Oh Mann!

SONY DSC (Foto: Foto: Veranstalter/ privat)

Heute im Interview: Bernd Helfrich, der Chef des Chiemgauer Volkstheaters, das am Samstag, 4. Februar, mit „der Kartlbauer“ in Grafenrheinfeld auftritt.

Herr Helfrich, Sie kommen am Samstag, 4. Februar, nach Grafenrheinfeld in die Kulturhalle um „Der Kartlbauer“ zu präsentieren. Worum geht es denn darin?
„Der Kartlbauer“ steht in Tradition mit den klassischen bayrischen Volkstheaterstücken der letzten Jahrzehnte. Mit Liebe zum Detail wird hier die gute alte Zeit des Bauerntheaters zitiert. Es gibt ein heiteres Verwirrspiel um Liebe und Missverständnisse, um Moral und Gaunerei. Dennoch spielt das Stück gekonnt mit den bekannten Klischees und erzählt die Geschichte dadurch modern und für heutige Zeiten passend mit viel Humor und Witz.

Wie hat sich ihre Neigung zum Theaterspiel entwickelt?
Ich hatte in jungen Jahren eher Ambitionen für Fußball. Wäre ich nicht Volksschauspieler geworden, hätte ich wahrscheinlich die Laufbahn eines Fußball-Profis eingeschlagen.  Bis zu meinem Bühnendebüt als 15-Jähriger spielte ich erfolgreich in den Schülermannschaften des TSV 1860 München und des FC Bayern. Bis vor ein paar Jahren stand ich auch in der Freizeit im Tor des legendären „FC Schmiere“. 

Und dazu kamen dann noch ihre ganzen Erfolge beim Schauspielern hinzu! Wann schafften Sie da ihren großen Durchbruch?
Seit Mitte der 70er Jahre war ich in zahlreichen Filmen und TV-Serien zu sehen, darunter Königlich Bayerisches Amtsgericht, Unsere schönsten Jahre (mit Uschi Glas und Elmar Wepper), Die schnelle Gerdi, Schaftkopfrennen, Sachrang, Fassbinders Bolwieser, Die Wiesingers, Der Bulle von Tölz und Komödienstadel. Ab 1990 verkörperte ich den Ernst Langmann in dem Dauerbrenner Forsthaus Falkenau. Meist schlüpfte ich in die Haut urwüchsiger bayerischer Charaktere. 2014 war ich mit dem Münchner Tournee Theater in ganz Deutschland mit dem Theaterstück „ eine ganz heiße Nummer „ auf Tournee. 

In welchem Jahr übernahmen Sie das Chiemgauer Volkstheater?
1984 übernahm ich es gemeinsam mit meiner Frau Mona Freiberg als Nachfolger meiner Mutter Amsi Kern.

Was haben Sie bereits für Erfolge damit erzielen können?
Ziel war es von Anfang an, dieses Theater auf seinem Erfolgsweg weiterzuführen und es an die Spitze der bayerischen Volkstheater zu bringen.“ Meine Frau Mona Freiberg-Helfrich und unsere Tochter Kristina Helfrich spielen beide im Stück „ Der Kartlbauer „ mit.
Fürs Fernsehen wurden bereits insgesamt 200 Theaterstücke produziert, über 150 Theateraufzeichnungen zusammen mit dem BR.
Die Abendzeitung schrieb „ das Chiemgauer Volkstheater ist Kult „ was die Fans immer wieder bestätigen.

Wie lange ist das Chiemgauer Volkstheater bereits unterwegs?
Es besteht schon mehr als 80 Jahre und ist seit 1964 auf Tournee. Seit 20 Jahren ist es nun auch mit 2 Theaterproduktionen gleichzeitig auf Tournee.

Wo liegen ihre Schwerpunkte?
Unser Volkstheater und sein Ensemble spielen mit Leidenschaft und großer Freude bayerische Volkstheaterklassiker ebenso wie moderne Boulevardkomödien.
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