia der GGSD startet in neuen modernen Räumen ins Schuljahr. Was waren die Gründe für den Umzug in die Carl-Zeiß-Straße 14?

Zum einen war das altehrwürdige „Theresienheim“ jetzt dann doch in die Jahre gekommen, was sich vor allem bei Technik, Dämmung und Ausstattung zeigte. Zum anderen will die Kongregation das Gebäude sanieren, um es bestmöglich nutzen zu können. Außerdem war es immer eine erstrebenswerte Option, die Schulen der GGSD in Schweinfurt einmal unter ein Dach zu bringen.

Was erwarten Sie sich im Hinblick auf Unterricht und Schulleben von den neuen Räumlichkeiten?

Die moderne Ausstattung der Fachräume wie z.B. die Schulküche, bieten natürlich ganz andere Möglichkeiten, den Lehrplan umfassend abzubilden und Projekte mit den Schülern zu realisieren. Vieles ging so in der Form vorher nicht. Mir fallen da gleich die Großküchengeräte ein, die es uns ermöglichen, auch mal für alle Schüler im Haus kochen zu können.

Wie viele Schülerinnen und Schüler besuchen in diesem Jahr die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Maria Theresia?


Aktuell machen bei uns 55 Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung.

Was ist Ihrer Meinung nach an einem Beruf im Bereich der Ernährung und Versorgung (Hauswirtschaft) reizvoll? Welche beruflichen Perspektiven bietet dieser?

Die Ausbildung zur/zum Assistent/in für Ernährung und Versorgung ist sehr breit und vielfältig angelegt. Alles, was mit haushaltsnahen Dienstleistungen zu tun hat, von der Ernährungslehre zum Kochen, von der Haushaltstechnologie zur Textilpflege usw., lernen unsere Schüler in Theorie und Praxis. Ihr breites Wissen können sie dann in unterschiedlichsten Bereichen z.B. in Privathaushalten, Großbetrieben oder in der Lehre zur Verfügung stellen. Besonders reizvoll finde ich aber, dass man schon nach zwei Jahren Ausbildung den mittleren Bildungsabschluss (ehemals Mittlere Reife) erwerben kann, und das auf einem super sinnvollen Weg. Denn selbst wenn man sich nach zwei Jahren mit dem M-Abschluss entscheidet, einen anderen Weg einzuschlagen, hat man erstens schon einen Berufsabschluss in der Tasche, und zweitens nur Dinge gelernt, die man in der Tat für das Leben und nicht für die Schule lernt. Seinen eigenen Haushalt wird man nämlich sein Leben lang führen müssen.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, wenn man diesen Beruf erlernen möchte?

Natürlich ist es von Vorteil, wenn man Lust hat, kreativ zu arbeiten, gerne anderen Menschen hilft und sich sowohl theoretisch als auch praktisch gerne mit dem Kochen beschäftigt. Aber bei uns fängt jeder bei Null an und kann seine bis dato evtl. verborgenen Stärken auch erst ganz neu entdecken.


Sie sind seit 2014 Schulleiter an der Berufsfachschule Maria Theresia, was hat Sie bewogen den Lehrerberuf zu ergreifen?

Ich denke die Entscheidung, den Lehrerberuf zu ergreifen, hatte zwei Gründe. Erstens habe ich in meiner Schulzeit so viele verständnisvolle, motivierte und motivierende Lehrer genießen dürfen, dass es auch mein Wunsch wurde, Schüler auf das Leben vorzubereiten und jedem dessen Stärken vor Augen zu führen. Zweitens habe ich in meiner Schulzeit auch manchmal verständnislose und nicht-motivierende Lehrer erleben müssen, sodass der Entschluss in mir reifte, dass ich das besser kann und ich Schülern auf deren Weg Lernpartner und Stütze sein möchte.
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