Oh Mann!

(Foto: Foto: Thomas M. Weber.)

Heute im Interview: Maurus Fischer von Kings of Floyd, die mit ihrer perfekten Pink-Floyd-Cover-Show am Samstag, 14. Oktober in der Schweinfurter Stadthalle auftreten.

Auf welche Songs von Pink Floyd können sich die Besucher des Konzertes von Kings of Floyd am 26. November in der Schweinfurter Stadthalle freuen?
Unsere Songauswahl orientiert sich an den größten Erfolgen der Band in den 70er Jahren. Das 1973 erschienene Album “Dark Side of The Moon” liegt auf Platz 2 der weltweit meist verkauften Alben. Wir spielen alle Songs dieses Albums und auch mehrere Titel der nächsten Alben “Wish you were here” (1975), “Animals (1977) und “The Wall” (1979). Zusätzlich gibt es noch einige andere Stücke wie “One of these days” und “Song Dogs Of War”.

Welche Songs oder welche LP hat Sie persönlich derart motiviert, David Gilmour und Pink Floyd nachzueifern?
Eindeutig Dark Side Of The Moon. Es erschien am 24. März 1973, da war ich gerade mal 14 Jahre alt. Das Album beinhaltete völlig neue psychedelische und orchestrale Klangdimensionen mit bluesigen Elementen, die bis dahin nie dagewesen waren. Ich spielte damals schon Gitarre und orientierte mich an den weiteren Gitarrenhelden der Zeit, wie Alvin Lee von Ten Years After oder Rory Gallagher. David Gilmours Sound und Ton sind eigentlich nicht zu kopieren, egal, welcher Technik man sich bedient, denn er formt den Ton mit seinen Fingern.

Wie oft hast Du Pink Floyd dann selber live gesehen?
Am 29.1.1977 hatte ich die Gelegenheit, Pink Floyd live in der Deutschlandhalle in Berlin, mit einer für die damalige Zeit sehr aufwendigen Inszenierung mit einem Quadrophoniesoundytem, zu erleben. 1981 konnte ich Pink Floyd live in Dortmund in der Westfalenhalle mit “The Wall, die Rockshow des Jahres” sehen. Dennoch hat mich persönlich die Musik bei weitem nicht so berührt wie zu Zeiten von Dark Side Of The Moon und nach The Wall habe ich die Band auch nicht mehr verfolgt.

Wie kam die Gründung von “Kings of Floyd” zustande?
Ich hatte ursprünglich ein Angebot von einer anderen Floyd Show bekommen, welches letztendlich wieder abgesagt wurde. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon in der Vorbereitungen steckte, kam mir die Idee, meine eigene Formation auf die Bühne zu stellen und wurde so der Gründer der Band.
Mir war klar, dass neben der Gitarre der Gesang die zentrale Position der Band einnehmen sollte. Ich forschte im youtube nach Interpreten und wurde dabei auf Mark Gillespie durch seine Interpretation von “Wish You Were Here” aufmerksam. Ich nahm Kontakt zu ihm auf und er sagte spontan ja, weil er auch seit seiner Jugend die Musik von Pink Floyd inkorporiert hat. Damit war der Grundstein gelegt.

Erleben sie selbst heute – nach sicherlich vielen Konzerten – ihre eigenen Auftritte immer noch mit dem “alten” Floyd-Gefühl?
Unser Opener ist in der Regel Song Shine On, der mit einem G-Moll Akkord beginnt. Sobald der Akkord erklingt setzt das Floyd-Fieber ein, und die Show setzt sich langsam, aber unaufhaltsam in Bewegung, egal, wie groß die Zuschaueranzahl ist. Obwohl die Show wenig Raum für eigene Interpretationen lässt, was ja auch für eine Tribute Veranstaltung keinen Sinn machen würde, so packt es uns immer wieder und der G-Moll Akkord nimmt uns mit auf die Reise zur dunklen Seite des Mondes.

Wie schwierig war die technische Umsetzung des Pink-Floyd-Sounds?
Für die Umsetzung ist jeder einzelne Musiker selbst verantwortlich. Ich habe mich monatelang intensiv online mit Foren auseinander gesetzt, wo die Sounds von David Gilmour erläutert wurden und mir wurde klar, dass der perfekte Sound auch nur mit den originalen Effektpedalen und Verstärkern aus der Zeit zu reproduzieren ist. So wurde ich zum Jäger und Sammler, bis ich das „Gear“ zusammen getragen hatte. Danach begann die Phase, damit zu experimentieren und die Feineinstellungen abzustimmen.

Im Tourplan von “Kings of Floyd” stehen für dieses Jahr zahlreiche Auftritte in Deutschland. Geben Sie auch Konzerte in Europa oder weltweit?

Ja, der Tourplan wird immer umfangreicher, es gibt Anfragen aus Russland, Italien und Holland. Im Großen und Ganzen aber sind wir im Moment in Deutschland unterwegs. Der Tourplan wird regelmäßig auf unserer Homepage aktualisiert.

Sind Sie David Gilmour oder Richard Wright, Nick Mason oder Roger Waters schon einmal begegnet oder haben gar mit ihnen gespielt?
Leider nein, bis auf die beiden bereits erwähnten Konzerte und Richard Wright ist ja 2008 verstorben. Es wäre ein Traum, David Gilmour zu begegnen.
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