Oberbürgermeister und Stadtratsvertreter zu Besuch in der finnischen Partnerstadt Seinäjoki

Auf dem Bild (auf der Farmari-Messe am 14. Juni) von links: Klaus Rehberger, Stadtdirektor Jorma Rasinmäki, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Innenministerin Paula Risikko, Gerhard Schurz, Stadtratsvorsitzender Kimmo Heinonen und Stadtregierungsvorzitzender Pasi Kivisaari. (Foto: Kirsi Kuusisto)
In Erinnerung an die Staatsgründung von Finnland vor 100 Jahren hatte die Schweinfurter Partnerstadt Seinäjoki Vertreter der Vielzahl ihrer Partnerstädte eingeladen. Aus diesem Grund hielt sich vergangene Woche auch eine kleine Delegation des Schweinfurter Stadtrates, angeführt von Oberbürgermeister Sebastian Remelé, in der finnischen Partnerstadt auf. Mit dabei waren die Stadträte Klaus Rehberger (CSU) und Gerd Schurz (SPD). Die Administration der Partnerstadt hatte für die Gäste aus Schweinfurt ein straffes Programm organisiert. Ein Besuch der örtlichen University of Applied Sciences SeAMK vermittelte den Grad der guten Vernetzung dieser Hochschule zu unserer Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, mit der ein reges Austauschprogramm existiert. Beim anschließenden Empfang der Stadt Seinäjoki in den repräsentativen Räumen des Herrenhofs Törnäva trugen sich Oberbürgermeister Remelé, Klaus Rehberger und Gerd Schurz in das goldene Buch der Stadt ein.

Indes erwartete die Delegationen der Partnerstädte ein intensives und umfangreiches Programm an Vorträgen und Gesprächen über die Stadtentwicklung von Seinäjoki. Interessant hierbei war ein Projekt, das von der Stadt initiiert wurde, um das bei Seinäjokis Jugend überdurchschnittlich aufgetretene Problem der Fettleibigkeit zu bekämpfen. Die Vorstellung des neu aufgelegten Wirtschaftsentwicklungsprogrammes von Seinäjoki konnte einen nachhaltigen Eindruck bei den Gästen hinterlassen. Ein weiteres interessantes Thema befasste sich mit der städtebaulichen Entwicklung, um die sich dort eine komplette Tochtergesellschaft der Stadt Seinäjoki kümmert. Hier wurde den Gästen erläutert, dass man im Begriff ist, das komplette Viertel um den Hauptbahnhof neu zu überplanen um es für die Zukunft urbaner zu gestalten.

Ein Hauptaugenmerk legten die zwei Pädagogen in der Schweinfurter Delegation Rehberger und Schurz auf die Vorträge und Gespräche über das finnische Schulsystem. Hierbei war auch die Tatsache, dass die örtlichen Vertreter der Schulverwaltung in hohem Maße an der Erarbeitung des neuen Lehrplans aller Schularten beteiligt gewesen waren. Den Gesprächsteilnehmern wurde ein nachhaltiges Bild vermittelt, weshalb die finnischen Schulkinder sich bei PISA-Evaluationen stets auf den vorderen Rängen wiederfinden.

Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs der Schweinfurter Delegation war die Eröffnung der „Farmari“, einer Messe mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt riesigen Ausmaßes. Sie ist in etwa zehnmal so groß wie die Schweinfurter UFRA und ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt ereilte die Schweinfurter Delegation auch die traurige Nachricht vom Tod von Heinrich Sandner. Die Schweinfurter Delegation hatte auch kurz Gelegenheit mit der aus Seinäjoki stammenden Innenministerin des Landes Finnland zu sprechen, die die Messe eröffnete. Die Zusammenkunft und ein Gedankenaustausch mit Vertretern der örtlichen deutsch-finnischen Gesellschaft rundeten den Aufenthalt der Schweinfurter Stadtratsdelegation in Seinäjoki ab. Alles in allem kann festgehalten werden, dass die Partnerschaft Schweinfurts mit Seinäjoki lebt und der gemeinsame Wille besteht, dass die Verbindung von beiden Seiten aufrechterhalten und noch weiter ausgebaut wird. In vielen Gesprächen kam zum Ausdruck, dass in den augenblicklichen Zeiten unsicherer gewordener politischer Verhältnisse über die gesamte Welt hinweg der Gedanke der Völkerverständigung einen hohen Wert an sich darstellt.
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